Das Festival zum kreativen Computerspielen

Das war play11 in Potsdam

09.11.2011
Vom 3.-5. November lud die Initiative Creative Gaming zu play11, dem Festival für kreatives Computerspielen, nach Potsdam. Das bunte Programm zum Ausprobieren, Mitmachen und Lernen lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher. spielbar war mittendrin. Hier ein kurzer Rückblick.


Es waren drei Tage voller Aktionen, Workshops, Kunstinstallationen und Kurzinputs. Drei Tage, in denen Schülerinnen und Schüler, Pädagogen, Eltern und andere Interessierte Eindrücke in die vielfältigen kreativen Möglichkeiten mit und um Computerspiele erhielten.

Ausstellungsstücke zum Anfassen

Der Ausstellungsbereich machte durch seine ausgefallenen Spiel-Installationen unabhängiger Spieleentwickler auf sich aufmerksam. Ein Highlight dabei war Pong Invaders Reality. Verantwortlich für Idee und Umsetzung der Installation ist Tobias Othmar Hermann, der bereits bei play10 mit seinem Milky Boat für erstaunte Blicke sorgte. Pong Invaders Reality fiel nicht nur optisch auf, sondern auch durch seine pfiffige Idee, eine Kombination aus sportlicher Herausforderung in Form von realem Ping Pong und virtuellem Space Invaders. Ziel ist es, mithilfe von Tischtennisbällen die auf einer senkrechten Platte projizierten Space Invaders zu treffen. Diese haben es auf vier virtuelle Tischtenniskellen abgesehen, die sich am unteren Plattenrand befinden. Werden alle vier Kellen von den Space Invaders verschleppt, ist das Spiel verloren.



Auch das Spiel B.U.T.T.O.N. (Brutally Unfair Tactics Totally OK Now) vom Copenhagen Game Collective sorgte für Aufsehen im Ausstellungsbereich der play11. Bis zu acht Spielende treten in dem Independent Game gegeneinander an. Ihr Eingabegerät ist ein Controller. Auf einem Bildschirm werden Anweisungen gegeben, denen es Folge zu leisten gilt, wie „Lege den Controller nieder!“, „Gehe fünf Schritte zurück!“ und „Bewege dich wie ein Roboter“. Anschließend zählt das Spiel von drei rückwärts herunter und gibt letztendlich Preis, wie man die entsprechende Runde gewinnen kann. Die Spielenden stürzen zu ihren Controllern und versuchen zu gewinnen. Mal gewinnt beispielsweise, wer den Knopf auf dem Controller fünf Sekunden lang gedrückt hält, ein anderes Mal muss man den Knopf eines Gegenspielenden drücken.



Produktiv werden in der Werkstatt

Waren die Werkstattstationen am Donnerstag und Freitag noch hauptsächlich angemeldeten Schulgruppen vorbehalten, öffneten sie am Samstag für die interessierte Öffentlichkeit. Unter medienpädagogischer Betreuung wurden hier unter anderem fleißig eigene Spiele produziert, Machinimas gedreht und fantasievolle Gebäude in Minecraft gebaut. An der spielbar-Station konnten verschiedene Computer- und Konsolenspiele, wie beispielsweise Go Vacation, Edna bricht aus, Sports Champions oder Portal 2 getestet und bewertet werden. Die Testergebnisse wurden anschließend in Form von Kommentaren zu den getesteten Spielen auf spielbar.de veröffentlich.

In der Kürze liegt die Würze…

… hieß das Motto der Bühnenpräsentationen. Hier wurden täglich die Ergebnisse aus den einzelnen Workshops der play11 präsentiert. In 15-minütigen Kurz-Inputs berichteten außerdem Expertinnen und Experten der Spieleentwicklung und Medienpädagogik aus ihrem Berufsalltag.









Bild: Präsentation spielbar.de
(c) outermedia

spielbar.de widmete sich den neuen Herausforderungen der Medienpädagogik, die mit neuen Spieletrends einhergehen. Am speziellen Beispiel von The Sims Social wurde exemplarisch ein Tag im Leben eines Social Gamers dargestellt und anhand dessen zu beachtende Punkte im Zusammenhang mit Computerspielen im Internet, konkret innerhalb von Sozialen Netzwerken, herausgestellt.

Tüfteln im Labor

Das Labor war auch in diesem Jahr der experimentellste Teil des play11-Festivals. Expertinnen und Experten aus Theater, Puppenspiel, Medienpädagogik, Film und Medienkunst untersuchten die Möglichkeiten der Übertragung des digitalen Spiels in die reale Welt und umgekehrt. Dabei machten sie sich das Prinzip der Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 zu Nutze. Zum Abschluss der play11 erfolgte eine Vorführung der Ergebnisse in Form eines virtuellen Theaterstücks unter Einbeziehung des Publikums.

Über play11

play11 ist eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e.V. in Kooperation mit spielbar.de, der interaktiven Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Computerspiele und AMAZE. Finanziert aus Mitteln des medienboard berlin brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Bahnhofspassagen Potsdam.

Weiterführender Link

play in Potsdam

Weblinks

B.U.T.T.O.N

Blog von Creative Gaming

1 Kommentar

Anne Sauer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Die Präsentation zum 15-minütigen spielbar-Input kann ab sofort auch online angeschaut werden.
Neben allgemeinen Informationen zu spielbar.de wird innerhalb der Präsentation auch auf Herausforderungen eingegangen, die mit dem Trend der Onlinespiele, speziell der Social Games, einhergehen: fehlende Alterskennzeichnungen, Werbung, Micropayment etc.

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15.03.2012 um 11:47


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