JIM-Studie 2010

Was Jugendliche spielen

10.01.2011
Die JIM-Studie liefert jährlich verlässliche Daten zur Mediennutzung Jugendlicher. Die Beliebtheit von Computerspielen ist demnach ungebrochen, insbesondere die von Online-Spielen. Viele Jugendliche spielen außerdem Computerspiele, für die sie eigentlich zu jung sind.


Geht es um die Mediennutzung von Jugendlichen, so finden sich in der öffentlichen Diskussion neben sozialen Netzwerken vor allem Computerspiele im Fokus. Dass Computerspiele einen sehr hohen Stellenwert in der Alltags- und Freizeitgestaltung der Jugendlichen einnehmen, steht dabei außer Frage. Die JIM-Studie liefert mit ihren jährlichen Erhebungen die passenden Zahlen. Bemerkenswert ist, dass lediglich sieben Prozent der 12- bis 19-jährigen Jungen angeben, überhaupt nicht zu spielen. 34 Prozent spielen dagegen regelmäßig, das heißt täglich oder mehrmals die Woche. Bei den Mädchen liegt der Anteil der Nichtspielerinnen mit 31 Prozent deutlich höher, nur acht Prozent von ihnen spielen regelmäßig.







Spiele-Optionen ( mpfs.de)

Betrachtet man nur die Gruppe der Spielenden, also der Jugendlichen, die zumindest gelegentlich Computerspiele nutzen, so genießen Multi-User-Online-Spiele im Alltag die höchste Priorität. 46 Prozent der Spielenden geben hier an, regelmäßig zu spielen. Offline-Computerspiele verlieren dagegen gegenüber den Vorjahren deutlich an Bedeutung. Interessant ist zudem die Tatsache, dass der Anteil derjenigen, die sich aus der Spielwelt zurückziehen, mit zunehmendem Alter steigt. Bei den 18- und 19-jährigen macht die Gruppe der Nicht-Spielenden immerhin 30 Prozent aus.







Gewalthaltige Spiele im
Freundeskreis (mpfs.de)

Wie schon die JIM-Studie 2009 stellte auch die aktuelle Erhebung die Frage nach Computerspielen, die die Jugendlichen „selbst als besonders brutal bzw. gewalthaltig“ einstufen. 63 Prozent der Befragten kommen zu der Einschätzung, dass im Freundeskreis gewalthaltige Computerspiele genutzt werden. Dagegen geben nur 36 Prozent an, auch selbst solche Computerspiele zu spielen. Im Geschlechtervergleich zeigen Jungen dabei eine deutlich höhere Affinität gegenüber gewalthaltigen Computerspielen. Fast vier Fünftel nehmen sie im Freundeskreis wahr, über die Hälfte spielt selbst.

Die JIM-Studie 2010 fragte darüber hinaus nach den bei Jugendlichen beliebtesten Spielen und differenzierte die Ergebnisse nach Altersgruppen und Schulform. Insgesamt am häufigsten wurden hier die Spielreihen FIFA (18 Prozent), Die Sims(16 Prozent) sowie Need for Speed (neun Prozent) genannt. Hinzu kommen Computerspiele der Reihen Grand Theft Auto (neun Prozent) und Call of Duty (acht Prozent), für die der Großteil der Befragten hinsichtlich der Altersfreigabe noch zu jung ist. Besonders beliebt sind die beiden letztgenannten an Hauptschulen. Dort nannten 14 Prozent Grand Theft Auto, 13 Prozent Call of Duty.

Über die JIM-Studie

Die JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-)Media ist eine als Langzeitstudie konzipierte Untersuchung zur Mediennutzung der 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Seit 1998 wird sie jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (MPFS) herausgegeben. Die Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie beziehen sich auf eine repräsentative Stichprobe von rund 1.200 Jugendlichen, die 2010 telefonisch befragt wurden.

Schwerpunkte werden innerhalb der Studie unter anderem auf die Bereiche Musik, Bücher, Fernsehen, Radio und Handy gesetzt. Seit letztem Jahr ist auch das Thema Computerspiele fester Bestandteil innerhalb der Studie.

Die komplette JIM-Studie kann unter www.mpfs.de kostenlos herunter geladen werden.

Weiterführende Links

Onlinespiele

Bücher & Materialien

JIM-Studie 2009

Weblink

Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest

2 Kommentare

Buchi schreibt:

wasn das fürn müll?

06.11.2015 um 09:09
Anne Sauer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Hallo Buchi, worauf genau bezieht sich deine Frage?

LG Anne

06.11.2015 um 10:23


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