Online-Spiele
Das Feld der Online- und Browserspiele ist weit gefächert. Zu unterscheiden sind erstens Spiele, welche die Installation einer Spielsoftware voraussetzen, und zweitens Spiele, die direkt über einen Internetbrowser verfügbar sind (Browserspiele). Wird vorab eine Software von einem Trägermedium installiert, so ist diese durch die USK gekennzeichnet und für eine bestimmte Alterszielgruppe grundsätzlich frei gegeben. Bei einer Vorabprüfung nicht berücksichtigt werden können allerdings nachträgliche Online-Modifikationen eines Spiels oder die Diskussionsinhalte von Online-Funktionalitäten wie Kommunikationsforen.
Für Browserspiele, die keine Software auf einem Trägermedium voraussetzen, erfolgt keine gesetzliche Alterskennzeichnung. Ebenso ist der Download von Spielsoftware oder Software-Patches über das Internet nicht an Altersfreigaben gebunden. Für unklare gesetzliche Regelungen sorgt hierbei die schwierige Abgrenzung zwischen Trägermedien (CDs und DVDs) und Telemedien (Internetangebote), welche unter dem Stichwort Medienkonvergenz diskutiert wird. Außerdem entziehen sich zahlreiche einschlägige Internetangebote dem direkten Einfluss der deutschen Rechtssprechung. Schließlich befinden sich die entsprechenden Anbieter in den seltensten Fällen in Deutschland.
Bestrebungen in Richtung einer Kennzeichnung von Online-Spielen existieren im Rahmen des PEGI-Systems, welches ergänzend zu den herkömmlichen PEGI-Kennzeichen auch Online-Angebote mit einem Logo kennzeichnet, das nur solche Anbieter erhalten, die bestimmte Regeln einhalten. Dies erfolgt allerdings auf freiwilliger Basis.


Einführung zu Computerspielen.
Informationen zu Historie, Genres, Faszinationskraft und Jugendmedienschutz. Mit Glossar.
