spielbar-Jugendredaktion

Rainbow Six: Siege – Revolution oder Fehlschlag?

07.08.2015
Spannende Kämpe um Bomben und Geiseln - Rainbow Six: Siege ist der lang ersehnter Multiplayer -Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der neuste Nachfolger der Reihe stand auf der diesjährigen Gamescom zum Anspielen zur Verfügung - wird er die lang ersehnte Shooter-Revolution?

Alexander Buschner, 19, spielbar-Jugendredaktion

Die Version auf der Gamescom beinhaltete ein 5 versus 5 Team-Deathmatch, bei der ein Team 2 Siegpunkte brauchte um zu gewinnen – entsprechend gab es zwischen 2 und 3 Runden pro Spiel. Wer starb blieb bis zum Ende der Runde tot, ein Team gewann sobald das Missionsziel erfüllt wurde oder das gegnerische Team vernichtet wurde.

Zu Beginn einer Runde konnten die Angreifer die Umgebung erkunden um Feinde und die Bombe zu finden, während die Verteidiger Fallen und Verteidigungsanlagen aufbauten. Das Ziel der Verteidiger war es, die Bombe zu beschützen, während die Angreifer diese in die Luft jagen mussten. Eine Runde dauerte maximal 5 Minuten, sobald die Zeit abgelaufen war, gewannen die Verteidiger.

Es ist sogar möglich sich von Dächern abzuseilen.


Genug Veränderung oder doch nur Standard?

So weit, so bekannt. Doch was macht Rainbow Six: Siege neu? Versprochen wurde unter anderem eine stark zerstörbare Umgebung, die neue taktische Möglichkeiten bieten sollte. Diese waren auch teilweise vorhanden, so konnten die von den Verteidigern verbarrikadierten Wände vollständig oder teilweise zerstört werden – es war sogar möglich nur einen kleinen Teil der Wand zu zerstören, um dadurch zielen und schießen zu können. Es gab auch spezielle zu zerstörende Objekte, so konnte man eine verstärkte Verteidigungswand nur durch Nahkampfwaffen zerstören und nicht durchschießen.
Doch vollständig zerstörbar war die Umgebung nicht. Manche Sprengstoffe konnten zum Beispiel nur an bestimmten, von der Spielwelt vorgegebenen Stellen eingesetzt werden. Das nahm dem Spiel die Möglichkeit, seine taktische Tiefe noch weiter auszubauen.

Eine weitere Besonderheit ist das Zielen, welches sich schwerfällig anfühlte. Fehler werden hart bestraft, insbesondere da man sehr schnell stirbt. Ebenfalls war die Streuung der Schüsse sehr stark, weswegen jeder Schuss gut platziert sein sollte.
Aufgrund des intuitiven Gameplays ist das Spiel auch Neulingen zu empfehlen. Allerdings sind Punkte rar, daher müssen sich Neulinge erst einmal durchkämpfen, bevor sich die ersten Erfolgserlebnisse einstellen.

Die zerstörbare Umgebung in ihrer gesamten Pracht


Grafische Mängel und die Gesamtwertung

Die Grafik besitzt ein solides Gerüst, welches jedoch insbesondere bei den Charakteranimationen ihre Schwächen aufweist und mehr Effekte besitzen könnte. Die Texturen sind trotz allem gut. Die Grafik ist für heutige Standards jedoch nichts Besonderes mehr, wenn mich persönlich das auch nicht gestört hat. Wer weiß, möglicherweise bessert Ubisoft hier noch nach.

Zusammengefasst handelt es sich um ein gutes Spiel, welches versucht eine neue Richtung im Shooter-Genre einzuschlagen und dies gut bewältigt, auch wenn es dies noch etwas besser machen könnte. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, einen Kaufgrund gibt es wohl trotzdem nur für Spielende, die ein gewisses Interesse an einer taktischen Bedeutung in Multiplayer-Shootern haben.

Bildnachweis

[1]Ubisoft[2]Ubisoft

Siehe auch

Battlefield 4 Teaser
Spielebeurteilung

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