Risk of Rain

12.02.2016 - eingestellt in Independent Games, Spielebeurteilungen

Risk of Rain - TeaserbildIn Risk of Rain geht es ums Überleben. In zufällig zusammengewürfelten Leveln kämpft man sich durch Labyrinthe und Monster. Der Clou: Je länger man sich dabei Zeit lässt, desto stärker werden die Gegner. Die Spieletester vom Infocafe Neu-Isenburg haben sich den Indie-Titel genauer angeschaut.

Genre: Actionspiel, Jump’n’Run Herausgeber: Chucklefish Games
Plattform: PC Erscheinungsdatum: November 2013
USK: nicht geprüft spielbar: ab 12 Jahren

Spielbeschreibung vom Infocafe Neu-Isenburg

In dem Spiel geht es um eine Person, die nach dem Absturz eines Weltraumfrachters auf einem fremden Planeten gelandet ist und nun versucht einen Weg zurückzufinden. Man startet das Spiel mit einem von zwölf auswählbaren Charakteren, der dann zum sogenannten „Commando“ wird. Dabei hat jeder Charakter jeweils einzigartige Fähigkeiten. Die Wahl des „Helden“ oder der „Heldin“ hat keinen Einfluss auf die Handlung des Spiels.

Risk of Rain - Screenshot 1
Die Charakterauswahl mit allen zwölf wählbaren Helden und Heldinnen. (Bild: Risk of Rain)

Gespielt wird in einer 2D-Jump‘n‘Run-Umgebung und einer stark stilisierten Grafik in Pixeloptik. In klassischer Jump‘n‘Run-Steuerung bewegt man sich durch die Level und nutzt seine Fähigkeiten, um verschiedene Gegner zu bezwingen. In jedem Level findet man außerdem allerlei Items, die einem neue Fähigkeiten verleihen. Zum Beispiel gibt es die „Headstompers“, die es einem erlauben, Gegnern im Mario-Style auf den Kopf zu springen, um ihnen so Schaden zuzufügen. Dabei gibt es ein großes Spektrum an Items mit verschiedensten Fähigkeiten und Werten.

Risk of Rain - Screenshot 2
Ein Level, in dem man von Erde umhüllt ist und Wasser von der Oberfläche herunterfällt. (Bild: Risk of Rain)

Das Besondere an Risk of Rain: Das Spiel gehört zu den sogenannten „Roguelikes“, einer Art von Spielen, bei denen man seinen gesamten Fortschritt und alle Errungenschaften verliert, wenn man stirbt oder das Spiel schafft. Man beginnt immer wieder bei null. Man kann zum Beispiel die elf Charaktere neben dem Commando, mit dem man gestartet hat, freischalten, wenn man besondere Anforderungen erfüllt. Zum Beispiel muss man, um den Charakter „Sniper“ freizuschalten, das Spiel einmal durchgespielt haben. Zum anderen hebt sich das Spiel durch eine andere Mechanik von üblichen Titeln ab. Je länger die Spielrunde dauert, umso stärker und zahlreicher werden die Gegner. Daher muss man sich das Tempo selbst vorgeben. Wer sich also dazu entscheidet, das Spiel langsam anzugehen und sich erst mit Items und Fähigkeiten auszurüsten, wird das Spiel wahrscheinlich nicht bezwingen können, bevor die Gegner einfach zu übermächtig geworden sind. Wer auf der anderen Seite von Boss zu Boss rennen möchte, um die Level so schnell wie möglich abzuschließen, wird wahrscheinlich zu schwach sein und jeden Fehler mit seinen virtuellen Leben bezahlen.

Risk of Rain - Screenshot 3
Der letzte Raum im Spiel – noch ohne Boss, das wäre bereits ein Spoiler. (Bild: Risk of Rain)

Neben den zwölf spielbaren Charakteren, dutzenden Items und den elf verschiedenen, per Zufall generierten Level mit bis zu 17 möglichen Bossen bietet Risk of Rain noch zusätzlich einen kooperativen Spielmodus an. In diesem kann man das Spiel mit bis zu vier Spielenden angehen. Das Ganze funktioniert über das LAN oder Internet. Allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad des Spiels deutlich schneller an als im Einzelspielermodus.

Siehe auch

Rogue Legacy

Crypt of the NecroDancer

5 Kommentare zu “Risk of Rain”

  1. Alexander (17), Infocafe Neu-Isenburg schreibt:

    Risk of Rain ist eine gelungene Abwechslung zu sonstigen Spielen. Es gibt keine feste Story oder Struktur, die einen davon abhält, einfach mal, wenn man Zeit hat, eine Runde einzuwerfen. Das Spiel ist anspruchsvoll schwer, aber nicht unmöglich und fast immer fair. Die Musik passt nicht nur gut zum Spiel, sondern schafft es immer zu wirken, als würde sie für genau das, was gerade passiert, geschrieben worden zu sein.

  2. Stephan, Infocafe Neu-Isenburg schreibt:

    Das Spiel neigt dazu, einen massiv zu frustrieren. Wenn man es aber schafft und eine neue Hürde durch nichts anderes als „Skill“ (Können) überwunden hat – dann ist man ziemlich zufrieden mit sich selbst. Dieses Gefühl des „Schaffens“ ist eigentlich nur bei Rougelikes zu finden. Zudem ist der Soundtrack ziemlich awesome.

  3. Mirkan (16), Infocafe Neu-Isenburg schreibt:

    Auch wenn ich das Spiel nie alleine gespielt habe, da es einfach nicht wirklich „mein“ Spiel ist, habe ich es des Öfteren mit Freunden zusammen gespielt. Auch wenn es im Koop durchaus Spaß machte, muss ich sagen, dass mich das Spiel selbst etwas gelangweilt hat. Dabei war es weder die Grafik noch die Musik oder etwas anderes am Spiel, das mich störte. Die grundlegende Spielmechanik fand ich etwas langweilig.

  4. Erik (14), Infocafe Neu-Isenburg schreibt:

    In Risk of Rain gibt es insgesamt zwölf Charaktere. Man startet mit dem Commando und schaltet die anderen im Laufe des Spiels frei. Einer der besten Charaktere ist die Huntress, da sie einen kurzen Teleport besitzt – eine Fähigkeit, die Flächenschaden macht und im Laufen schießen ermöglicht. Einer der schlechtesten Charaktere ist der „Acrid“, da er sehr langsam und träge ist, was in einem so schnellen Spiel nicht sehr gut zu gebrauchen ist.

  5. Manprit (15), Infocafe Neu-Isenburg schreibt:

    Risk of Rain ist ein ziemlich komplexes Spiel, bei dem man sich sehr auf die verschiedenen Items konzentrieren muss, um Fortschritt im Spiel machen zu können. Taktiken, die in der einen Runde funktionierten, werden in der nächsten Runde wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, da man nicht dieselben Items bekommt. Man muss also immer seine Taktik an das anpassen, was man gerade in der Runde findet.

    Durch die Zeit-Schwierigkeits-Mechanik des Spiels kann es sehr, sehr schwer werden im Spiel Fortschritte zu machen, wenn man nicht durch pures Glück die Items bekommt, die man benötigt. Das kann enorm frustrieren. Die letzten Level des Spiels, die schon an sich schwer sind, werden dadurch, dass man erst sehr spät im Spiel in ihnen ist, noch schwerer. Auch beim Freischalten der anderen Charaktere ist man oft auf pures Glück angewiesen, da man besondere Orte aufsuchen muss, die nicht immer da sind.

    Dennoch machen gerade die ganzen Hürden das Spiel großartig. Wenn man pures Glück hat, das einem oft fehlt, dann hat man enorm unterhaltsame Item-Kombinationen oder Artefakte, die den Spielverlauf massiv verändern können.

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