Spiele-Apps für Kleinkinder

02.02.2015
Eine gute App für die eigenen Kinder zu finden ist keine leichte Aufgabe. Die App Stores von Apple, Google und Co. bieten eine Fülle an verschiedenen Spiele-Apps für den Nachwuchs, die sich qualitativ stark unterscheiden. Der Markt boomt und nimmt dabei eine immer jüngere Zielgruppe ins Visier.

Sie sind oft laut, bunt und leicht zu verstehen: Spiele-Apps für Kinder überschwemmen zurzeit den Markt. Gerade für die Jüngsten, Kleinkinder im Alter von zwei bis vier Jahren, werden mehr und mehr Apps entwickelt. Häufig übernehmen sie die Funktion von anderen Spielzeugen oder Bilderbüchern.

Kompetenzentwicklung kinderleicht?

Um ein Tablet intuitiv bedienen zu können, muss man weder lesen noch schreiben können. Eine Berührung auf die richtige Stelle des Touchpads reicht. Gerade Apps für Kleinkinder versuchen ihr Spielprinzip nicht mit Erklärungstexten, sondern visuell den Kindern näher zu bringen. Bei manchen Apps steht das freie Spielen im Vordergrund, bei anderen gibt es ein klares Ziel. Beide Arten können dabei die Kompetenzen des Kindes fördern – so zum Beispiel in Kreativität, in logischem Denken oder sogar in Fremdsprachenkenntnissen.

Eine grobe Orientierung zu empfehlenswerten Apps bieten Auszeichnungen wie die „GIGA Maus“ oder der „Pädi“. Unter den jüngsten Gewinnern waren beispielsweise die Apps „Squirrel & Bär“ oder „Bop Underwater“. Während erstere den Erwerb erster Englischkenntnisse mit einer simplen, schön gestalteten Geschichte verbindet, gilt es in „Bop Underwater“ einfache Rätsel in einer spannenden Unterwasserwelt zu lösen. So können Kleinkinder bereits lernen, logische Zusammenhänge zu erkennen.


Gameplay von Bop Underwater (YouTube-Video)

Vorsicht vor Werbung & Micropayment

Ganz unbeaufsichtigt sollte man Kinder mit Spiele-Apps jedoch nicht lassen. Häufig finanzieren sich zunächst kostenlose Anwendungen durch sogenannte In-App-Käufe oder verweisen mittels Werbebanner auf Websites und Shops. Auch bei Spielen, die für Vorschulkinder gedacht sind, findet man Links zum App Store oder zu kostenpflichtigen Zusatzinhalten, so zum Beispiel in der Lernapp zum Kinderbucherfolg „Prinzessin Lillifee“.

Eine Spiele-App sollten Kleinkinder daher im besten Fall nur in Begleitung eines Erwachsenen benutzen. Zusätzlich kann man in den Sicherheitseinstellungen der Tablets den Zugang zum Internet deaktivieren. Wer sich über konkrete Inhalte informieren möchte findet zudem aktuellen Apps mit einer pädagogischen Beurteilung hier auf spielbar.de.

Ebenfalls keine Seltenheit mehr: die App fürs Baby. Wie gut ein Tablet-PC aber erste haptische Erfahrungen oder gar den Babysitter ersetzt, bleibt fragwürdig.
Sarah Pützer
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miniKIM-Studie 2012

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