Zähneputzen – so macht es Kindern Spaß

19.02.2016 - eingestellt in Familie & Schule, News, Serious Games, Vorschule

Brushup - TeaserbildFrüh übt sich wer ein Zahnputzmeister werden möchte. Wie kann man Spaß am Zähneputzen vermitteln? Ganz einfach: Indem man ein Spiel daraus macht! Das Serious Game Brush Up hat es sich zur Aufgabe gemacht, kindgerecht die richtige Technik fürs Zähneputzen zu vermitteln.
(Bild: GamesThatWork)

Serious Games haben mittlerweile zahlreiche Aufgaben: Sie müssen Spaß machen, informieren, auf Probleme aufmerksam machen – und erziehen. Auch bei so alltäglichen Dingen wie Zähneputzen kommen Serious Games zum Einsatz.

Mit Spiel und Spaß zur richtigen Technik

Das Serious Game Brush Up wurde 2014 vom Entwicklerstudio GamesThatWork veröffentlicht und soll Kindern spielerisch die richtige Zahnputztechnik vermitteln und motivieren. Dafür braucht man die dazugehörige App und ein Tablet mit Kamerafunktion. Während das Maskottchen Budd seine Zähne putzt, machen die Kinder seine Bewegungen nach. Durch die Kamera sieht man sich einerseits selbst in einem kleinen Fenster, sodass man jederzeit seine Bewegungen überprüfen kann. Andererseits werden dadurch auch die Bewegungen mit denen von Budd abgeglichen. Je nachdem, wie gut man sich anstellt, erhält man Sterne als Belohnung. So können die Eltern den Lernerfolg des Kindes beobachten, während das Kind motiviert wird, beim nächsten Mal mehr Sterne zu ergattern.


(YouTube-Video: Brush Up Demo)

Laut den Entwicklern belegt eine Studie, dass 78 Prozent aller Nutzerinnen und Nutzer nach nur zwei Wochen ihre Zahnputzroutine verbessert haben. Für diesen Erfolg gab es den ersten Platz beim Serious Games and Virtual Environments Arcade and Showcase 2016 in San Diego. In der Studie haben allerdings die beteiligten Kinder eine spezielle Zahnbürste benutzt, die dank Sensoren die Bewegungen noch genauer registriert. Diese Zahnbürste gibt es momentan noch nicht zu kaufen – soll aber laut den Herstellern bald auf den Markt kommen.

Serious Games mit Erziehungsauftrag

Viele Eltern berichten in den Kaufempfehlungen zu Brush up, dass dank der App das abendliche Zähneputzen mit den Kindern entspannter wird. Allerdings liefert das Serious Game keine Hinweise dazu, welche Fehler man beim Putzen gemacht hat – und vor allem nicht, wie man es beim nächsten Mal besser macht. Als Motivator scheint das Serious Game bestens geeignet, für den Lerneffekt kann das Spiel aber die Eltern nicht gänzlich ersetzen.

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Einen Kommentar zu “Zähneputzen – so macht es Kindern Spaß”

  1. Sarah Pützer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    Gute Idee – fragwürdige In-App-Käufe

    Nachteil der App (neben einer gewöhnungsbedürftigen Optik): Die Preispolitik. Motivation zum Zähneputzen soll nicht nur vom Spiel allein, sondern auch von „motivational prizes“ kommen – kleine Zusatzobjekte, wie lustige Wandbilder und Handtücher, um das digitale Badezimmer zu dekorieren. Eine Auswahl dieser Objekte wird monatlich für 99 Cent angeboten. Zu Beginn ist das Häkchen bei der monatlichen Abbuchung aktiviert. Man muss also in den Einstellungen dieses Häkchen erst einmal entfernen, wenn man kein Abonnement möchte.

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