Kluger Kopf durch Games

18.06.2012
Zwischen Skepsis und Akzeptanz: Computerspiele fördern komplexe Denkprozesse in vielfältiger Weise? Während ältere Menschen der Aussage „Spielen macht schlau!“ eher distanziert gegenüberstehen, findet sie bei jüngeren Deutschen laut einer aktuellen BITKOM-Studie großen Zuspruch.

Am 04. Juni wurde eine neue Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (kurz: BITKOM) vorgestellt. Im Mittelpunkt standen hierbei die Lernmöglichkeiten, die in Spielen schlummern. Abseits von Lernspielen und Serious Games erwerben Spielende beim zocken zahlreiche andere Kompetenzen – zumindest wenn man den 1004 Befragten folgt:
Rund 40% waren der Meinung, dass Computerspiele Geschicklichkeit und Denkvermögen fördern. Bei den 14- bis 29-jährigen waren es sogar 77%.

In fast jedem Genre gibt es diverse Aufgaben zu erfüllen und bestimmte Spielabläufe zu koordinieren. Die verschiedenen Anforderungen sind dabei oftmals breit gefächert. Nicht nur die Hand-Auge-Koordination, auch der umfassende Überblick über das Spielfeld (sei es ein Shooter, Brett- oder ein Strategiespiel ) und das intuitive und schnelle Entwickeln von Problemlösungen zeichnen erfahrene Gamer aus. Dabei schrecken sie auch vor komplexen Problemen nicht zurück.
34% aller Befragten sehen in Games eine gute Möglichkeit, um vom Alltag zu entspannen.

34% aller Befragten sehen in Games eine gute Möglichkeit, um vom Alltag zu entspannen, hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands sind das rund 28 Millionen. Fast ebenso viele spielen in ihrer Freizeit. Besonders die unter 29-jähringen sind hier aktiv spielend unterwegs (60%). Bei den Älteren sieht das anders aus: Lediglich 20% der 50- bis 64-jähringen sehen Computerspiele als sinnvolle Freizeitbeschäftigung an und stellen sie auf eine gleiche Stufe mit Sport und anderen Hobbies. In der Generation 65+ hält jeder Dritte Computerspiele für Zeitverschwendung. Gerade Ältere stehen Computerspielen eher skeptisch gegenüber. Im Gegensatz dazu sieht die jüngere Generation in Games tendenziell eine Bereicherung ihres Alltags.

Weiterführender Link

Beitrag von Constance Steinkuehler bei Clash of Realities 2012

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Pressemitteilung zur Studie bei BITKOM

2 Kommentare

Lesenswert #36: Grundgesetz für Gamer, Trainingsspiele und schreibt:

[...] als Training fürs Hirn. Ein Artikel auf spielbar.de befasst sich mit der Möglichkeit durch das Spielen verschiedene kognitive Fähigkeiten zu [...]

24.06.2012 um 14:32
Lesenswert #36: Grundgesetz, Trainingsspiele und Spielkuns schreibt:

[...] als Training fürs Hirn. Ein Artikel auf spielbar.de befasst sich mit der Möglichkeit durch das Spielen verschiedene kognitive Fähigkeiten zu [...]

15.07.2012 um 12:40


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