Tetris in Perfektion –
Das beste Spiel und der beste Spieler

19.08.2008
Tetris zählt zu den erfolgreichsten Spielen aller Zeiten. Vor allem auf dem Game Boy war es vielen Spielenden lange Jahre ein treuer Begleiter. Ein Internetvideo enthüllt nun die wahren Möglichkeiten des Kultspiels und lässt uns alle staunen.


Als der russische Programmierer Alexey Pajitnov 1985 Tetris zum Leben erweckte, dachte er wohl kaum daran, dass 22 Jahre später eine Computerspielzeitschrift namens „GEE" das Spiel Tetris auf Platz 1 der 50 wichtigsten Werke der Games-Geschichte wählen würde. Doch seine Spielidee war so simpel wie erfolgreich. Verschiedene, aus vier Quadraten zusammengesetzte Bauklötze fallen in eine Art Schacht herunter. Die Aufgabe der Spielenden ist es, die Bauklötze in eine passende Position zu bringen, so dass möglichst wenig Platz verbraucht wird. Im Idealfall wird eine „Zeile" lückenlos mit Quadraten aufgefüllt. Zur Belohnung löst sich diese Zeile dann in Luft auf und schafft Platz für neue Bauklötze. Die Spielgeschwindigkeit und der Schwierigkeitsgrad steigern sich dabei von Spiellevel zu Spiellevel. Das Spiel endet, sobald die Bausteine den kompletten Schacht aufgefüllt haben.

Die Einfachheit von Tetris macht das Spiel zu einer willkommenen Ablenkung und zum idealen Gelegenheitsspiel (» Casual Games). Nicht nur für den Game Boy, sondern auch in vielen Spielhallen war und ist das Spiel präsent. Mittlerweile wird Tetris auch auf zahlreichen Internetseiten als Browserspiel angeboten.

Aber Tetris ist nicht nur was für zwischendurch. Schließlich erbringen einige „Tetris-Spezialisten" wahre Höchstleistungen, wie etwa der Videoclip „Invisible Tetris" eindrucksvoll demonstriert.

Der Clip, der unlängst von der Süddeutschen Zeitung zum Internetvideo der Woche gewählt wurde, zeigt den Spieler Jin8 an einem Tetris-Spielautomaten. Jin8 geht äußerst geschickt mit dem Spiel um, selbst bei atemberaubender Geschwindigkeit. Er beherrscht das Spiel scheinbar mühelos.

Und die hohe Geschwindigkeit ist noch nicht alles. Denn am Ende fallen die Tetris-Steine unsichtbar von oben herab und erscheinen erst bei Berührung der obersten Stapelzeile. Einzige Orientierung bietet ein kleines Vorschaufenster. Auf dem Bildschirm des Spielautomaten läuft schon der Abspann des Spieles während Jin8 - davon unbeeindruckt - die unsichtbaren Steine einfach weiter aufeinander stapelt - und das mit Erfolg. Wahrlich beeindruckend!

Weiterführende Links

The Final Countdown - Die 50 wichtigsten Werke der Games-Geschichte (GEE)


Internetvideo „der Woche: Höchste Klötzchenschule (Süddeutsche Zeitung)


Videoclip „Invisible Tetris" (Youtube)


Interview mit Alexey Pajitnov (golem.de)


 


2 Kommentare

Enrico schreibt:

Danke für deinen Beitrag. Schön zu lesen dass Tetris noch nicht ausgestorben ist.

01.09.2008 um 12:13
LARA - Der Deutsche Games Award 2009 schreibt:

[...] Pajitnov (Erfinder von Tetris) LARA of Honour[...]

26.06.2009 um 11:28


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