KIM-Studie 2014

Kinder auf dem digitalen Spielplatz

03.06.2015
In regelmäßigen Abständen liefert die KIM-Studie Daten und Zahlen zur alltäglichen Mediennutzung von Kindern. Nun sind die Ergebnisse der KIM 2014 veröffentlicht worden. Digitale Spiele sind weiterhin ein wichtiger Teil der Freizeitbeschäftigung von Kindern. Allerdings eher auf der Konsole als auf dem Smartphone oder Tablet.

Für 23 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen gehört Spielen am Computer, an der Konsole oder im Internet zu ihren liebsten Freizeitaktivitäten. 62 Prozent der Kinder spielen regelmäßig, jedes vierte Kind täglich. Zeigt die jüngste der befragten Altersgruppe noch ein gemäßigtes Interesse an digitalen Spielen, steigt der Anteil der Gamer mit zunehmendem Alter. In der Gruppe der zwölf bis 13-Jährigen spielt ein Drittel täglich, 41 Prozent mehrmals pro Woche. Der Anteil der Nicht-Spielenden ist von 53 Prozent im Alter zwischen sechs und sieben Jahren auf 11 Prozent in der Gruppe der zwölf bis 13-Jährigen gesunken. Im Vergleich zur letzten KIM-Studie 2012 hat der Anteil der regelmäßigen Spielenden um vier Prozent abgenommen.

Bild: Nutzung von Computer-, Konsolen-, Onlinespielen (c) KIM-Studie 2014


Spielekonsole als beliebteste Spieleplattform

Während bei Jugendlichen das Smartphone als Spieleplattform weit verbreitet ist, besitzen unter den Sechs- bis 13-Jährigen gerade einmal ein Viertel ein solches Mobilgerät. Tablet-PCs sind trotz ihrer intuitiven Bedienbarkeit ebenfalls nur für eine Minderheit der deutschen Kinder eine Option. Einen wichtigeren Stellenwert besitzt die Spielekonsole, mit der 48 Prozent der Kinder ausgestattet sind. 15 Prozent nutzen täglich eine tragbare Konsole, 13 Prozent eine stationäre. Damit ist das Spielen an einer Spielekonsole unter der befragten Altersgruppe auch beliebter als das Spielen am Computer – offline (9 Prozent) und online (7 Prozent).

Bild: Nutzung von Computer-, Konsolen-, Onlinespielen (c) KIM-Studie 2014


FIFA führt Spieleliste erneut an

Wie bereits in der KIM-Studie 2012 ist auch 2014 FIFA wieder der beliebteste Spieltitel der Sechs- bis 13-Jährigen. 12 Prozent aller Befragten gaben das Fußballspiel von EA als ihr Lieblingsspiel an. Schaut man sich die Geschlechterpräferenz an, fällt aber stark auf, dass dies nur bei Jungen der Fall ist (Jungen: 20 Prozent; Mädchen: 1 Prozent). Mädchen bevorzugen eher die Sims (12 Prozent) oder Super Mario (9 Prozent). Auch Jungen können sich für Super Mario (10 Prozent) begeistern, genauso wie für Mario Kart (12 Prozent) und Minecraft (8 Prozent).

Jugendschutz

Die Mehrheit der Sechs- bis 13-Jährigen bekommt Spiele von den Eltern geschenkt (Mutter: 75 Prozent; Vater: 67 Prozent). Andere Bezugsquellen stellen der Freundeskreis (28 Prozent) oder die Geschwister (14 Prozent) dar. 29 Prozent kaufen sich Spiele von ihrem eigenen Taschengeld. Der Großteil der Eltern achtet laut eigener Aussage beim Spielekauf auf die Altersbeschränkung der USK (81 Prozent). Dass die Alterskennzeichnung das Gefährdungspotenzial von Spielen angibt und keine pädagogische Empfehlung darstellt, ist dabei – wie bereits in der KIM-Studie 2012 – den wenigsten bewusst.

Über die KIM-Studie

Die Studienreihe KIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) seit 1999 durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Für die KIM-Studie 2014 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher im Frühsommer 2014 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.
Die komplette KIM-Studie kann auf der Seite des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest kostenlos herunter geladen werden.

Weiterführende Links

Praxiswissen Jugendschutz auf spielbar.de

KIM-Studie 2012: Computerspiele in Kinderhand

Weblink

KIM-Studie 2014 auf der offiziellen Seite des mpfs

Schreib einen Kommentar

* Pflichtangaben