gamePLAYtheater – eine real-virtuelle Theatervorstellung

27.04.2011
Im medien- und theaterpädagogischen Ferien-Workshop „gamePLAYtheater" konnten Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren eine Verbindung zwischen Computerspielen und Theater herstellen: sie schufen sich eine eigene virtuelle Welt, in der sie später agierten.


Ziel des Kooperationsprojektes von medien+bildung.com und dem Pfalztheater Kaiserslautern war eine Verknüpfung von computeranimierten Filmen mit einer Theateraufführung: Die jugendlichen Projektteilnehmer/-innen haben eine virtuelle Kulisse erschaffen, in der sie später als Schauspieler agieren konnten. Sie produzierten mithilfe eines Computerspiels Trickfilme (sog. „Machinimas"), die mit dem Geschehen auf der Bühne verknüpft wurden, so dass als Ergebnis eine real-virtuelle Theatervorstellung stand.

Aus medienpädagogischer Sicht war an diesem Projekt der Einsatz des Mediums „Computerspiel" als Kreativwerkzeug interessant. Mit dem Projekt bot sich die Chance, das kreative Potential von Computerspielen zu nutzen und die Ergebnisse mit der klassischen Hochkultur „Theater" zu verschmelzen. Beiden Disziplinen, den Games und dem Theater, ist schließlich das Element des Spielens zu Eigen, weshalb das Wort „play" auch einen zentralen Platz im Projektnamen einnimmt.

Für den Workshop wählten die Verantwortlichen ein Spiel aus, das sich zur Produktion von Animationsfilmen eignet. Das Programm „The Movies" (» Spielebeurteilung auf spielbar.de) ist eine Wirtschaftssimulation, in der der Spieler ein Filmstudio leitet, es bietet jedoch auch einen so genannten. „Sandkasten-Modus", in dem man direkt zur Filmproduktion übergehen kann. Hier lassen sich eigene Avatare kreieren, was den Jugendlichen die Möglichkeit bot, sich selbst als virtuelle Figuren zu erschaffen. Mit diesen Figuren wurden anschließend Animationsfilme erstellt und von den Jugendlichen nachvertont. Die Produktionen wurden später mit den Theaterszenen verknüpft, die die Jugendlichen im theaterpädagogischen Teil des Workshops erarbeitet haben.

Als Projektergebnis entstand ein Theaterstück unter dem Titel „Traumparty". Der Inhalt: Auf der Geburtstagsparty von Alice steht plötzlich ihr Bruder Tim im Mittelpunkt, der die Partygäste mit seinem neuen Computerspiel beeindruckt. Alice lässt sich jedoch nicht kampflos die Show stehlen: Sie verabreicht Tim ein Schlafmittel, das ihn ins Reich der Träume schickt - dort trifft er auf die Kreaturen aus seinem Game...

Das Ergebnis des Projekts „gamePLAYtheater" wurde am 30.März 2008 vor mehr als 100 Zuschauern im Pfalztheater Kaiserslautern präsentiert.

Weblinks

Projektbericht (medien+bildung.com)

Impressionen vom Projekt (Bildergalerie)

1 Kommentar

Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Mittlerweile gibt es auch ein spannendes Nachfolgeprojekt unter dem Titel "Das Theater-Game", siehe http://www.medienundbildung.com/index.php?id=694

12.11.2009 um 13:23


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