No Man’s Sky - Spielen bis die Sonne ausbrennt

30.09.2014
5 Milliarden Jahre zum Erkunden einer Spielewelt? Genau so lange würde es im First Person Adventure 'NO MAN'S SKY' dauern. Der für 2015 angekündigte Titel entsteht hauptsächlich computergeneriert und nutzt so neue Möglichkeiten für unendlichen Spielspaß auf frei erkundbaren Planeten.

Vieles über No Man’s Sky ist noch nicht bekannt. Dafür aber sehr Vielversprechendes. In einer Science Fiction Welt fliegen die Spielenden mit ihren Raumschiffen durch ein Universum, das scheinbar kein Ende hat. Jeder Planet, jeder Stern und jedes Objekt ist frei erkundbar – ein echter Sandbox Titel wie Minecraft oder Starbound also. Im Unterschied zu den Pixelbestsellern sieht die Umgebung der Hello Games Entwickler allerdings sehr viel realistischer aus. Exotisches Terrain, bunte Pflanzen, phantasievolle Tiere und aufwendig animierte Lichteffekte erwecken die Umgebung zum Leben, die in der First Person Perspektive zu erkunden ist. Jeder Planet, jedes Lebewesen jede Oberfläche ist einzigartig und wurde von einem Computer zufallsgeneriert.

Die Spielenden können im eigenen Raumschiff grenzenlos durch das Universum fliegen.
Hauptziel ist, das Zentrum der Galaxie zu erreichen. Dabei müssen Ressourcen gesammelt und gegen bessere Raumschiffe und Equipment gehandelt werden. Spielweise und Fortschrittsgeschwindigkeit werden freigestellt. Man kann sich selbst aussuchen, wie viel Zeit man auf einem Planet verbringt, wie lange man durchs Weltall schwebt oder mit wem. Gespielt werden kann alleine oder in der Gruppe, Fraktionen gibt es nicht. Angekündigt sind vielfältige Gefahren - konkrete Hindernisse oder Gegner wurden noch nicht genannt. Alle Auseinandersetzungen, Siege und Verluste haben bleibende Folgen, denn es gibt nur eine große Welt für alle Spielenden. Wurde beispielsweise ein Asteroid getroffen und zerspringt, fliegen seine Teile für immer herum.

Alles, was zu sehen ist, kann angeflogen werden. Sowohl der Strand im Vordergrund, als auch der Planet im Hintergrund.
Grundsätzlich könnte das Erkunden laut der Entwickler ewig ausgedehnt werden, denn dies würde bei einer Verweildauer von einer Sekunde auf 1019 Himmelsobjekten knapp 5 Milliarden Jahre dauern – das sind ungefähr 5,8 Millionen Menschenleben. Bis dahin wäre selbst die Sonne ausgebrannt. Da ist es auch nicht weiter schlimm, wenn Planeten auf der Map nach einem Besuch für alle Spielenden als öffentlich erkundet gelten, denn es wird lange Zeit dauern, bis wirklich jedes Objekt besucht wurde. Als Vergleichsgröße: Die Fans von League Of Legends, dem derzeit meist gespielten Game überhaupt, setzen jeden Monat 1,3 Millarden Spielstunden um.
Möglich wurde die immense Größe von ‚No Man’s Sky‘ durch den Wechsel von einem 32- auf ein 64 bit System, welches in der Lage ist, mit größeren Zahlen umzugehen.

Die Entwickler haben sich bei der Gestaltung der Planeten viel Mühe gegeben. Die Anzahl und Art der Tiere und Pflanzen wurde jedoch zum größten Teil Computer generiert.
Open World Titel und Sandbox Spiele scheinen im Trend zu liegen. Freies Erkunden, große, zufallsgenerierte Welten und damit ein Gameplay ohne definiertes Spielende - welche Veränderung bringt dies im Spielverhalten und bei den Spielzeiten mit sich? Wir bleiben dran.

Weiterführende Links

Kategorie Independent Games auf spielbar.de
Spielebesprechung zu Minecraft auf spielbar.de
Valerie Quade
Dieser Artikel wurde verfasst von:

Bildnachweis

[1]Hello Games[2]Hello Games[3]Hello Games

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