Online-Debatte: „Verbotene Spiele?“

12.08.2008
Seit zwei Jahren streiten Spieler, Politiker und Experten über gewalthaltige Computerspiele. Die Bundeszentrale für politische Bildung führt die Beteiligten in einer Online-Debatte über gewalthaltige Computerspiele zusammen. Am 29. August gibt es den ersten Live-Chat mit Experten.
Was macht gewalthaltige Computerspiele problematisch? Wie gut ist der heutige Jugendschutz? Brauchen wir strengere Gesetze? Die Online-Debatte „Verbotene Spiele?" ordnet das Stimmengewirr und lädt Politiker und Experten zum Live-Chat. Damit will die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb Übersicht in die komplexe wie hitzige Debatte bringen.

In sechs Themen geordnet, schildern mehr als 20 involvierte Experten und Politiker aller Bundestagsparteien ihre Sicht der Dinge, vom bayrischen Innenminister Günther Beckstein (CSU) und Fritz Rudolf Körper, dem Vize-Fraktionsvorsitzenden der SPD über den USK-Vorsitzenden Klaus Spieler bis zum Vertreter von Electronic Arts, Martin Lorber. Chroniken und wissenschaftliche Einführungen in jedes Thema erschließen Hintergründe, die Debatte wird laufend um weitere Statements ergänzt. In einer Reihe von Live-Chats diskutieren dazu stets zwei Experten oder Politiker mit Nutzern anderthalb Stunden über ihr Thema. Alle Chats werden online dokumentiert.

Los geht es am 29. August um 13 Uhr mit Mathias Mertens und Matthias Kleimann, welche 90 Minuten mit allen Interessierten im Live-Chat über die Frage diskutieren: "Sind Computerspiele anders?"

Die weiteren Themen der Online-Debatte:

- Wie gefährlich sind Spiele?
- Was bringen Gesetze?
- Wie gut ist die USK?
- Welche Rolle spielt die Wirtschaft?
- Freie Rede, freie Kunst?

Weiterführende Links:
http://www.bpb.de/themen/DKZCBJ,0,0,Sind_Computerspiele_anders.html
- Talksalon der bpb
- Dossier „Computerspiele" der bpb

2 Kommentare

Peter Krieg schreibt:

So begruessenswert Ihre Initiative auch ist, Computerspielen eine eigene paedagogische Staatspraesenz zu geben, so steckt diese wohlgemeinte Aktion doch immer noch tief in der klassischen Welt der hoheitlichen Verkuendigung. Dialog, liebe Lehrer, ist Rede und Widerrede, nicht die Veranstaltung einer Podiumsdiskussion auserwaehlter Redner auf dem Internet. Es waere sinnvoller, jeden redaktionellen Beitrag mit direkten Kommentarmoeglichkeiten durch die Leser zu versehen, dann kommt ueberhaupt erst ein Dialog in Gang...
Eine Diskussion auf dem Niveau, ob und wie schädlich Medien für Kinder sind (auch ich bin damit aufgewachsen, mal waren Romane, Comics, Filme und TV schaedlich...), bzw. ob der Staat wie eingreifen soll, interessiert allerdings nur Leute mit Aufsehermentalität, die immer dann nach dem Staat rufen, wenn ihnen die Argumente ausgegangen sind.

29.08.2007 um 14:37
Sebastian Deterding schreibt:

Lieber Herr Krieg,

wo Sie Recht haben, haben Sie Recht: Die Kommentarfunktion (wie auf diesem Blog ;) ist ein wunderbarer Weg, ins Gespräch zu kommen - eine Funktion, die die Webseite bpb.de leider (noch) nicht besitzt. Ein Livechat ist es allerdings auch: Zumal, wenn die Nutzer live kommentieren und ihre Kommentare direkt live von den Diskutanten aufgegriffen werden können (wie auf unserem Chat :).

Wenn Ihnen das noch zu wenig interaktiv war, mag das daran liegen, dass die Überfülle der Kommentare bei unserem ersten Chat die Moderation vor arge Aufgaben gestellt hat - gestehen Sie uns also ein wenig Eigenlernzeit zu. Dass es uns nicht *nur* um die "Schädlichkeit" von Medien geht und die Frage staatlichen Eingreifens, davon überzeugen Sie hoffentlich die nächsten Livechats.

30.08.2007 um 23:09


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