Virtuelle Helden der Popkultur

03.07.2009
Stars sind immer echte Menschen? Falsch! Auch programmierte Wesen haben das Zeug dazu, echte Berühmtheiten zu werden. Die Hauptfiguren einiger Computerspiele liefern den Beweis dafür.

 




Super Mario ist überall! Er lässt weltweit die Herzen der Spielenden höher schlagen, war auf Kinoleinwänden und im Abendprogramm zu sehen. Sein Antlitz ziert T-Shirts, Mützen oder Buttons. Er findet sich in Comics wieder, ihn gibt es als Plüschfigur, Schlüsselanhänger und sogar als Nachttischlampe. Doch wie kommt das? Wie kann eine virtuelle Figur, ein Konstrukt von Spieldesigner und Programmierern, solchen Ruhm erlangen und sich im Gedächtnis ganzer Generationen festsetzen?











Die Fans waren nicht begeistert als in Metal Gear Solid 2 die Hauptfigur Solid Snake durch den femininen Raiden ersetzt wurde.

Computerspiele leben von ihren Helden. Diese sind die virtuelle Stellvertretung der Spielenden. Sie geben ihnen die Möglichkeit, vom eigenen Selbst losgelöst, andere Rollen und neue Perspektiven einzunehmen. Mit ihnen kann man Dinge tun, die man im echten Leben nicht machen könnte oder würde. Und dafür ist man ihnen dankbar. Man stellt sich beispielsweise Heerscharen von Monstern entgegen, springt mutig über tiefe Abgründe, wird zum Piloten, Raumfahrer oder Superhelden. Man rettet Planeten und Prinzessinnen, deckt Verschwörungen auf oder wird zum Reisenden in fremden Welten.








Pac-Man hat als erste virtuelle Berühmtheit Geschichte gemacht.

Theoretisch ist alles möglich. Die Hauptfigur des Spieles ist der Schlüssel dazu. Sie fungiert als Sympathieträger und führt durch das Spiel. Sind ihr Aussehen, ihr Charakter und ihre Geschichte glaubhaft, gelingt die Identifikation und man lässt sich auf die Handlung ein. Die Protagonisten sind wesentlich für den Erfolg eines Spielkonzeptes und oft die erste Assoziation bei dem Gedanke an ein bestimmtes Spiel. Man erinnert sich gerne an die Zeit, die man mit ihnen verbrachte.








Computerspiele bringen viele weibliche Superstars hervor. Lara Croft ist an der Spitze.

Und spätestens an diesem Punkt wird klar, dass die virtuellen Helden mehr sein können, als nur steuerbare Pixelkombinationen oder das notwendige Mittel um die Spielenden durch einzelne Level zu führen. Sie sind Marken, dienen als Zuordnungs- und Qualitätsmerkmal. Denn Spielfiguren werden wiedererkannt. So wird mit ihnen auch auf Verpackungen und Plakaten geworben. Sie sind die Aushängeschilder der Spiele oder manchmal sogar die virtuellen Repräsentanten ganzer Unternehmen.









Link aus Zelda hatte auch einige Gastrollen in anderen Games. Die meisten  Spielenden kennen ihn.




Natürlich genießt nicht jeder Protagonist solch einen Status. Manche „Helden“ sind nur Eintagsfliegen und schnell wieder vergessen. Dann gibt es solche, die im Kreis der Spielenden einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und schließlich sind da die richtigen Ikonen, die A-Prominenz der Spielfiguren. So gut wie jeder, egal ob aktiv spielend oder nicht, erkennt sie und weiß sie einzuordnen. Sie locken Menschen vor Konsolen , Computer und Fernsehbildschirme, in Foren oder Kinosäle. Sie werden in Liedern besungen und von Künstlern gemalt. Und genau das macht sie zu Helden der Popkultur.




Weiterführende Links

The Legend of Zelda

Super Mario Galaxy

Tom Raider: Anniversary

Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots

Weblink

MTV Access All Areas - Digital Hereos (Videos)
Torsten Bachem
Dieser Artikel wurde verfasst von:

1 Kommentar

» Bereits im Kindesalter schick vom Scheitel bis zur schreibt:

[…] entscheiden, welches Angebot eines anderen Onlineshops das jeweils passende ist. Somit spielen die „virtuellen Helden“ (in Sachen Schuhe) eher eine Vermittlerrolle. In Zeiten des stark vernetzten Internets und der […]

30.04.2014 um 21:47


Schreib einen Kommentar

* Pflichtangaben