ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWX
A

Account
Bezeichnung für ein Benutzerkonto, das bei Computerspielen in der Regel als Zugangsberechtigung für Online-Spiele erforderlich ist. Insbesondere bei MMORPGs ist ein Account häufig mit monatlichen Gebühren verbunden.

Actionspiel
Das Genre der Actionspiele umfasst Computerspiele, die den Spielenden in erster Linie Reaktionsschnelligkeit und Geschicklichkeit abverlangen. Kennzeichnend ist, dass Entscheidungen und Handlungen im Spiel möglichst schnell zu vollziehen sind. Zu den Actionspielen zählen neben Jump 'n' Runs und Rennspielen vor allem Kampfspiele wie beispielsweise Ego-Shooter.

Add-on
Eine Erweiterungssoftware für ein bereits bestehendes Computerspiel, welche neue Spielmöglichkeiten eröffnet, das ursprüngliche Spiel aber nicht grundlegend verändert. Add-ons sind kostenpflichtige Programme und laufen meist nur in Kombination mit dem Basisspiel.

Adventure
Bei Adventure- oder Abenteuerspielen schlüpfen die Spielenden in eine bestimmte Rolle und führen typischerweise Nachforschungen durch. Die Handlung wird insbesondere durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben vorangetrieben. Dazu werden Umgebungen erkundet, Gegenstände gesammelt oder Gespräche mit Spielcharakteren geführt. Der Zeitaufwand ist zumeist hoch.

Arcade-Spiel
Bezeichnung für Automatenspiele in Spielhallen, die seit den 70er Jahren Verbreitung fanden. Die Spielzeit ist in der Regel relativ kurz bemessen. Besonders erstrebenswert für die Spielenden ist das Erreichen des Highscores. Viele Arcadespiele wurden zu einem späteren Zeitpunkt auf dem PC oder auf Konsolen umgesetzt. Die Bezeichnung Arcade-Modus ist für bestimmte Spielmodi innerhalb eines Computerspiels gebräuchlich, welche die Schnelllebigkeit und Unterhaltungsorientierung der Arcade-Spiele aufgreifen.

Aufleveln
Rollenspiel-Jargon, auch Level-Up genannt. Bezeichnet den Aufstieg des Spielcharakters in ein höheres Level bzw. Rang aufgrund seiner gesammelten Erfahrung. In der Regel verbessern sich damit Charaktereigenschaften und Fähigkeiten des Helden. Ist der Prozess des Aufleveln verbunden mit monotonen, sich ständig wiederholenden Spielabläufen, spricht man von grinding.

Avatar
Eine grafische Spielfigur, die als Stellvertreter einer echten Person in einem Computerspiel oder einer anderen virtuellen Welt auftritt. Häufig können Avatare individuell gestaltet werden und somit bestimmte charakteristische Züge zum Ausdruck bringen.

B

Beta
(kurz für: Beta-Version) Bezeichnung für die vorläufige Testversion eines Spiels. Sie ist weitgehend funktionstüchtig, weist aber noch kleine Programmierfehler, so genannte Bugs, auf. Eine Beta-Testphase geht für gewöhnlich der Markteinführung eines Produkts voraus.

Bewegungsspiel
Von Bewegungsspielen ist dann die Rede, wenn körperliche Bewegungen zum Teil der Spielsteuerung werden. Ermöglicht wird dies durch spezielle Geräte, welche die Aktionen der Spielenden vor dem Bildschirm registrieren. Beispiele hierfür sind die EyeToy-Kamera für die PlayStation oder die kabellosen Eingabegeräte (Game-Controller) der Wii-Konsole. Bewegungsspiele können körperlich sehr anstrengend sein.

Bloodpatch
Eine in der Regel nicht vom Hersteller stammende Korrektursoftware (Patch), welche die Gewaltdarstellungen in einem Computerspiel verschärft bzw. nach vorheriger Entschärfung (etwa aufgrund von Jugendschutzbestimmungen) wiederherstellt.

Bot
(kurz für Robot) Künstliche Akteure bzw. Gegner in einem Computerspiel, die vom Computer gesteuert werden.

Browserspiel
Online-Spiele, das direkt im Internetbrowser gespielt werden kann. Browserspiele sind oft kostenlos und erfordern keine Software-Installation, allenfalls ein Plugin. Typisch ist das Anlegen eines Accounts, um die Spielfortschritte zu speichern.

Bug
Ein Programm- oder Softwarefehler. Bugs in Computerspielen können meistens durch einen Patch behoben werden, den die Hersteller im Nachhinein anbieten.

C

Case-Modding
Modifikationen am Gehäuse und/oder im Innenleben eines Rechners, bei denen es in erster Linie um eine ästhetische Verschönerung und Individualisierung geht. Ganze Meisterschaften werden im Case-Modding ausgetragen.

Casual Games
Casual Games bezeichnen Gelegenheitsspiele. Sie sind hinsichtlich Technik und Steuerung einfach gehalten und erfordern einen vergleichsweise geringen Zeitaufwand. Gerne werden sie alleine und „zwischendurch“ gespielt (z.B. auf dem Handy) oder als Gesellschaftsspiele durch eine Gruppe genutzt. siehe auch: Gamer

Cheat
Eine kleine, meist nicht vom Hersteller gestellte Zusatzfunktion für ein Computerspiel, die vorgegebene Spielregeln verändert oder außer Kraft setzt. Meist wird den Spielenden dadurch ein Vorteil verschafft. Ein Cheat bewirkt je nach Spiel beispielsweise ein unbeschränktes finanzielles Budget oder den Zugang zu einer Vielzahl an Waffen.

Clan
Ein Clan ist ein Zusammenschluss von Spielenden zu einer Mannschaft. Grundlage des gemeinsamen Agierens ist der Mehrspieler-Modus von Computerspielen, der durch ein lokales Netzwerk (LAN) oder über das Internet (Online-Spiel) ermöglicht wird. Verschiedene Clans treten dabei in Wettkämpfen gegeneinander an (Clanwar). Eine beliebte Spielvariante sind teambasierte Ego-Shooter wie Counter-Strike, bei denen die gesamte Mannschaft eines Clans mit antritt. Teams in Online-Rollenspielen (MMORPGs) werden dagegen üblicherweise als Gilde bezeichnet. siehe auch: E-Sport

Cloud Gaming
Beim Cloud Gaming läuft das Spiel auf einem oder mehreren externen Servern, auch „Cloud“ genannt, die sich prinzipiell überall auf der Welt befinden können. Das bedeutet, dass weder der Download noch die Installation einer Software auf dem heimischen Rechner notwendig sind. Die Spielinhalte sind auf Abruf über eine dauerhafte Breitband-Internetverbindung verfügbar („Games on Demand“). Zu den ersten Anbietern von Cloud Gaming gehören die Plattformen OnLive und Gaikai.

Community
(auch: Gamer-Community) Bezeichnung für eine (Spieler-)Gemeinschaft, deren Mitglieder gemeinsame Interessen verbinden. Innerhalb der Gruppe herrscht ein starker Zusammenhalt. Die Mitglieder tauschen sich über Spielspezifisches, aber auch über Persönliches aus.

Cosplay
(kurz für: Costume play) Fan-Bewegung bei japanischen Comics (Manga), Trickfilmen (Anime) und Computerspielen. Die Fans ahmen ihre Lieblingsfigur durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu nach. Die Kostüme sind sehr detailliert und oft selbstgemacht.

D

Demo
(kurz für Demonstration) Eine Spiele-Demo ist in der Regel kostenlos und wird meist zu Werbezwecken vor Erscheinen des eigentlichen Computerspiels veröffentlicht. Es handelt sich um eine gekürzte und nur eingeschränkt spielbare Fassung.

Denkspiel
Eine Sammelbezeichnung für Computerspiele, die im Wesentlichen aus einzelnen Denkaufgaben bestehen. Gefordert sind vor allem Kombinationsgabe und Konzentrationsfähigkeit. siehe auch: Geschicklichkeitsspiel

DLC
(kurz für „Downloadable Content“, dt. „Herunterladbarer Inhalt“) Zusatzinhalt für Spiele, der aus dem Internet auf Konsole oder PC herunter geladen werden kann. Nicht so umfangreich wie ein Add-On. Ein DLC kann neue Maps oder Items beinhalten oder die Spielwelt anderweitig inhaltlich erweitern. DLCs sind meist kostenpflichtig.

Drag and Drop
Bezeichnet eine Methode zum Verschieben von Objekten mit gedrückter Maustaste zu beliebigen Positionen auf dem Bildschirm.

E

E-Sport
(kurz für: elektronischer Sport) Bezeichnung für einen Computerspiel-Wettkampf auf Grundlage von netzwerkbasierten Mehrspieler-Modi (über LAN oder Internet). Beim E-Sport treten einzelne Gamer oder Teams (Clans) gegeneinander an. Neben unzähligen kleineren Turnieren sorgen vor allem große internationale Meisterschaften wie die World Cyber Games für Aufsehen. Die Spielenden eines Landes treten dort als Nationalmannschaften an. Wichtige E-Sport-Titel sind Counter-Strike, StarCraft, Warcraft III sowie die Fußballspielreihen Fifa und Pro Evolution Soccer. Spieler, die dem E-Sport beruflich nachgehen, werden als Pro-Gamer bezeichnet.

Easter Egg
(englisch für: Oster-Ei) Versteckte, unterhaltende Zusatzinformationen in einem Programm wie zum Beispiel Geheimlevel in Computerspielen, die freigeschaltet oder entdeckt werden können.

Editor
Ein in ein Computerspiel integriertes Bearbeitungsprogramm, das den Spielenden ermöglicht, unter vorgegebenen Bedingungen eigene Levels, Maps oder Spielfiguren zu kreieren.

Edutainment
Das Kunstwort aus education (Bildung) und entertainment (Unterhaltung) steht für Programme, die auf spielerische Weise Lerninhalte vermitteln. Die Verbindung von Bildung mit Unterhaltung soll in erster Linie die Lernmotivation steigern. siehe auch: Lernspiele, Serious Games

Ego-Shooter
Bezeichnung für gewalthaltige Actionspiele, bei denen die Spielenden als bewaffnete Schützen auftreten. Die Darstellung des Spielgeschehens erfolgt in der Ich-Perspektive, durch die Augen der Spielfigur. Bekannte Ego-Shooter sind Doom, Quake und Half-Life bzw. dessen Mod Counter-Strike. siehe auch: Headshot

Engine
Die Spiel-Engine bildet das technische Gerüst für Computerspiele. Sie stellt Spiele-Entwicklern eine Sammlung von wichtigen Programmfunktionen zur Verfügung. Ihr bekanntester Bestandteil ist die so genannte Grafik-Engine, welche die Grundlage für die Darstellung des Spiels auf dem Bildschirm bildet.

F

Farmen
Rollenspiel-Jagon, wird vor allem im MMORPG verwendet. Bezeichnet eine monotone Tätigkeit, beispielsweise das Töten von Monstern, zum Aufleveln oder Sammeln von Items. Goldfarmer sind Spielende, die große Mengen an Spielwährung oder anderen Gegenständen erwirtschaften, um sie außerhalb des Spiels für reales Geld zu verkaufen.

Feature
Bezeichnet ein besonders hervorzuhebendes Merkmal eines Computerspiels. Features sind meist technischer Natur und werden gerne im Zuge von Marketingaktivitäten genannt.

Flow
Ein von dem Wissenschaftler Csikszentmihalyi geprägter Begriff, der eine Art Tätigkeits- und Schaffensrausch während des Computerspiels beschreibt. Dieser entsteht bei den Spielenden dadurch, dass sie durch Aufgaben herausgefordert, aber nicht überfordert werden, also Anforderungen und Kapazitäten sich im Gleichgewicht befinden. Spielende werden durch das Flow-Erleben vor dem Bildschirm gefesselt, sie gehen voll in der Beschäftigung Computerspielen auf.

Forum
Eine Internetplattform zum Gedankenaustausch und zur Diskussion, die keine zeitgleiche Anwesenheit der Gesprächspartner erfordert. Foren sind in der Regel auf ein Thema fixiert, in manchen Fällen tritt ein Moderator auf, der den Gesprächsverlauf lenkt. Zum Thema Computerspiele existieren zahlreiche Foren, die sowohl inhaltliche als auch technische Fragen diskutieren. Foren zu bestimmten Computerspieltitel werden sowohl von den Herstellerfirmen als auch von Fans angeboten.

Free2Play
(kurz: F2P) Vertriebskonzept und Geschäftsmodell für Onlinespiele (insb. MMORPGs und Browserspiele). Free2Play-Spiele können zunächst kostenlos gespielt werden, bieten den Spielenden allerdings oft lediglich Grundinhalte oder sind von Werbung durchsetzt. Zusätzliche digitale Güter, die den einen Vorteil verschaffen, können (meist per Micropayment) kostenpflichtig hinzugekauft werden.

Freeware
Software, die von den Entwicklern kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Im Gegensatz zu Shareware, die nur für einen bestimmten Zeitraum kostenlos zur Verfügung steht, kann Freeware ohne Einschränkung unentgeltlich genutzt werden. Nicht zu verwechseln ist Freeware mit Open Source, einer Software, deren Quellcode für den Nutzer frei zugänglich ist und verändert werden kann.

G

Game Boy
Ein sehr verbreitetes, tragbares Spielgerät, das seit 1989 in verschiedenen Ausführungen erschienen ist. Das wohl bekannteste Game Boy-Spiel ist der Klassiker Tetris. Aktuelle Game Boy-Spiele laufen auch auf der Nintendo DS.

Gamepad
(auch: Joypad) Ein Eingabegerät (Game-Controller) bei Spielkonsolen, das eine präzise Steuerung erlaubt. Ein Gamepad umfasst ein Steuerkreuz und verschiedene Aktionstasten und wird für gewöhnlich beidhändig bedient. Aufgrund ihrer guten Handhabbarkeit werden Gamepads auch bei PC-Spielen genutzt (als Alternative zu Maus und Tastatur). siehe auch: Joystick

Gameplay
Bezeichnet im weiteren Sinne die Spielmechanik, den Ablauf eines Spiels. Beinhaltet damit Handlung, Interaktionsmöglichkeiten, Bedienung, Schwierigkeitsgrad usw. Im engeren Sinne bezeichnet Gameplay die Wirkung des Spiels auf den Spielenden beziehungsweise den Spielspaß, den die Spielenden erleben.

Gamer
Englischsprachige Bezeichnung für einen Computer- oder Konsolenspieler. Über seine wörtliche Bedeutung hinaus, fokussiert der Begriff besonders diejenigen, die häufig und intensiv spielen. Überspitzt ist auch von Hardcore-Gamern die Rede. Deshalb werden Gelegenheitsspieler (Casual Gamer) streng genommen nicht zur Gruppe der Gamer gerechnet.

Gamification
Bezeichnung für den Trend, Spielelemente in Webseiten, Dienstleistungen, Communitys oder Kampagnen einzubinden, um so zum Mitmachen anzuregen und die Beteiligung zu erhöhen. Der Reiz liegt dabei in dem Wettbewerb, in den man mit anderen und sich selbst tritt. Der Begriff Gamification ist seit 2008 im Umlauf, populär wurde er jedoch erst 2010.

Genre
Genres beschreiben verschiedene Gattungen von Computerspielen, die sich aus Art und Inhalt der Spiele ergeben. Die Zuordnung zu einem Genre ist im Einzelfall nicht immer eindeutig, es existieren zahlreiche Mischformen. spielbar.de unterscheidet folgende Genres: Actionspiele, Adventure, Bewegungsspiele, Denk- & Geschicklichkeitsspiele, Lernspiele & Edutainment, Online-Spiele, Rollenspiele, Sport- & Rennspiele sowie Strategiespiele & Simulationen.

Geschicklichkeitsspiel
Eine Bezeichnung für Computerspiele, die neben Reaktionsschnelligkeit und Konzentration häufig auch ein gewisses Maß an Ausdauer und Frustrationstoleranz verlangen. Zudem sind feinmotorische Fähigkeiten in besonderem Maße erforderlich. siehe auch: Denkspiel

Gilde
Eine Gilde ist eine Gruppe von Spielenden in Online-Rollenspielen, so genannten MMORPGs. Die Zugehörigkeit zu einer Gilde ist in manchen Spielsituationen unverzichtbar, da eine anstehende Aufgabe nur gemeinsam bewältigt werden kann. Häufig pflegen die Mitglieder einer Gilde auch außerhalb der virtuellen Spielwelt den sozialen Kontakt untereinander. siehe auch: Clan

H

Headshot
(englisch für Kopfschuss) Gängige Bezeichnung in Ego-Shootern für das direkte Töten eines Gegners mittels Kopfschuss. Der Headshot gilt als schwierig und äußerst effektiv zugleich.

Highscore
Der Highscore ist eine Rangtabelle, in der die besten Spielenden gelistet sind. Meist werden dabei für bestimmte Spielaktionen Punkte vergeben und am Ende jeder Partie summiert. Highscores sind insbesondere bei Arcade-Spielen typisch. Bei Rennspielen erfolgt eine Rangsortierung nach Zeit.

I

Immersion
Immersion bezeichnet das Eintauchen in eine künstliche, virtuelle Welt. Die Spielenden neigen in diesem Moment dazu, die reale, physische Welt um sich herum vorübergehend zu vergessen. Dagegen wird die künstliche Welt als realistisch empfunden. Der Grad der Immersion kann danach bestimmt werden, wie intensiv die Spielerfahrung ist und inwieweit sich die Spielenden mit der Spielfigur identifizieren.

In-Game-Werbung
Von In-Game-Werbung spricht man, wenn innerhalb eines Spiels für eine Marke oder eine Produkt geworben wird. Werbung kann dabei Teil der Spielszenerie oder der Spielhandlung sein. Bei dynamischer In-Game-Werbung ändern sich Werbeinhalte im Zeitverlauf.

Intro
(kurz für: Introduction) Als Intro wird in Computerspielen das einleitende Video bezeichnet, das in die Geschichte einführt und mit den Hauptcharakteren bekannt macht. Oft haben Intros filmischen Charakter.

Item
Virtueller Gegenstand in Computerspielen. Wird dieses virtuelle Gut gegen reale Währung vertrieben, spricht man von Item-Selling. In kostenlosen Browserspielen und Online-Rollenspielen ist Item-Selling eine beliebte und wichtige Einnahmequelle für die Betreiber.

J

Joystick
Bezeichnung für einen Steuerknüppel, der als Eingabegerät (Game-Controller) für Computer- und Videospiele eingesetzt wird. Joysticks eignen sich besonders für Fahr- und Flugsimulationen. siehe auch: Gamepad

Jump 'n' Run
Computerspiele bei denen die Spielfigur bezeichnenderweise springend und rennend fortbewegt werden muss. Die Aktionen erfordern von den Spielenden ein hohes Maß an Präzision. Jump `n` Runs beinhalten Elemente aus Action- und Geschicklichkeitsspielen und haben nicht selten einen hohen Unterhaltungswert.

K

Konsolen
(auch: Spielkonsolen) Konsolen sind computerähnliche Geräte zur Darbietung von Videospielen. Man unterscheidet zwischen stationären Geräten und mobilen, tragbaren Spielkonsolen (Handheld-Konsolen). Die derzeit verbreitetsten Standgeräte sind die PlayStation 2 & 3, die Xbox 360 und die Wii. Die beliebtesten Handheld-Konsolen sind der Game Boy Advance, die Nintendo DS und die PlayStation Portable.

L

LAN
(= Local Area Network) Ein lokales Computernetzwerk. Im Netzwerk können mehrere Personen im Mehrspieler-Modus mit- und gegeneinander spielen. Gamer veranstalten eigens zu diesem Zweck so genannte LAN-Partys.

LAN-Party
Die Teilnehmenden einer LAN-Party vernetzen ihre Rechner untereinander, um im Mehrspieler-Modus gegeneinander anzutreten. Nicht selten nutzen Clans die Gelegenheit zum Wettkampf. Das Spektrum der LAN-Partys reicht von privaten Kellerveranstaltungen bis zu großen Hallenevents mit vierstelligen Besucherzahlen. Die Teilnehmenden bringen ihre Rechner in der Regel selbst mit, während die Veranstalter die Netzwerktechnik bereit stellen.

Lernspiel
Kennzeichnend für diese Art von Computerspielen ist die Vermittlung von (schulischen) Lerninhalten. Im Gegensatz zu einer reinen Übungssoftware bleibt der spielerische Charakter aber erhalten. Die Abgrenzung zu Edutainment-Produkten ist fließend.

Let’s Play-Videos
Bezeichnung für durchgängig moderierte Spielevideos, von und für Gamer. Das heißt Gamer spielen Spiele unterschiedlicher Genres durch, filmen das Spielgeschehen ab und kommentieren dieses gleichzeitig reportageartig. Vor allem bei Jugendlichen ist diese Art der Spielvorstellung sehr beliebt. Populäre Let’s Player genießen mittlerweile Kultstatus in der Szene.

Level
Bezeichnung für einen einzelnen Spielabschnitt. Ein Computerspiel besteht für gewöhnlich aus mehreren Levels, die aufeinander aufbauen und deren Schwierigkeit sich steigert. Einige Spiele beinhalten einen Editor, der das Kreieren eigener Levels erlaubt.

Loot
Der Begriff wird vor allem in MMORPGs gebraucht und bezeichnet Gegenstände, die von besiegten Gegnern zurückgelassen wurden. „Looter“ sind Spielende, die die Beute anschließend aufsammeln.

M

Machinima
Zusammengesetztes Kunstwort aus „machine“, „cinema“ und „animation“. Bezeichnet mit Hilfe der Engine produzierte Kurzfilme, deren „Drehort“ das Computerspiel ist. Einige Computerspiele bieten ins Spiel integrierte Möglichkeiten an, um die Spielhandlung als Filmsequenz aufzunehmen. Alternativ werden externe Programme zum Videomitschnitt genutzt. Die Aufnahmen können anschließend mittels Digitalschnitt weiter bearbeitet werden.

Map
Bezeichnung für die Darstellung der Spielumgebung in Form einer Karte. Häufig ist mit dem Begriff auch die gesamte (dreidimensionale) Spielumgebung gemeint. In diesem Fall entspricht die Map einem Spielabschnitt (Level). Viele Ego-Shooter und Strategiespiele bieten die Möglichkeit, mit Hilfe eines Editors eigene Maps zu erstellen.

Micropayment
Bezeichnung für den Erwerb von Items oder Spielerweiterungen durch Klein- oder Kleinstzahlungen. Die Hürde, etwas zu erwerben, ist damit sehr gering. Vor allem Browserspiele finanzieren sich über Micropayment.

MMORPG
(= Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) Ein über das Internet verfügbares Rollenspiel, bei dem tausende Spielende eine sich verändernde Online-Spielwelt nutzen. Bekannte Beispiele sind die Spiele „Everquest“ und „World of Warcraft“. Typisch ist die Organisation der Spielenden in Gilden, innerhalb derer die Spielaufgaben (Quests) gemeinsam gelöst werden. Voraussetzung für das Spielen ist die Einrichtung eines Accounts. Zudem sind Nutzungsgebühren, die in der Regel monatlich entrichtet werden, keine Seltenheit. siehe auch: MUD, Online-Spiele

Mods
(kurz für: Modifikationen) Bezeichnung für Erweiterungen eines bestehenden Computerspiels, die von Hobbyprogrammierern kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um Spielelemente wie Waffen oder um ganze Spielabschnitte (Level).

MUD
(= Multi User Dungeon) Bezeichnung für Online-Rollenspiele, an denen eine Vielzahl von Spielenden mitwirken können. MUDs sind in der Regel vollständig textbasiert, für Spiele mit grafischen Darstellungen ist die Bezeichnung MMORPG gebräuchlicher.

N

Nickname
Eine Art Spitzname für die Computerspielwelt, der von den Spielenden bewusst gewählt wird und häufig eine persönliche Note enthält. Der Phantasie sind bei der Wahl des Namens keine Grenzen gesetzt. Viele Computerspiele fragen zu Beginn die Namen der Spielenden ab.

Nintendo DS
Eine tragbare Spielkonsole (Handheld), für die zwei kleine Bildschirme charakteristisch sind. Einer der beiden Bildschirme ist berührungsempfindlich, wodurch ein spezieller Eingabestift zum Teil der Spielsteuerung wird. Die Nutzung von neueren Game Boy-Spielen ist mit dieser Spielkonsole ebenfalls möglich.

Noob
Ein Noob (auch: Newbie) ist im Computerspiele-Jargon ein Anfänger, welcher über wenig Skill verfügt. Der Begriff ist gelegentlich abwertend gemeint.

O

Online-Distribution
Bezeichnung für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen über das Internet. Bekannteste Online-Distributionsplattform für Spieletitel ist Steam vom Entwickler Valve.

Online-Spiel
Bezeichnung für Computerspiele, die ausschließlich über das Internet gespielt werden. Zu den Online-Spielen gehören erstens Spiele, welche die Installation einer Spielsoftware voraussetzen, und zweitens Spiele, die direkt über einen Internetbrowser verfügbar sind (Browserspiele). Spielvorrausetzung ist in der Regel das Einrichten eines Accounts, wobei nicht selten Kosten anfallen. Auch bei gewöhnlichen Computer- und Konsolenspielen wie beispielsweise Rennspielen ist ein Mehrspieler-Modus im Internet als zusätzliche Spielvariante vermehrt anzutreffen. siehe auch: E-Sport, MMORPG

P

Patch
Eine Korrektursoftware, die von Spiele-Herstellern – in der Regel als Download und kostenfrei – angeboten wird, um fehlerhafte Funktionen (Bugs) eines Computerspiels zu beheben. siehe auch: Bloodpatch

Persistente Spielwelt
Bezeichnung für eine virtuelle Welt, die dauerhaft ist und prinzipiell rund um die Uhr für Spielende erreichbar ist. Sie verändert sich stetig, unabhängig davon, ob die Spielenden aktiv am Geschehen teilnehmen oder nicht. Bekanntestes Beispiel für persistente Spielwelten sind MMORPGs.

PlayStation
Name einer stationären Video-Spielkonsole, welche 1994 auf den Markt kam. Nachfolger der PlayStation sind die sehr verbreitete PlayStation 2 (seit 2000) und deren Weiterentwicklung PlayStation 3 (seit 2007). Die PlayStation 3 gehört wie die Xbox 360 und die Wii der aktuellsten Konsolengeneration an und bietet eine Reihe von Zusatzfunktionen.

PlayStation Portable
Eine tragbare Spielkonsole (Handheld), die seit 2005 erhältlich ist. Die PlayStation Portable besteht aus einem relativ breiten Display, flankiert von den Gamepad-typischen Funktionstasten. Die Konsole ermöglicht einige Zusatzfunktionen, wie das Abspielen von Musik oder Filmen.

Plugin
Ein Plugin ist eine Zusatzsoftware, die einem Internetbrowser zusätzliche Funktionen ermöglicht, wie beispielsweise die Darstellung bestimmter Multimedia-Dateien. Bei einigen Browserspielen müssen Plugins heruntergeladen und installiert werden, bevor das Spiel gestartet werden kann.

Point-n-Click
Bezeichnung für eine Bedienaktion, bei der die Maus auf eine bestimmte Position auf dem Bildschirm gezogen wird und durch Klicken eine Interaktion oder ein Ereignis auslöst. Typisch ist diese Art der Bedienung für Adventures.

Pro-Gamer
Bezeichnung für Gamer, die professionell Computerspiele spielen und teilweise sogar mit Computerspielen-Wettkämpfen (E-Sport) ihren Lebensunterhalt bestreiten. Sie besitzen weit überdurchschnittliche Spielfähigkeiten (Skills), die ähnlich wie bei gewöhnlichen Profisportlern durch regelmäßiges Training gepflegt werden müssen.

Q

Quest
Eine Aufgabe innerhalb eines Computerspiels, die gelöst werden muss, um die Spielgeschichte voranzutreiben (z.B. das Lösen eines Rätsels). Quests werden entweder von einzelnen Spielenden oder eine Gruppe (Gilde) gelöst.

R

Raid
Der Begriff taucht häufig in MMORPGs auf. Er bezeichnet den Zusammenschluss von Spielenden über einen kurzen Zeitraum hinweg zur gemeinsamen Lösung von Spielaufgaben wie umfangreiche Quests oder Kämpfe gegen übermächtige Gegner.

Rennspiel
Kennzeichnend für das Genre der Rennspiele ist der Kampf um Positionen und Zeit. Entweder gilt es an erster Position die Ziellinie zu überqueren oder eine bestimmte Zeit zu unterbieten. Das Spektrum der Rennspiele reicht dabei von fiktiven Actionspielen bis hin zu realistischen Simulationen. Üblicherweise wird bei aktuellen Rennspielen ein Mehrspieler-Modus im Internet angeboten.

Rollenspiel
Bei Rollenspielen schlüpfen die Mitspielenden in die Rolle von fiktiven Charakteren, wobei häufig komplexe Phantasiewelten den Spielhintergrund bilden. Kennzeichnend ist, dass die Charaktere ihre Fähigkeiten laufend weiterentwickeln, worin auch der Hauptunterschied zum Adventure besteht. Die Umsetzung erfolgt zunehmend mit Hilfe internetbasierter Anwendungen. Gängige Varianten dieses Computerspiel-Genres sind MUDs und MMORPGs.

S

Serious Game
Ein Spielprogramm, das neben dem vordergründigen Ziel der spielerischen Unterhaltung auch bildende, ernste Inhalte vermittelt. Im Gegensatz zu Lernspielen ist der lehrreiche Charakter der Programme für die Spielenden aber nicht so offensichtlich. Häufig bilden wichtige soziale und politische Anliegen den Hintergrund. siehe auch: Edutainment

Simulationsspiel
Charakteristisch für das Genre der Simulationen ist ein hoher Realitätsanspruch. Existente Gegebenheiten werden möglichst genau nachgeahmt. Zu den vielfältigen Varianten gehören beispielsweise Fahr- und Flugsimulationen, Sportsimulationen, Militärsimulationen, Wirtschaftsimulationen oder umfangreiche Lebenssimulationen wie Die Sims.

Skill
Bezeichnung für die speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Gamers, wie etwa das Beherrschen raffinierter Bewegungsabläufe. Spielende ohne Skills gelten als Anfänger (Newbies).

Social Games
Browserspiele, die an soziale Online-Netzwerke wie Facebook oder SchülerVZ angekoppelt sind. Meist handelt es sich dabei um Casual Games. Die Spiele sind der Regel kostenlos, finanzieren sich aber durch den Verkauf von digitalen Gütern (Micropayment), wodurch unter Umständen sehr schnell auch höhere Kosten entstehen können. Datenschützer warnen zudem vor der Preisgabe persönlicher Daten, falls Social Games mit Benutzer-Profilen der Online-Netzwerke verknüpft werden.

Split Screen
Bezeichnung für einen Bildschirm, der in mehrere Fenster aufgeteilt ist. In vielen Computer- und Konsolenspielen wird der Split Screen im Mehrspielermodus verwendet, wenn Gamer gleichzeitig auf ein und demselben Bildschirm mit- oder gegeneinander spielen.

Sportspiel
Bei Sportspielen handelt es sich zumeist um Simulationen, die eine reale Sportart auf dem Bildschirm erlebbar machen. Dazu gehören beispielsweise Fußballsimulationen oder Reitsportsimulationen. Andere Sportspiele sind fiktiv und beinhalten Spielmöglichkeiten, welche die eigentliche Sportart deutlich überzeichnen.

Sprachkonferenzsoftware
Software, mit deren Hilfe Spielende über Internet oder LAN mittels Headset kommunizieren können. Sie wird auf LAN-Partys und bei Online-Spiele verwendet. In Deutschland ist TeamSpeak sehr verbreitet.

Strategiespiel
Kennzeichnend für das Genre der Strategiespiele sind langfristig angelegte Herausforderungen, die beispielsweise den Aufbau eines Sportvereins, eines Wirtschaftsimperiums oder einer gesamten Zivilisation zum Ziel haben können. Strategiespiele sind häufig rundenbasiert und erfordern wie beim Schach das Vorausdenken über mehrere Spielzüge hinweg.

T

Trägermedium
Der Begriff umfasst im Wesentlichen gegenständliche, tragbare „Offline“-Medien, wie beispielsweise eine DVD oder CD-ROM. Auf einem Trägermedium veröffentlichte Spiele werden in Deutschland mit einer Altersfreigabe der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) versehen.

Tutorial
Bezeichnung für ein Einführungsprogramm, das die wichtigsten Spielmöglichkeiten sowie die Steuerung und Handhabung eines Computerspiels grundlegend erklärt. Im Gegensatz zur Nutzung eines Handbuchs wird das Vorgehen spielerisch – nach dem Prinzip „Learning by Doing“ – eingeübt.

U

Upgrade
(engl. für „Aufwertung“, „Aufrüstung“) Bezeichnung für den Ausbau eines Computers durch bessere Hard- bzw. Software. In Rollenspielen spricht man vom Upgrade, wenn die Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Ausrüstungen der Helden abhängig von Erfahrungspunkten und Level verbessert werden.

V

Virtuelle Realität
(kurz: VR) Bezeichnung für eine computergenerierte, dreidimensionale Welt, die der Realität möglichst nah zu kommen versucht. Charakteristisch für VR in Computerspielen ist ein hoher Grad an Immersion.

W

WASD
Art der Spielsteuerung mit den Tasten W (vorwärts), A (links), S (rückwärts), D (rechts). W/A/S/D ist typisch für aktuelle Ego-Shooter, aber auch für einige Rollenspiele, und wird mit der linken Hand ausgeführt. Mit der rechten Hand wird zeitgleich die Maus bedient.

Wii
Eine stationäre Spielkonsole, die seit 2006 erhältlich ist. Ihr besonderes Markenzeichen sind kabellose Game-Controller, deren Position von der Konsole registriert wird. Ermöglicht werden dadurch Bewegungsspiele, bei denen das Spielgeschehen intuitiv durch körperliche Aktionen gesteuert wird. Die Wii gehört mit der PlayStation 3 und der Xbox 360 zu den aktuellsten Konsolen.

X

Xbox
Eine stationäre Konsole, welche seit 2002 angeboten wird. Das Markenzeichen der Xbox ist das eigene Online-Netzwerk Xbox LIVE, in dem sich Gamer aus der ganzen Welt messen. Die Nachfolgekonsole Xbox 360 ist seit 2005 erhältlich und gehört wie die PlayStation 3 und die Wii der aktuellsten Konsolengeneration an.