spielbar-Jugendredaktion

Angespielt: Starcraft II: Heart of the Swarm

19.08.2012
Starcraft II ist eines der großen Aushängeschilder des internationalen eSports. Unsere Jugendredakteure waren am gamescom-Stand von Activision Blizzard und haben das bald erscheinende Add-on Heart of the Swarm angespielt. Über Neuerungen und mögliche Zukunftsperspektiven des Spiels.


Wie zu erwarten sind die Stände von Activision Blizzard auf der Gamescom diejenigen, um die sich die größten Menschentrauben bilden. Neben Diablo 3 und dem World of Warcraft Addon Mists of Pandaria präsentieren die Entwickler aus Kalifornien vor allem das Echtzeitstrategiespiel Starcraft II: Heart of the Swarm. Das Spiel wird als Erweiterung zu dem 2010 veröffentlichtem Starcraft II: Wings of Liberty erscheinen und den Fans der Reihe sowohl eine 20 Missionen lange Kampagne als auch viele Neuerungen im Multiplayer bieten. Es stehen nach wie vor die drei Rassen Zerg, Terraner und Protoss zur Verfügung.

Die Kampagne wird sich hauptsächlich mit dem Schicksal von Sarah Kerrigan, bekannt als die Königin der Klingen aus Wings of Liberty beschäftigen. Sinngemäß bilden somit nicht die Terraner, sondern diesmal die Zerg das Grundgerüst der Kampagne. Die Spielenden werden die Möglichkeit haben, den so genannten Schwarm, der alle Zerg zusammenfasst, sowie die Fähigkeiten von Kerrigan selber nach ihren Wünschen und Vorstellungen anzupassen.

Auf der Gamescom 2011 konnte Starcraft II: Heart of the Swarm bereits angetestet werden, es standen zwei Missionen der Kampagne zur Verfügung. Dieses Jahr steht allerdings der Multiplayer im Mittelpunkt. Starcraft Fans haben hier die Möglichkeit, alle drei Rassen des Spiels entweder gegen einen Computergegner, oder gegen andere Spielende zu testen und die vorher groß angekündigten neuen Einheiten der Rassen selbst auszuprobieren. Als Gegenleistung für stundenlanges Warten in der Schlange gab es dann 20 Minuten Spielzeit. Im folgenden möchten wir auf die wichtigsten Neuerungen eingehen.

Protoss:

Das Oracle ist eine neue Lufteinheit, die drei interessante Fähigkeiten besitzt. Zum Einen können die Spielenden mit dem Oracle Mineralienfelder des Gegners für dessen Arbeiter unzugänglich machen und somit das Einkommen der Gegner erheblich verringern. Des Weiteren besitzt das Oracle die Fähigkeit die eigenen Einheiten, die sich in der Nähe befinden für 60 Sekunden tarnen zu können. Die dritte Fähigkeit des Oracle ermöglicht es den Spielenden ein Gebäude des Gegners und dessen Sichtradius für zwei Minuten sichtbar zu machen.

Eine weitere neue Lufteinheit der Protoss ist der Tempest. Die Einheit hat einen sehr großen Angriffsradius, der durch ein Upgrade auch noch vergrößert werden kann. Der Tempest schießt relativ langsam, dafür verursachen die Schüsse jedoch viel und, was nicht zu verachten ist, Flächenschaden. Wenn also viele Einheiten des Gegners auf einem Haufen stehen, kann man mit dem Tempest sehr viel Schaden verursachen. Für diese zwei neuen Lufteinheiten musste der Träger aus dem Spiel weichen.

Um ein Mutterschiff bauen zu können, muss in Starcraft II: Heart of the Swarm erst der Nexus in einen Mutterschiff-Nexus ausgebaut werden, mit den es dann die Möglichkeit eines Massen-Rückrufs gibt. Mit einem weiteren Upgrade kann dann das Mutterschiff vom Nexus abkoppelt werden. Das Mutterschiff übernimmt dann die Massen-Rückruf Fähigkeit des Nexus und bekommt zusätzlich die Fähigkeit einen Vortex zu erzeugen. In Heart of the Swarm sind die Einheiten unter dem Mutterschiff nicht mehr getarnt.

Zerg:

Die Zerg werden ebenfalls mit einer neuen Lufteinheit ausgestattet. Der Viper wird die Fähigkeit besitzen, einzelne Einheiten des Gegners an sich heranzuziehen. Somit können beispielsweise starke Einheiten des Gegners aus der gegnerischen Arme in Reichweite der eigenen Armee gezogen werden. Dazu wird der Viper die Möglichkeit haben eigene Einheiten zu heilen.

Eine weitere neue Einheit der Zerg wird der Schwarmwirt sein. Diese Einheit wird keine eigene Angriffsfähigkeit haben, kann aber im eingegrabenen Zustand kleine Einheiten erzeugen, die dann die Gegner angreifen können. Die vom Schwarmwirt erzeugten Einheiten können gut genutzt werden, um den Gegner zu belagern und auch um die ersten Schüsse der gegnerischen Armee von den Einheiten abzulenken, für die man Mineralien und Gas ausgegeben hat.

Die Zerg bekommen auch ein neues Upgrade für die Hydralisken, mit dem die Bewegungsgeschwindigkeit der Hydralisken, die sich nicht gerade auf Kriecher bewegen um 50% erhöht wird.

Auch bei den Zerg wurde eine Einheit entfernt. Es wird nun nicht mehr möglich sein, Overlords in Overseer zu verwandeln. Die Detektorfähigkeit, die getarnte gegnerische Einheiten aufdeckt, besitzt nun der Viper.

Terraner:

Die neuen Einheiten der Terraner sind allesamt in der Fabrik zu finden. Komplett neue Einheiten sind der Warhound und die Widow Mine. Der Warhound kann Luft- und Bodeneinheiten angreifen und besitzt noch einen speziellen Angriff gegen Bodeneinheiten, die gegen mechanische Einheiten Extraschaden verursacht.

Die Widow Mine ist, wie der Name schon sagt, eine Mine. Sie kann frei auf der Karte bewegt und eingegraben werden. Es ist auch möglich die Mine wieder auszugraben und an anderer Stelle neu zu platzieren. Bewegt sich eine gegnerische Einheit in den Radius der Widow Mine, so wird die Mine aktiviert. Nach kurzer Zeit explodiert sie und fügt allen gegnerischen Einheiten in einem gewissen Radius Schaden zu.

Eine Einheit, die zwar nicht neu ist, aber deutlich verändert wurde ist der Hellion. Neben dem aus Starcraft II: Wings of Liberty bekannten fahrenden Modus, kann der Hellion nun in einen laufenden Modus transformiert werden. Im Laufmodus bekommt der Hellion einen neuen Flammenangriff, der Flächenschaden verursacht. Der Hellion im fahrenden Modus entspricht dem alten Hellion.

Die Terraner bekommen auch ein neues Upgrade für die Rächer, das Ihnen ermöglicht Lebenspunkte zu regenerieren, wenn sie gerade nicht an einem Kampf teilnehmen.

Wir gehen davon aus, dass noch weitere Neuerungen und Veränderungen an Einheiten vorgenommen wurden. Leider war die Spielzeit auf 20 Minuten begrenzt, sodass wir nicht noch weiter nach Neuerungen suchen konnten.

Wir finden es interessant, dass Blizzard mit der kommenden Starcraft–Erweiterung auch neue Einheiten für den Multiplayer veröffentlicht. Denn aus strategischer Sicht ist Starcraft 2: Wings of Liberty noch lange nicht ausgereizt, obwohl dieses schon seit mehr als zwei Jahren auf dem Markt ist. Sehr gut erkennbar ist dies an der Spielweise der professionellen eSportler. Deren Spielstil mit ihren bevorzugten Rassen ändert sich fast monatlich, es gibt immer neue Ideen, wie Einheiten eingesetzt werden können. Es kann also von einer andauernden Entwicklung des Spiels gesprochen werden. Diese wird mit dem kommenden Addon weiter vorangetrieben und wir sind uns sicher, dass die neuen Einheiten in Heart of the Swarm noch mehr Vielfalt und vor allem strategische Tiefe in den Multiplayer von Starcraft II bringen werden.
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1 Kommentar

total-verpLANt auf der gamescom 2012 | schreibt:

[...] und Offline-Events interviewt. Dieses Jahr wollten Martin und ich jedoch mehr ins Detail gehen und haben uns auf das neue Starcraft Addon Heart of the Swarm und deren Bedeutung für den eSports k... .gallery-item {width: 25%;} [...]

10.09.2012 um 17:45


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