spielbar-Jugendredaktion

Bewegungssteuerung – Verschenktes Potenzial?!

19.08.2011
Auf der diesjährigen gamescom präsentierten Sony und Microsoft tausenden Besuchern neue Spiele für die bewegungssensitiven Systeme „Move“ und „Kinect“. Wie schon bei der bereits bekannten Wii von Nintendo werden die Bewegungen des Spielers in das Spiel übertragen. Sebastian und Marcel haben sich ein Bild gemacht.


Bild: Auf der gamescom wurden zahlreiche neue Bewegungsspiele vorgestellt

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Prinzipiell sind sie alle ähnlich aufgebaut: Ein Bewegungssensor nimmt die Bewegungen des Spielers meist mit Hilfe eines Controllers auf. Lediglich „Kinect“ für die von Microsoft entwickelte „Xbox “ kann auf einen Controller komplett verzichten.
Durch eben diese technische Entwicklung gelingt es dem Spieler direkt durch seine eigenen Bewegungen in das Spiel einzutauchen, anstatt verschiedene Knöpfe auf einem Joypad zu drücken. Jede einzelne Bewegung wird sofort auf die Spielfigur übertragen und lässt den Spieler mit seiner Figur eins werden. Seine Körperbewegungen entscheiden nun über das Weiterkommen im Spielverlauf oder das möglichst erfolgreiche Absolvieren eines Levels, anstelle von möglichst korrekten Tastenkombinationen.

Jedoch kann bei Spielen mit Bewegungssteuerung von „entspanntem“ Spielen nicht die Rede sein. Statt locker mit dem Controller in der Hand auf der Couch liegend, steht man nun beispielsweise hüpfend oder mit den Armen fuchtelnd und rudernd vor dem Fernseher. Es heißt zwar immer, dass sich Deutschland mehr bewegen solle, aber viele Spieler bevorzugen die ruhigere Variante.
Auch die Auswahl an Spielen kann den Spieler noch nicht ganz befriedigen. Es mangelt noch an einer Auswahl anspruchsvollerer Titel, die eine durchdachte Story aufweisen. Selbst auf der gamescom wurden von Sony und Microsoft ihre Bewegungssteuerung nur mit Minispielen präsentiert, in denen man z.B. Roboter zusammenbaute, Dart spielte oder - ganz angesagt - tanzte. Zwar versuchen auch Spiele „Batman – Arkham City“ oder „Tom Clancy‘s Ghost Recon Future Soldier“ die „Kinect“-Steuerung in das Spiel einzubauen, doch ist diese noch an vielen Stellen verbesserbar.

Im Ganzen sind die Bewegungssteuerungen eine gute Abwechslung zum Spielen mit dem „normalen“ Controller, da der Spieler zum Teil des Spiels wird und selbst entscheiden und bewegen kann. Doch erfahrene und herausfordernde Spieler greifen wohl trotz der innovativen Technik wohl eher zum Altbewährten und würden sich höchstens auf der nächsten Geburtstagsfete eine Runde „Move“ oder „Kinect“ gönnen.

Weiterführender Link

Neue Controller für neues Gaming
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