Die besten Indie-Games des Jahres

31.08.2009
Zum mittlerweile elften Mal fand in diesem Jahr in San Francisco das Independent Games Festival statt. Dort wurden erneut die besten Indie-Games ausgezeichnet. Wichtigstes Kriterium: Die Schöpfer sollten noch keinen Vertrag mit einem Publisher haben.
Am 25. März war es wieder soweit: die besten Indie-Games des Jahres wurden geehrt. Intention dieser Preisverleihung ist es, unbekannten Programmiererinnen und Programmierern sowie unabhängigen Entwicklerteams ein Forum zu geben, um ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Und das ist nicht nur für deren Karriere zuträglich: Auch in der teilweise angestaubten Spielelandschaft sorgt der Independent Games Award immer wieder für frischen Wind. Nicht von ungefähr erschienen einige der Gewinner-Spiele des letzten Jahres später als PC- oder Wii -Versionen und fanden regen Anklang. Denn oft sind es gerade die unbekannten und kleinen Projekte, die mit Witz und innovativen Ideen neue Trends setzen. Was für etablierte Spielehersteller ein unkalkulierbares Risiko darstellt, ist beim Independent Games Festival gefragt: der Mut zum Experimentieren!

Insgesamt lagen der Jury über 220 Einsendungen vor. In einer Vorauswahl wurden für jede der sechs Kategorien die fünf bemerkenswertesten Spiele herausgefiltert. In einem zweiten Durchgang wählte die Jury dann aus diesen Finalisten die besten Spiele in jeder Kategorie. Neu in diesem Jahr war die zusätzliche Rubrik Innovation, welche sich erfrischenden Spielideen widmete. Neben den sechs regulären Kategorien wurden zudem der Publikumspreis und ein Award für das beste Universitätsprojekt vergeben. Hierfür wurden nochmals 145 Spiele eingereicht. Mit Zeit2 schafften es auch drei Berliner Studenten unter die zehn Nominierten dieser Kategorie.

Der mit 30.000 Dollar dotierte Seumas McNally Grand Prize stellt den Hauptpreis des Independent Games Festival dar und zeichnet das Indie-Game des Jahres aus. Als Gewinner ging Blueberry Garden hervor. Dieses glänzt durch seine verspielte 2D Grafik und zeigt, dass keine aufwendig animierten Welten nötig sind, um zu gefallen. Auch die Geschichte wird allein durch das Spielgeschehen erzählt. Zwischensequenzen, Sprachausgabe oder Text kommen nicht zum Einsatz – ein Beweis dafür, dass weniger manchmal eben doch mehr ist.



Die Gewinner der einzelnen Kategorien:

- Blueberry Garden: Seumus McNally Grand Prize (Hauptpreis)

- Machinarium: Excellence in Visual Arts (innovative Grafik)

- BrainPipe: Excellence in Audio (innovativer Sound)

- Musaic Box: Excellence in Design (innovatives Spiel Design)

- Between: Innovation Award (innovative Spielidee)

- Cortex Command: Technical Excellence (technische Perfektion)

- Tag: The Power of Paint: Student Showcase (Universitätsprojekte)

- Cortex Command: GF Audience Award (Publikumspreis)

Eine Beschreibung aller nominierten Spiele findet sich hier.



Weiterführende Links

Independent Games als Ideenlieferanten

eine kleine Reise durch die alternative Szene der Spieleindustrie

Weblinks

Independent Games Festival
Torsten Bachem
Dieser Artikel wurde verfasst von:

1 Kommentar

Glanzstücke der Indieszene schreibt:

[...] Blueberry Garden, dem Gewinnerspiel der diesjährigen Independent Games Award, kommt vorerst besinnliche Stimmung auf. Den Spielenden präsentiert sich eine kunstvoll [...]

18.06.2009 um 15:34


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