Lauras Stern: Sprachen lernen

14.03.2016
In der Spiele-App Lauras Stern: Sprachen lernen ist der Name Programm. In neun Illustrationen werden Kinder mithilfe der beliebten Bilderbuchreihe spielerisch an Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch herangeführt. Dafür gab es 2015 den Pädagogischer Interaktiv-Preis ("Pädi") für die beste Kinder-App.

  • Genre:
  • Herausgeber:
    Die Appgenossen
  • Plattform:
    iOS (getestet), Android
  • Erscheinungsdatum:
    September 2015
  • USK:
    Ohne Altersbeschr. (nach IARC)
  • spielbar:
Vor zwanzig Jahren erfand Klaus Baumgart die Geschichte rund um die siebenjährige Laura, die mit ihrem gefundenen Stern zahlreiche Abenteuer erlebt. Ob in Form von neuen Büchern, Zeichentrickfilmen oder Spielen – nach wie vor erfreut sich die Bilderbuchfigur großer Beliebtheit. Die App Lauras Stern: Sprachen lernen unterstützt nun Kinder beim Erlernen neuer Fremdsprachen. Das funktioniert über neun verschiedene Bilder, in denen sich allerhand Gegenstände und Figuren befinden. Im Lernmodus tippt man die einzelnen Gegenstände an, woraufhin die Begriffe laut vorgelesen werden. Je nachdem, welche Sprache eingestellt ist, geschieht dies auf Deutsch, Französisch, Spanisch oder Englisch. Als zweite Möglichkeit im Lernmodus muss man die genannten Gegenstände oder Figuren auf dem Wimmelbild suchen und antippen.

Tippt man auf einen der Gegenstände, wird der Begriff vorgelesen. Der kleine Bär unten rechts zeigt, um welche Sprache es sich handelt.
Im Spielmodus muss man sich die gezeigte Szene einprägen, um dann ein kleines Quiz zu lösen. Man sucht das von Laura genannte Objekt in der rechten Zeile heraus und zieht es per Drag’n’Drop auf den richtigen Platz. Man kann entweder ein beliebiges Bild aussuchen oder in einer Turnieroption die einzelnen Wimmelbilder nacheinander freischalten. Auch hier ist es möglich, jederzeit zwischen den verschiedenen Sprachen zu wechseln. Mit jeder richtigen Antwort erhält man Sterne, die wie eine Art Punktzahl funktionieren.

Beim Quiz müssen die genannten Gegenstände auf die richtige Position gezogen werden. Hat man häufiger einen Fehler gemacht, gibt die App Hilfestellung.
Als letztes bietet Lauras Stern – Sprachen lernen einen Kreativmodus an. Hier gestaltet man auf vier unterschiedlichen Hintergründen mit auswählbaren Figuren und Objekten ein eigenes Bild. Auch Schriftzüge sind vorhanden, sodass man eine eigene Gruß- oder Einladungskarte erstellen kann. Anschließend macht man durch Berühren des Kamera-Symbols einen Screenshot vom Bild, das man wiederum mit Freunden teilen kann.

Im Kreativmodus kann man seine eigenen Bilder erstellen, zum Beispiel auch Einladungskarten auf Spanisch.

Bildnachweis

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Pädagogische Beurteilung:

„Die Badewanne“, „la baignoire“, „la bañera“, „bath tub“ – mithilfe der beliebten Heldin Laura erhält man gleich Einblicke in vier Sprachen. Dafür gab es 2015 den Pädi für die beste Kinder-App. Das Prinzip nutzt dabei den Entdeckerdrang der Kinder. Die neun bunten Illustrationen, die jeweils ein Thema wie Badezimmer, Park oder Schlafzimmer vorgeben, sind voll von antippbaren Gegenständen, die kleine Animationen und Geräusche auslösen. So lassen sich die vorgelesenen Begriffe nicht nur visuell sondern auch akustisch mit dem jeweiligen Objekt verbinden. Die Bilder nehmen die Funktion eines Vokabelheftes ein, mit dem man interagieren kann.

Der Einstieg in Lauras Stern: Sprachen lernen fällt auch einem jüngeren Publikum leicht, da auf lange Erklärtexte verzichtet wurde. Die Menüführung funktioniert ebenfalls über Bilder – so tippt man beispielsweise auf einen kleinen Teddy mit einem T-Shirt in den jeweiligen Landesfarben, wenn man die Sprache verändern möchte. Lauras Stimme erklärt zu jeder Zeit einfach und kindgerecht, was zu tun ist. Lesekenntnisse sind zum Spielen nicht zwingend nötig. Dennoch sollten Eltern gerade jüngere Kinder beim Spielen unterstützen, da einige Menüpunkte eine Verbindung zum Internet aufbauen.

Lauras Stern: Sprachen lernen eignet sich prima, damit Fans der kleinen Laura an fremde Sprachen herangeführt werden. Die Betonung liegt dabei auf „herangeführt“ – Grammatik und Satzbau werden nicht thematisiert. Auch für Kinder mit Migrationshintergrund kann die App eine Hilfe sein, um mit deutschen Begriffen vertraut zu werden. Schade allerdings, dass die App keinem roten Faden, beispielsweise in Form einer Story, folgt. Lauras Stern überzeugt als Kinderbuchreihe vor allem durch die mutmachenden Geschichten. Warum also nicht Sprachen lernen mit einer spannenden Erzählung verbinden – und so Kindern einen weiteren Anreiz bieten?

Fazit:

Lauras Stern: Sprachen lernen greift die bunte, fantasievolle Welt der Kinderbuchreihe in neun Illustrationen wunderbar auf und ermöglicht eine erste spielerische Begegnung mit Fremdsprachen. Dank einfacher Bedienung und visueller Menüführung eignet sich Lauras Stern: Sprachen lernen bereits für Vorschulkinder ab 4 Jahren – vorausgesetzt sie werden dabei von ihren Eltern unterstützt.
Sarah Pützer
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Siehe auch

Spielebeurteilung

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