Nachbericht PLAY15:

Let’s Play Workshop @ PLAY15

22.09.2015
Im Rahmen des Creative Gaming Festivals PLAY15 drehte sich drei Tage lang alles um die kreativen Möglichkeiten von und mit digitalen Spielen. Auch spielbar.de war mit einem Let’s Play Workshop für Kinder und Jugendliche vor Ort. Hier hatten sie die Chance, ihr eigenes Let’s Play-Video zu erstellen – tolle Ergebnisse inklusive!

Seit einigen Jahren ist die Begeisterung für Let’s Plays unter Kindern und Jugendlichen ungebrochen. YouTuber wie Gronkh, Sarazar, Unge oder Dner genießen mittlerweile Kultstatus, über zwei Millionen User haben ihre Kanäle abonniert. In unserem Workshop greifen wir im Rahmen des PLAY-Festivals bereits seit 2012 die Begeisterung rund um das Thema Let’s Plays auf. Indem Kinder und Jugendliche eigene Videos erstellen, in denen sie Computerspiele kommentieren, werden neue Beteiligungsmöglichkeiten im Netz aufgezeigt und ein kritischer Umgang mit diesem Medium gefördert. Wie sieht das Ganze in der Praxis aus?

Was braucht es für ein gutes Let’s Play?
Auf dem Meinungsradar konnten die Kinder und Jugendlichen die Kriterien eines guten Let’s Plays nach ihrer persönlichen Einschätzung gewichten.
Was ist eigentlich ein Let’s Play? Und was macht vor allem ein gutes Let’s Play aus? Mit diesen Fragen stiegen die Teilnehmenden in den Workshop ein und erarbeiteten eigene Kriterien für ihre Videos. Beispielsweise spielen für die Schülerinnen und Schüler die Qualität der Videos, die Redegewandtheit des Let’s Players und vor allem eine ordentliche Prise Humor eine wichtige Rolle. Auch die Struktur eines Let’s Plays darf nicht vergessen werden. Den Kindern und Jugendlichen fiel schnell auf, dass beinahe jedes Let’s Play einem bestimmten Aufbau folgt. Dieser wurde auf Karteikarten festgehalten, die während der Aufnahme zur Orientierung dienten.

Spielen und gleichzeitig kommentieren – gar nicht so leicht
Und Action! Die Aufnahme der Let’s Plays wurde zu einem gemeinschaftlichen Projekt, an dem sich alle beteiligt haben.
Nach der Theorie ging es für die Teilnehmenden in die Praxis. In einer kurzen Spielphase hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die mitgebrachten Spiele anzutesten und sich mit ihnen vertraut zu machen. Mit einem Programm, das den Spielbildschirm und Audiokommentar gleichzeitig aufnimmt, konnten alle selbstständig die ersten Let’s Play Versuche wagen und gewannen schnell an Selbstvertrauen. Spielen und gleichzeitig reden ist nämlich gar nicht so einfach, wie schnell festgestellt wurde. Nach den ersten Let’s Plays mit Audiokommentar trauten sich dann die ersten vor die Kamera. Während ein oder zwei Personen die Rolle der Let’s Player übernahmen, kümmerten sich zwei weitere um Ton und Bild der Aufnahme. So wurde jedes Let’s Play zu einem gemeinschaftlichen Projekt, das den Jugendlichen viel Spaß bereitete. Und auch die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Am Mittwoch wagten sich zwei Mutige völlig unvorbereitet an ein Blind Let’s Play und spielten das leicht verrückte, wettbewerbsorientierte Indie Game „Mount Your Friends“ zum ersten Mal. Diese Aufgabe haben sie mit Bravour gemeistert.



Am Donnerstag präsentierten zwei unserer Let's Player das Browserspiel "Unfair Mario" und zeigten, warum es sich seinen Namen verdient hat.



Freitag ließ das Spiel "Maverick Bird" unsere Workshop-Teilnehmenden nicht mehr los. Für dieses Let's Play haben sie sich daher ein ganz bestimmtes Spielziel überlegt.



Alle Ergebnisse der drei Workshop-Tage können ab sofort im spielbar-Youtube-Kanalbestaunt werden. Viel Spaß dabei!

Weiterführende Links

PLAY15:
 Das Programm zum Creative Gaming Festival

Let’s Play-Videos: Gamer spielen für Gamer

Weblink

"Videospielmitschnitte: Was Jugendliche bei Let's-Plays beachten sollten" (Spiegel Online)

Bildnachweis

[1]spielbar.de[2]spielbar.de

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