Jung und vernetzt

23.02.2015
Deutschlands Jugendliche sind vernetzt wie nie zuvor – das zeigen die Untersuchungsergebnisse des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM). Dies gilt nicht nur für Smartphones, sondern auch für Online-Spiele und gemeinsames Spielen via Internet.

Mit 93 Prozent spielt die überwiegende Mehrheit aller Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren Computer- oder Videospiele, nach Selbsteinschätzung durchschnittlich 104 Minuten pro Tag. Digitale Spiele spielen demnach in der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugend eine immer größere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM).

Die Statistik zeigt: Ca. die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen spielt Online-Spiele, unabhängig von der Altersgruppe.
Von der Gruppe der Gamer sagen 59 Prozent, dass sie regelmäßig Online-Spiele spielen. Während aus der Gruppe der 6- bis 7-jährigen 56 Prozent angeben, im Internet Online-Spiele zu spielen, sind es in der Gruppe der 16- bis 18-jährigen ebenfalls knapp über die Hälfte mit 51 Prozent. Auch zum gemeinsamen Spielen wird vom Internet Gebrauch gemacht. Rund ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen spielt gerne online mit anderen. Je jünger allerdings die Altersgruppe, desto eher tendiert sie dazu, bevorzugt alleine zu spielen. Während dies bei den 10- bis 11-Jährigen knapp über die Hälfte ist, spielen bei den 16- bis 18-jährigen nur 31 Prozent am liebsten allein. Mädchen tendieren mit 47 Prozent ebenfalls dazu, eher alleine zu spielen. 31 Prozent spielen am liebsten mit Freunden in einem Raum, 8 Prozent mit anderen über das Internet. Was allerdings die verbliebenen 14 Prozent der befragten Mädchen geantwortet haben, geht es aus der Studie leider nicht hervor.

Während 30 Prozent der Jungen zwischen 10 und 18 Jahren gerne mit anderen via Internet zusammenspielen, sind es bei den weiblichen Befragten nur 8 Prozent.
Ein weiteres Indiz für die Vernetzung der Jugendlichen stellt das Smartphone dar. Mittlerweile besitzen 76 Prozent der 10- bis 18-jährigen ein internetfähiges Handy. Von diesen benutzt ein Großteil, rund 82 Prozent, ihr Smartphone zum Spielen. Apps gewinnen also zunehmend an Bedeutung, ebenso wie In-App-Käufe. 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben bereits davon Gebrauch gemacht. Was mit Kleinstbeträgen zwischen 0,99€ und 4,99€ lockt, kann sich schnell zu hohen Summen aufsummieren. Hier sind vor allem Eltern gefragt, ihren Kindern den bewussten Umgang mit dem Medium zu vermitteln. Abhilfe kann ein Gespräch zwischen Eltern und dem Nachwuchs leisten, in dem gemeinsam besprochen wird, was bei Online-Transaktionen zu beachten ist. Die gesamte Studie kann auf der offiziellen Webseite der BITKOM heruntergeladen werden.

Hintergrund zur BITKOM Studie

Grundlage der BITKOM-Studie „Jung und vernetzt Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft“ ist eine repräsentative Befragung von 962 Kindern und Jugendlichen in Deutschland zwischen 6 und 18 Jahren.

Weblink

BITKOM-Studie „Jung und vernetzt“

Bildnachweis


Siehe auch

JIM-Studie 2014

Mobile Games weiterhin auf dem Vormarsch

Jedes Jahr gibt die JIM Studie einen Überblick über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen von 12 bis 19 Jahren. Weiterhin sind digitale Spiele ein wichtiger Bestandteil ihres Alltages. Die aktuellen Zahlen bestätigen vor allem den Trend zum Mobile Game. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse vor.

BITKOM Studie

3 Millionen Deutsche schauen Let’s Play-Videos

Let’s Play-Videos sind im Trend. Das zeigen nicht zuletzt die Aufrufzahlen entsprechender Videos auf Plattformen wie YouTube. Eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) belegt das nun auch mit Zahlen.

Spiele-Apps für Kleinkinder

Eine gute App für die eigenen Kinder zu finden ist keine leichte Aufgabe. Die App Stores von Apple, Google und Co. bieten eine Fülle an verschiedenen Spiele-Apps für den Nachwuchs, die sich qualitativ stark unterscheiden. Der Markt boomt und nimmt dabei eine immer jüngere Zielgruppe ins Visier.

Schreib einen Kommentar

* Pflichtangaben