„Clash of Realities“ –
Wissenschaftlicher Diskurs über Computerspiele

12.08.2008
650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnten vom 5. - 7. März der Konferenz „Clash of Realities" bei, die zum zweiten Mal nach 2006 an der Fachhochschule Köln stattfand.
Die Organisatoren der Konferenz legte Wert auf Interdisziplinarität. Durch das Zusammenführen unterschiedlicher Fachgebiete und Perspektive wollte man dem Umstand gerecht werden, dass Computerspiele mittlerweile fester Bestandteil der Alltagskultur sind und sich auf viele Lebensbereiche auswirken. Die Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland stammten aus den Fachbereichen Pädagogik, Medizin und Medienwissenschaft. Zu den Themen zählten „Gendertheoretische Einsichten", „Ästhetische Dimensionen virtueller Welten", „Computerspiel und Suchtverhalten" sowie „Kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze der Computerspielforschung".

Mit besonderer Spannung wurden zwei Experten aus Übersee erwartet, Jesper Juul (Singapore-MIT GAMBIT Game Lab) und James Paul Gee (Arizona State Universtity), die jeweils die Abendvorträge am ersten und zweiten Veranstaltungstag hielten. Für Jesper Juul sind Computerspiele die „emotionalsten aller Medien". Er beschreibt Spielen als individuelle Tätigkeit, die Frust und Erfolg gleichermaßen beschert und sich stark an den Vorlieben der Spielenden orientiert. James Paul Gee betonte den Lerneffekt von Computerspielen, unter anderem anhand des Spiels „Portal", einer Kombination aus „First-Person-Shooter" und Rätselaufgaben. Die Komplexität vieler Spiele entspricht seiner Ansicht nach den Lernanforderungen im 21. Jahrhundert, sie bereiten uns in guter Weise auf das reale Handeln vor.

Veranstaltet wurde die Konferenz von der Fachhochschule Köln in Kooperation mit Electronic Arts. Da sich die Spielewelt und die Spieleforschung rasant weiter entwickeln, haben die Veranstalter bereits für 2010 den nächsten „Clash of Realities" angekündigt.

Weblink

Clash of Realities (Fachhochschule Köln)

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