Genres & Spielweisen

Genres

Computerspiel ist nicht gleich Computerspiel. Unabhängig von den Systemen und Plattformen existieren zahlreiche Spieltypen und Varianten, die traditionell in Genres eingeteilt werden. Unabhängig von den Genres wird zwischen „Core Games“ und „Casual Games“ unterschieden. Verschiedene Spielweisen reichen vom „E-Sport“ bis zu einfachen „Social Games“ . Nicht alle Spiele können eindeutig zugeordnet werden, es existieren zahlreiche Mischformen. Folgende Genres können exemplarisch zur Einteilung von Computerspielen dienen.

Actionspiele
Actionspiele sind Computerspiele, die den Spielenden in erster Linie Reaktionsschnelligkeit und Geschicklichkeit abverlangen. Zu den Actionspielen zählen beispielsweise Jump ‘n‘ Runs oder Kampfspiele wie Ego-Shooter.

Adventures
Bei Adventure- oder Abenteuerspielen schlüpfen die Spielenden in eine bestimmte Rolle und stellen typischerweise Nachforschungen an. Die Handlung wird insbesondere durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben vorangetrieben. Dazu werden Umgebungen erkundet, Gegenstände gesammelt oder Gespräche mit Spielcharakteren geführt.

Bewegungsspiele
Von Bewegungsspielen ist dann die Rede, wenn körperliche Bewegungen zum Teil der Spielsteuerung werden. Ermöglicht wird dies durch spezielle Geräte, welche die Aktionen der Spielenden vor dem Bildschirm registrieren.

Denk- & Geschicklichkeitsspiele
Denkspiele bestehen im Wesentlichen aus einzelnen Aufgaben. Zur Lösung sind vor allem Kombinationsgabe und Konzentrationsfähigkeit gefordert.
Geschicklichkeitsspiele verlangen außerdem Reaktionsschnelligkeit, Hand-Auge-Koordination und häufig auch Ausdauer und Frustrationstoleranz.

Lernspiele & Serious Games
Kennzeichnend für Lernspiele ist die Vermittlung von (schulischen) Lerninhalten. Im Gegensatz zu einer reinen Übungssoftware bleibt der spielerische Charakter aber erhalten. Spiele mit ernsten, lehrreichen Inhalten und Anliegen werden als „Serious Games“ bezeichnet. Häufig ist auch von „Edutainment“ die Rede, einem Kunstwort aus education (Bildung) und entertainment (Unterhaltung). Die Verbindung von Bildung mit Unterhaltung soll in erster Linie die Lernmotivation steigern.

Onlinespiele
Online-Spiele werden über das Internet gespielt. Sie setzen entweder die Installation einer Spielsoftware voraus oder sind direkt über einen Internetbrowser verfügbar (Browserspiele). Spielvorrausetzung ist in der Regel das Einrichten eines Accounts, wobei Kosten anfallen können.

Rollenspiele
Bei Rollenspielen schlüpfen die Mitspielenden in die Rolle von fiktiven Charakteren, wobei häufig komplexe Phantasiewelten den Spielhintergrund bilden. Die Charaktere entwickeln ihre Fähigkeiten im Spiel laufend weiter. Rollenspiele werden immer häufiger im Internet umgesetzt. Besonders populär sind MMORPGs, die sich durch eine sehr hohe Anzahl von Mitspielenden auszeichnen.

Sport- & Rennspiele
Sportspiele machen eine (reale) Sportart auf dem Bildschirm erlebbar. Einige Sportspiele sind fiktiv und beinhalten Spielmöglichkeiten, welche die eigentliche Sportart deutlich überzeichnen. Andere simulieren die Realität so authentisch wie möglich. Viele Sportspiele sind auch Rennspiele, für die der Kampf um Positionen und Zeit typisch ist.

Simulationen
Charakteristisch für Simulationen ist ihr hoher Realitätsanspruch. Die Wirklichkeit wird möglichst genau nachgeahmt. Zu den vielen Varianten gehören beispielsweise Fahr- und Flugsimulationen, Sportsimulationen, Militärsimulationen, Wirtschaftsimulationen oder Lebenssimulationen.

Strategiespiele
Kennzeichnend für Strategiespiele sind langfristig angelegte Herausforderungen, die beispielsweise den Aufbau eines Sportvereins, eines Wirtschaftsimperiums oder einer gesamten Zivilisation zum Ziel haben können. Strategiespiele sind häufig rundenbasiert und erfordern, wie beim Schach, das Vorausdenken über mehrere Spielzüge hinweg.

Spielweisen

Gamer begeistern sich nicht nur für unterschiedliche Genres, sondern spielen auch unterschiedlich häufig und intensiv. Das Spektrum reicht von Casual Gamern, die einfache Spiele bevorzugen, bis hin zu Core- oder Pro-Gamern, die sich in anspruchsvollen Spielen auf hohem Niveau messen (E-Sport). Hinzu kommt, dass Spiele zunehmend ortsunabhängig werden (Mobile Gaming).

Casual & Social Games
Casual Games sind Gelegenheitsspiele unterschiedlichster Art. Sie sind hinsichtlich Technik und Steuerung einfach gehalten und erfordern einen vergleichsweise geringen Zeitaufwand. Gerne werden sie alleine und „zwischendurch“ gespielt oder als Gesellschaftsspiele durch eine Gruppe genutzt. Casual Games finden sich insbesondere in Form von Browserspielen und als Smartphone-„Apps“. Immer häufiger sind Spiele mit sozialen Netzwerken wie Facebook verknüpft. Dann spricht man von Social Games.

E-Sport
E-Sport (kurz für: elektronischer Sport) bezeichnet Computerspiel-Wettkämpfe auf Grundlage von Computernetzwerken. Beim E-Sport treten einzelne Gamer oder Teams (Clans) gegeneinander an. Neben unzähligen kleineren Turnieren sorgen große internationale Meisterschaften für Aufsehen, bei denen die besten Gamer eines Landes als Nationalmannschaften teilnehmen.

Mobile Gaming
Gespielt werden kann mittlerweile überall. Ob mit der Handheld-Konsole oder dem Handy als Multifunktionsgerät, das sich zunehmend zur mobilen Spielkonsole wandelt. Eine Entwicklung, die sich aktuell in Bezug auf Handygames beobachten lässt ist das sogenannte Cross-Platforming. Gemeint ist die Möglichkeit, mobil und gegeneinander zu spielen, ganz unabhängig vom Handytyp und Betriebssystem. Im Zusammenhang mit Mobile Gaming taucht derzeit auch immer häufiger der Begriff Augmented Reality auf. Hier wird die Realität zum virtuellen Spielplatz, das Mobiltelefon oder die tragbare Konsole mittels satellitengesteuerter Navigation zur Plattform für Outdoor-Multiplayer-Spiele.

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