Die Sims 4

13.11.2014 - eingestellt in Spielebeurteilungen, Top-Seller Games

Die Sims 4 - TeaserbildDen Müll raus bringen und dadurch glücklich werden? Das können nur die Sims! Wer im vierten Teil einen aufgemotzten Vorgängertitel erwartet, liegt richtig. Das Spielprinzip bleibt gleich, wurde jedoch mit neuen Features erweitert. Das schafft neue Möglichkeiten im Gameplay, macht die kultige Simulation aber auch komplizierter.

Genre: Simulationsspiel Herausgeber: Electronic Arts
Plattform: PC, Mac Erscheinungsdatum: September 2014
USK: ab 6 Jahren spielbar: ab 10 Jahren

Wie seine Vorgänger ist ‚Die Sims 4‘ eine umfangreiche Lebenssimulation. Vor Spielbeginn werden die Spielfiguren erschaffen und nach der eigenen Vorstellung mit Frisur, Kleidung, Gesichtszügen und Eigenschaften ausgestattet. Anschließend kann entweder in ein fertiges Haus in der Nachbarschaft eingezogen oder ein neues Haus gebaut und eingerichtet werden. Die Spielenden haben die Möglichkeit das Leben der Bewohner zu verfolgen und zu dirigieren. Man kann eine oder mehrere Spielfiguren ihr ganzes Leben lang betreuen oder zwischen den Haushalten der Stadt wechseln.

Die Sims 4 - Screenshot 1
Zuerst erstellt man bei Sims 4 eigene Figuren, die sogenannten „Sims“. Mit dem neuen Editor kann man beim Aussehen bis ins kleinste Detail gehen. (Bild: EA)

Aufgabe ist es, nicht nur die lebenswichtigen Grundbedürfnisse eines Charakters zu erfüllen, sondern auch seinem ‚Bestreben‘ und den ‚Charaktermerkmalen‘ so gut wie möglich gerecht zu werden. Die Wünsche, durch deren Erfüllung die Sims glücklich, energiegeladen oder selbstsicher werden, drehen sich durchwegs um Handlungen wie zum Beispiel Essen kochen, soziale Interaktion, Haushalt, Arbeit und Hobbys.

Das Ziel des Spiels kann von den Spielenden selbst ausgesucht und so der Schwierigkeitsgrad selbst bestimmt werden. Es besteht die Möglichkeit mit geschickten Entscheidungen die Karriereleiter bis zur Spitze zu erklimmen, das Lebensziel der Sims zu erfüllen oder einfach nur Unfug zu machen. Zum Einstieg gibt es ein spielbegleitendes Tutorial mit Tipps.

Die Sims 4 - Screenshot 2
Auch im Bau-Editor gibt es einige Neuerungen. Ist das Haus fertig, können die Sims einziehen. (Bild: EA)

Im Vergleich zu den Vorgängertiteln gibt es eine Reihe von Neuerungen. Die Kategorien im Kauf- und Bau-Modus sind grafisch im Raum dargestellt, klickt man zum Beispiel auf den Boden, kommt man in die Bodenauswahl. Neben der Auswahl von drei Raumhöhen ist das Bodenraster nun doppelt so fein, dadurch können Möbel genauer ausgerichtet werden und Sims kommen leichter aneinander vorbei. Jeder Sim hat von Beginn an ein Smartphone, welches das Haustelefon und die Zeitung ersetzt. Es können Jobs gesucht, gechattet oder Selfies gemacht werden.

Die Sims 4 - Screenshot 3
Haben die Sims ein Dach über dem Kopf, sind sie bereit Freunde zu treffen, ihren Hobbys nachzugehen und ihren Alltag nachzuleben. (Bild: EA)

Für die Aktivierung des Spiels ist ein Origin-Account und zum Starten eine Internetverbindung nötig. Im Hauptmenu können Spielende die eigenen Häuser und Sims Designs in Galerien hochladen und mit anderen auf Social-Media-Plattformen teilen.

Siehe auch

The Sims Social

Die Sims 3

Die Sims

Weiterführender Link

10 Jahre SIMS – Nichts ist spannender als das Leben

3 Kommentare zu “Die Sims 4”

  1. Päd. Beurteilung: Valerie Quade (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    Die Sims 4 ist eine umfangreiche und abwechslungsreiche Lebenssimulation mit einer Vielzahl an Möglichkeiten für eigene Designs. Die Grafik wurde verbessert. Vor allem Gesichter lassen sich nun feiner individualisieren. Zwischendurch sorgen witzige Situationen auch bei Sims-Veteranen für Lacher. Ist ein Charakter gerade selbstsicher oder energiegeladen, so ‚benutzt‘ der die Toilette nicht mehr, sondern kann mit ‚Wie ein Champion pieseln‘ seine Bedürfnisse erfüllen.

    Das Spiel lädt zum Experimentieren ein, erfordert aber auch langfristige Planung. Kinder bekommen auf spielerische Weise einen Eindruck davon, wie es sich anfühlt einen Haushalt zu führen und sowohl die Bedürfnisse als auch die Wünsche der Sims unter einen Hut zu bekommen. Auf Klischees wird weitestgehend verzichtet, die Eigenschaften von Frauen und Männern sind gleich und Homosexualität ist umgesetzt. Die Sims treiben im vierten Teil deutlich mehr Schabernack. In einigen Fällen müssen die anderen Charaktere geärgert, geschockt oder belogen werden um die eigenen Wünsche zu erfüllen. Rohe Gewalt gibt es aber nicht. Im Gegenteil: die Sims sind menschlicher geworden. Hier ist Empathie gefordert. Nach einer negativen Auseinandersetzung haben sie das Bedürfnis sich unter der Bettdecke auszuheulen, sich an anderen Sims abzureagieren oder vor dem Spiegel Mut zuzusprechen. Nacktheit wird noch immer verpixelt dargestellt, sexuelle Handlungen sind stilisiert.

    Für Einsteiger ist das Gameplay komplexer geworden. So gibt es ein umfangreiches Arsenal an Lebenslaufbelohnungen mit positiven Upgrades wie Lebensverlängerungen oder eine Interaktionsauswahl von bis zu 50 Optionen. Interaktionen, die dem Sim gerade Wünsche erfüllen würden oder sich positiv auf die Romantikbeziehung auswirken, werden blau umrahmt.

    Ein negativer Aspekt ist der Online-Zwang. Zwar kann man so mit nur einem Knopfdruck seine selbst kreierten Objekte mit anderen teilen, die Social-Media-Anbindung kann jedoch besonders bei jüngeren Spielenden zu einer Erhöhung der Spielzeit führen. Die Sims 4 hat ohnehin kein definiertes Spielende und somit auch keine begrenzte Spielzeit. Der Sinn des Origin-Accounts ist bei einem Single-Player Simulationsspiel in Frage zu stellen, möglicherweise wird es aber in der Zukunft In-Game-Käufe geben, was die Accountbindung erklären würde.

    Fazit: Wie seine Vorgänger bietet das Lebenssimulationsspiel Sims 4 Langzeitspielspaß bei selbst gewähltem Spielziel. Es eröffnet Möglichkeiten zum Gestalten von Figuren, Nachbarschaften und Häusern und lässt die Spielenden den witzigen und chaotischen Alltag der Sims durchplanen. Eltern sollten mit ihren Kindern über die Social Media-Optionen sprechen. Auf Grund der Komplexität ist das Spiel ab 10 Jahren spielbar.

  2. Edith Laudowicz schreibt:

    Was mir gar nicht gefällt ist die Tatsache,dass man das Spiel nicht wirklich kauft ums dann auch auf mehreren PCs spielen zu können, sondern nur eine einmalige Nutzungslizenz erwirbt – meines Erachtens ist das Abzockerei. Man kann es deshalb auch nicht mehr verkaufen, weil es dann schon bei Origin registriert ist. Ist das eigentlich rechtlich unanfechtbar?

  3. miniKIM: Mediennutzung im Vorschulalter - EA Blog für digitale Spielkultur schreibt:

    […] die Kinder fast ausschließlich Computerspiele ohne Altersbeschränkung, wie zum Beispiel „Die SIMS“ – so wie es sein sollte. Hier scheinen die Eltern ihrer Rolle als Partner bei der […]

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