Games und Kompetenzen

Was wir lernen, wenn wir spielen (1)

07.09.2012
Oft wird behauptet: beim Computerspielen kann man auch viel lernen! Was genau, ist dabei aber nicht immer offensichtlich. Die spielbar-Redaktion hat bekannte Thesen zum Thema Games und Kompetenzen gesammelt. Teil eins einer subjektiver Auswahl mit der Bitte um Ergänzungen.


Viele Gamer berichten, dass Spielen immer auch mit Lernen verbunden ist. Was man wirklich in welchem Kontext lernt, hat die Wissenschaft aber noch keineswegs endgültig geklärt. Hier eine subjektive Auswahl in sechs Thesen, was man Computerspielen an kompetenzförderlichen Aspekten nachsagt. Unsere Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir freuen uns daher über Ergänzungen und andere Meinungen im Kommentarfeld!

Gamer lernen, sich über ein komplexes Themenfeld zu informieren, es zu organisieren und zu bewerten


Durch den stetig wachsenden Spielemarkt stellt die Spielauswahl für viele Spielende eine große Herausforderung dar. Es geht dabei nicht nur um die Kenntnis der einzelnen Titel, sondern auch um Genre

-Kunde und nicht zu letzt die Entscheidung „Für welches Spiel will ich mein Geld ausgeben?“. Die sich in dieser Angebotsvielfalt orientieren zu können, müssen sich Gamer informieren und eine eigene Meinung herausbilden.


Gamer erlernen den Umgang mit moderner Hardware


Ob Gamepad

, Joystick, Tastatur, Maus, Touchscreen oder die Gestensteuerung von Bewegungsspielen – in allen Fällen muss eine mehr oder weniger komplexe Steuerung erlernt und verinnerlicht werden, um erfolgreich zu sein. Darüber hinaus erfordern aktuelle PC-Titel oftmals auch moderne Hardware, die Gamer nach ihren Bedürfnissen selbst aussuchen und zusammenstellen.


Gamer entwickeln Toleranz und sind in der Lage sich in ihr Gegenüber hinein zu versetzen


Im heimischen Kinder- oder Wohnzimmer aber auch online begegnen Spielende einander. Beim gemeinsamen Spielen mit- und gegeneinander (egal ob on- oder offline) kommt es auf Toleranz und Empathie an, um den Spielspaß zu gewährleisten. Fähigkeiten, die auch außerhalb von Spielen im Umgang mit anderen Menschen relevant sind.


Gamer lernen sich in Gruppen einzufügen und übernehmen dort Verantwortung


Insbesondere in MMORPGs und im E-Sport

finden sich mehrere Spielende zu Gilden oder Teams zusammen, in denen Zuverlässigkeit und zwischenmenschliche Etikette hoch geschätzt werden. Hier gilt es, sich an aufgestellte Regeln zu halten und seinen Platz in einer Gruppe zu finden. Wenn Spielende gar eine Führungsposition in einer virtuellen Gemeinschaft innehaben, kommen oftmals weitere Aufgaben hinzu.


Gamer beziehen Stellung zu gesellschaftlich-ethischen Fragestellungen


Gamer diskutieren in der Community

nicht nur Gameplay -Elemente, sondern thematisieren auch jugendschutzrelevante und rechtliche Inhalte. Dies gilt insbesondere für die Themen, die Einschränkungen für die meist jugendlichen Spielenden mit sich bringen. Die Fähigkeit sich konstruktiv in Diskussionsprozesse einzubringen und Stellung zu beziehen, ist darüber hinaus auch im Alltag hilfreich.


Gamer nutzen Spiele als Inspiration für Poesie, visuelle Kunst, handwerkliche Arbeit und vieles mehr


Da Spiele selbst kreative Werke sind, können sie mit ihren Geschichten und Charakteren auch inspirierend wirken: Ob Cosplay-Kostüme nähen, eigene Spiele oder Mods kreieren, Machinimas, Fan-Filme oder -Songs erstellen – dem Schaffensdrang von Spielerinnen und Spielern sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Auf diesem Wege eignen sich Spielende ein umfangreiches Repertoire an Fähigkeiten an – ohne selbst zu spielen.



Weiterführende Links

Und der Fan sagte, es werde Spiel

spielbar-Interviewsserie „Ein Tag im Leben…“
Christian Knop
Dieser Artikel wurde verfasst von:

1 Kommentar

Games und Kompetenzen” – spielbar.de « E schreibt:

[...] http://www.spielbar.de/neu/2012/08/games-und-kompetenzen-teil-1-was-wir-lernen-wenn-wir-spielen/ Share this:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. [...]

08.01.2013 um 12:50


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