The Next Level:

Ein Kurzfilm zum Nachdenken

19.04.2013
„The Next Level “ ist eher ein Fragment aus dem Leben als ein belehrender Film über Computerspielsucht. In knapp 10 Minuten taucht der Kurzfilm in die Traum- und Gedankenwelt dreier Gamer ein und zeigt den Kontrast zwischen heldenhaftem Spielen und nüchternem Schulalltag.

Eine Lateinstunde an einem grauen Tag gehört auch für die Protagonisten im Film „The Next Level“ nicht zu den spannendsten Dingen. Müde und etwas blass sehen die drei Jungen aus, als die Pausenglocke den Schultag beendet und sie sich auf den Heimweg machen. Der Weg führt sie zurück an ihren Computer, zu ihrem Hobby. Im Spiel treffen sie Freunde und spielen gemeinsam mit ihnen bis spät in die Nacht. Doch Unsicherheiten bleiben:
„Manchmal hab’ ich so’n Gefühl, da is noch was anderes. Da muss noch was anderes sein. Ich weiß, dass es das gibt.“

Die Diskussion um Computerspielsucht ist ein aktuelles Thema, das Pädagogen, Eltern und Spielende gleichermaßen berührt. Die besondere Faszination, die Spiele ausüben können, ist für Außenstehende allerdings nur schwer ersichtlich. Der Kurzfilm „The Next Level“ versucht die Perspektive von Gamern mit einer exzessiven Spielnutzung einzufangen, ohne dabei verurteilend oder belehrend zu sein. Die Gedankenwelt der Spielenden und deren unausgesprochene Wünsche stehen im Mittelpunkt.

Da der Film das Geschehene unkommentiert lässt, eröffnet er gleichzeitig viel Raum für verschiedene Interpretationen. Es werden weder Antworten darauf gegeben, wie man problematische Spielweisen erkennt, noch weiterführende Fragen gestellt. Diese können und sollen von den Zuschauerinnen und Zuschauern kommen. In seiner Kürze bietet sich „The Next Level“ gleichsam für den Unterricht, wie auch für Elternabende oder außerschulische Jugendarbeit als Diskussionsgrundlage an. Auf der DVD findet man weiteres Material als Ideenfundus und Hilfestellung für die Arbeit mit dem Film.

Über den Film

„The Next Level“ entstand 2010 im Rahmen eines Theaterprojekts mit Schülern der 9. bis 13. Klasse am Gymnasium am Oelberg in Königswinter-Oberpleis, nahe Bonn. Regie führte Lisa Wagner. In Auftrag gegeben wurde der Film vom Institut Spielraum der FH Köln.

Weblink

Institut Spielraum der FH Köln
Christian Knop
Dieser Artikel wurde verfasst von:

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