„Micro Transactions“ –
Computerspiele in Häppchen bezahlen

05.03.2010
Nicht selten muss man für die neuesten Computerspiele tief in die Tasche greifen. Die Top-Neuerscheinungen sind meist erst ab 50 Euro und mehr zu haben. Ein neuer Trend könnte dies in Zukunft aber grundlegend ändern.
Der hohe Preis vieler Computer- und Konsolenspiele schreckt viele potentielle Spielerinnen und Spieler ab, vor allem diejenigen, die nur gelegentlich spielen wollen. Daher ändern einige Hersteller nun ihre Finanzierungsstrategie. Die Idee ist, Spiele zunächst zum kostenlosen Download anzubieten und erst im Laufe des Spiels für verschiedene Erweiterungen und Extras kleine und kleinste Gebühren zu verlangen. Diese „Micro Transactions" könnten dann im Spiel konkret für neue Ausrüstungsgegenstände, neue Fähigkeiten oder einfach nur für eine neue Frisur anfallen. Darüber hinaus können auch ganze Spiellevel kostenpflichtig sein.

Ein Beispiel ist das Spiel „Battlefield Heroes" von Electronic Arts, das im Sommer erscheinen wird. Der Spielehersteller kündigte unlängst das „play4free-Zeitalter" an. So wird „Battlefield Heroes", ein Shooter im Cartoon-Stil, über die Internetseite des Spiels kostenlos verfügbar sein. Der Anbieter erhofft sich Umsätze über „Micro Transactions" sowie über Werbung, die verstärkt im Spiel präsent sein wird.

Dieses Prinzip wird andernorts schon erfolgreich praktiziert. So ist etwa in Korea die Fußballsimulation „FIFA" kostenlos erhältlich. Die Spielenden tätigen „Micro Transactions" in Millionenanzahl. Auch die Internetplattform GAMETRIBE bietet ansehnliche Spiele umsonst an. Verschiedene Gegenstände und Verbesserungen im Spiel sind aber auch hier kostenpflichtig.

Dieses Finanzierungsmodell für Computerspiele könnte sich durchsetzen, da damit gerade für Casual Gamer finanzielle Hemmschwellen abgebaut werden. Spiele können einfach mal ausprobiert werden. Gleichzeitig werden denjenigen, die häufiger Spielen, vielerlei Erweiterungsmöglichkeiten angeboten. Für Letztere muss Computerspielen damit auch nicht unbedingt billiger werden, schließlich summieren sich auch die kleinsten Beträge im Laufe der Zeit.

Weiterführende Links

Micro Transactions - Neue Finanzierungsstrategien für Spielemacher (3sat.de)

„Battlefield Heroes" (offizielle Internetseite)

Spieleplattform GAMETRIBE

2 Kommentare

Browsergames – Ein weites Feld (Teil 2) schreibt:

[...] sich durch Werbeeinnahmen, kostenpflichtige Mitgliedschaften und Services sowie durch den Verkauf von In-Game-Gegenständen. Beispielsweise kann virtuelle Währung erworben werden, mit welcher man dann im Spiel neue Waffen [...]

07.04.2009 um 09:55
Games Convention Online – klein, aber fein? schreibt:

[...] sind sie technisch leicht zugänglich und meist kostenlos spielbar, da die Hersteller sich über Micro Transactions finanzieren. Vor allem die nachwachsende Onlinegamer-Generation weiß diese Vorzüge zu schätzen, [...]

04.08.2009 um 17:34


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