Was ist In-Game-Werbung?

08.04.2009
Die Zahl der Spielerinnen und Spieler wächst kontinuierlich. Im „Medienbudget" der Menschen nehmen Computerspiele gegenüber dem Fernsehen einen immer größeren Anteil ein. Eine Tatsache, die natürlich auch der Werbeindustrie nicht entgangen ist.


Von In-Game-Werbung spricht man wenn im Rahmen des Spiels für eine Marke oder eine Produkt geworben wird. Werbung dieser Art wird für die Werbeindustrie immer interessanter. Schließlich erreicht man auf diesem Weg eine wachsende Anzahl an Menschen. Die Spieleindustrie ihrerseits erschließt sich durch In-Game-Werbung neue Einnahmequellen.

Neben ihrer hohen Verbreitung sind Computerspiele für die Werbetreibenden noch aus anderen Gründen attraktiv. So richten sich viele Spiele an eine verhältnismäßig junge Zielgruppe. Darüber hinaus nehmen die Spielenden am Computer oft viel stärker am Geschehen teil, als dies etwa vor dem Fernseher der Fall ist. Sie sind konzentrierter und stark ins Spielgeschehen involviert. Damit steigt auch die Aufmerksamkeit der Spielenden für die Werbung.

Werbung als Teil der Spielszenerie

In-Game-Werbung kann dabei auf verschiedene Weise im Spiel platziert werden. Häufig ist sie Teil der Spielszenerie. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Bandenwerbung in Sportspielen, etwa in den Fußballsimulationen „Fifa" (» Spielbesprechung) oder „Pro Evolution Soccer" (» Spielbesprechung). In-Game-Werbung in dieser Form wird von vielen Spielenden nicht als negativ empfunden, da die betreffenden Spiele einen hohen Realitätsanspruch haben und Werbung dann nun mal dazu gehört.

Dynamische In-Game-Werbung

Immer mehr Spiele erhalten ihre Daten nicht mehr alleine von CD oder DVD. Inhalte landen vermehrt auch über Online-Dienste auch dem Rechner oder der Konsole. Damit sind die Inhalte dynamisch, sprich veränderbar, und die Werbung kann als Teil der Spielszenerie regelmäßig aktualisiert werden. Auch kann sie speziell auf verschiedene Personen zugeschnitten werden.

Werbung als Teil der Spielhandlung

Ein Produkt oder ein Marke kann auch wichtiger Bestandteil der Spielhandlung sein. Dies ist beispielsweise in Rennspielen wie „Need für Speed ProStreet" (» Spielbesprechung) der Fall. Die Spielenden beschäftigen sich hier intensiv mit ihren Fahrzeugen, die nicht zufällig ganz bestimmte Fabrikate sind.

Werbung mit bestimmter Botschaft

Nicht selten ist mit In-Game-Werbung auch eine populäre Botschaft verbunden. In dem Spiel „Sim City Societies" (» Spielbesprechung) positioniert sich etwa ein großer Energiekonzern im Zusammenhang mit alternativer Energieversorgung (Windkraft) und pflegt damit ein bestimmtes klimafreundliches Image.

Umsonst dank Werbung?

Einige Spiele sind rein werbefinanziert. Zu diesen zählt beispielsweise das Rennspiel „TrackMania Nations", das über das Internet kostenlos heruntergeladen werden kann. Im Spiel befinden sich Werbetafeln an der Rennstrecke, in die Werbung dynamisch eingebunden wird. Auch das im Sommer erscheinende Spiel „Battlefield Heroes" wird kostenlos sein. Neben Micro Transactions ist auch hier Werbung wichtiger Bestandteil der der Finanzierungsstrategie. Inwieweit die Masse der Computerspiele durch Werbung aber wirklich günstiger wird, bleibt abzuwarten.

Weiterführender Link


Micro Transactions - Computerspiele in Häppchen bezahlen

Weblink

Download-Seite von TrackMania Nations

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