Die Sims 4

21.10.2014
Den Müll raus bringen und dadurch glücklich werden? Das können nur die Sims! Wer im vierten Teil einen aufgemotzten Vorgängertitel erwartet, liegt richtig. Das Spielprinzip bleibt gleich, wurde jedoch mit neuen Features erweitert. Das schafft neue Möglichkeiten im Gameplay , macht die kultige Simulation aber auch komplizierter.

Wie seine Vorgänger ist ‚Die Sims 4‘ eine umfangreiche Lebenssimulation. Vor Spielbeginn werden die Spielfiguren erschaffen und nach der eigenen Vorstellung mit Frisur, Kleidung, Gesichtszügen und Eigenschaften ausgestattet. Anschließend kann entweder in ein fertiges Haus in der Nachbarschaft eingezogen oder ein neues Haus gebaut und eingerichtet werden. Die Spielenden haben die Möglichkeit das Leben der Bewohner zu verfolgen und zu dirigieren. Man kann eine oder mehrere Spielfiguren ihr ganzes Leben lang betreuen oder zwischen den Haushalten der Stadt wechseln.

Zuerst erstellt man bei Sims 4 eigene Figuren, die sogenannten "Sims". Mit dem neuen Editor kann man beim Aussehen bis ins kleinste Detail gehen.
Aufgabe ist es, nicht nur die lebenswichtigen Grundbedürfnisse eines Charakters zu erfüllen, sondern auch seinem ‚Bestreben‘ und den ‚Charaktermerkmalen‘ so gut wie möglich gerecht zu werden. Die Wünsche, durch deren Erfüllung die Sims glücklich, energiegeladen oder selbstsicher werden, drehen sich durchwegs um Handlungen wie zum Beispiel Essen kochen, soziale Interaktion, Haushalt, Arbeit und Hobbys.

Das Ziel des Spiels kann von den Spielenden selbst ausgesucht und so der Schwierigkeitsgrad selbst bestimmt werden. Es besteht die Möglichkeit mit geschickten Entscheidungen die Karriereleiter bis zur Spitze zu erklimmen, das Lebensziel der Sims zu erfüllen oder einfach nur Unfug zu machen. Zum Einstieg gibt es ein spielbegleitendes Tutorial mit Tipps.

Auch im Bau-Editor gibt es einige Neuerungen. Ist das Haus fertig, können die Sims einziehen.
Im Vergleich zu den Vorgängertiteln gibt es eine Reihe von Neuerungen. Die Kategorien im Kauf- und Bau-Modus sind grafisch im Raum dargestellt, klickt man zum Beispiel auf den Boden, kommt man in die Bodenauswahl. Neben der Auswahl von drei Raumhöhen ist das Bodenraster nun doppelt so fein, dadurch können Möbel genauer ausgerichtet werden und Sims kommen leichter aneinander vorbei. Jeder Sim hat von Beginn an ein Smartphone, welches das Haustelefon und die Zeitung ersetzt. Es können Jobs gesucht, gechattet oder Selfies gemacht werden.

Haben die Sims ein Dach über dem Kopf, sind sie bereit Freunde zu treffen, ihren Hobbys nachzugehen und ihren Alltag nachzuleben.
Für die Aktivierung des Spiels ist ein Origin-Account und zum Starten eine Internetverbindung nötig. Im Hauptmenu können Spielende die eigenen Häuser und Sims Designs in Galerien hochladen und mit anderen auf Social-Media-Plattformen teilen.

Weiterführender Link

10 Jahre SIMS - Nichts ist spannender als das Leben
Valerie Quade
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Bildnachweis

[1]EA[2]EA[3]EA

Pädagogische Beurteilung:

Die Sims 4 ist eine umfangreiche und abwechslungsreiche Lebenssimulation mit einer Vielzahl an Möglichkeiten für eigene Designs. Die Grafik wurde verbessert. Vor allem Gesichter lassen sich nun feiner individualisieren. Zwischendurch sorgen witzige Situationen auch bei Sims-Veteranen für Lacher. Ist ein Charakter gerade selbstsicher oder energiegeladen, so ‚benutzt‘ der die Toilette nicht mehr, sondern kann mit ‚Wie ein Champion pieseln‘ seine Bedürfnisse erfüllen.

Das Spiel lädt zum Experimentieren ein, erfordert aber auch langfristige Planung. Kinder bekommen auf spielerische Weise einen Eindruck davon, wie es sich anfühlt einen Haushalt zu führen und sowohl die Bedürfnisse als auch die Wünsche der Sims unter einen Hut zu bekommen. Auf Klischees wird weitestgehend verzichtet, die Eigenschaften von Frauen und Männern sind gleich und Homosexualität ist umgesetzt. Die Sims treiben im vierten Teil deutlich mehr Schabernack. In einigen Fällen müssen die anderen Charaktere geärgert, geschockt oder belogen werden um die eigenen Wünsche zu erfüllen. Rohe Gewalt gibt es aber nicht. Im Gegenteil: die Sims sind menschlicher geworden. Hier ist Empathie gefordert. Nach einer negativen Auseinandersetzung haben sie das Bedürfnis sich unter der Bettdecke auszuheulen, sich an anderen Sims abzureagieren oder vor dem Spiegel Mut zuzusprechen. Nacktheit wird noch immer verpixelt dargestellt, sexuelle Handlungen sind stilisiert.

Für Einsteiger ist das Gameplay komplexer geworden. So gibt es ein umfangreiches Arsenal an Lebenslaufbelohnungen mit positiven Upgrades wie Lebensverlängerungen oder eine Interaktionsauswahl von bis zu 50 Optionen. Interaktionen, die dem Sim gerade Wünsche erfüllen würden oder sich positiv auf die Romantikbeziehung auswirken, werden blau umrahmt.

Ein negativer Aspekt ist der Online-Zwang. Zwar kann man so mit nur einem Knopfdruck seine selbst kreierten Objekte mit anderen teilen, die Social-Media-Anbindung kann jedoch besonders bei jüngeren Spielenden zu einer Erhöhung der Spielzeit führen. Die Sims 4 hat ohnehin kein definiertes Spielende und somit auch keine begrenzte Spielzeit. Der Sinn des Origin-Accounts ist bei einem Single-Player Simulationsspiel in Frage zu stellen, möglicherweise wird es aber in der Zukunft In-Game-Käufe geben, was die Accountbindung erklären würde.

Fazit:

Wie seine Vorgänger bietet das Lebenssimulationsspiel Sims 4 Langzeitspielspaß bei selbst gewähltem Spielziel. Es eröffnet Möglichkeiten zum Gestalten von Figuren, Nachbarschaften und Häusern und lässt die Spielenden den witzigen und chaotischen Alltag der Sims durchplanen. Eltern sollten mit ihren Kindern über die Social Media-Optionen sprechen. Auf Grund der Komplexität ist das Spiel ab 10 Jahren spielbar.
Valerie Quade
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Siehe auch

Spielebeurteilung

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Spiel mit Freunden! Spiel das Leben! Die Sims erobern soziale Netzwerke. Markenbonus und geringe Einstiegshürden sorgen bei der Online-Variante der beliebten Lebenssimulation für hohen Spielerandrang. Im Gegensatz zu anderen Titeln der Reihe eignet sich The Sims Social nicht für unter 16-Jährige.

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Die Sims 3

„Soziale Spannungen werden kalibriert“, mit diesem und ähnliche Sprüchen geht die beliebte Lebenssimulation in die nächste Runde. Das Spielprinzip ist das altbekannte, nur punktuell wurde die Spielwelt aufgemotzt. Erfahrungsgemäß kommen die Sims vor allem bei Mädchen gut an.

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Die Sims

Das Spiel „Die Sims“ gehört seit über 10 Jahren zu den bekanntesten und meist gespielten Lebenssimulationen mit zahlreichen Bezügen zur realen Lebenswelt der Spielenden. Nennenswerte Konkurrenz gibt es bislang nicht. Vor allem bei Mädchen sind „Die Sims“ sehr beliebt.

3 Kommentare

Gast schreibt:

Was mir gar nicht gefällt ist die Tatsache,dass man das Spiel nicht wirklich kauft ums dann auch auf mehreren PCs spielen zu können, sondern nur eine einmalige Nutzungslizenz erwirbt - meines Erachtens ist das Abzockerei. Man kann es deshalb auch nicht mehr verkaufen, weil es dann schon bei Origin registriert ist. Ist das eigentlich rechtlich unanfechtbar?

30.11.2014 um 11:51
Gast schreibt:

[…] die Kinder fast ausschließlich Computerspiele ohne Altersbeschränkung, wie zum Beispiel „Die SIMS“ – so wie es sein sollte. Hier scheinen die Eltern ihrer Rolle als Partner bei der […]

28.10.2015 um 19:32
Gast schreibt:

Ich stelle zwei Bundle Packs, also Erweiterungen, zu dem Simulationsspiel Sims 4 vor. Das erste ist "Bundle 1: Sonnenterrassen, Luxus-Party, Wellness-Tag" und das zweite "Bundle 2: Outdoor-Leben, Coole Küchen-Accessoires und Grusel-Accessoires". Aus allen Packs präsentiere ich mindestens ein besonderes Objekt, das das Spiel noch aufregender, interessanter und lustiger gestaltet.

Bundle 1: Sonnenterrassen, Luxus-Party, Wellness-Tag

Das erste besondere Objekt ist das Wellnesscenter aus „Wellness-Tag“, in dem sich die Sims massieren lassen, in die Sauna gehen, aber auch ihren Geist fördern können, indem sie Yoga machen oder meditieren. Das Wellnesscenter bietet aber auch Fitnessgeräte an, auf denen ein Sim trainieren und sich dann anschließend im Nebenraum bei einem Aromabad wieder entspannen kann. Damit du aber nicht immer gleich reisen musst, wenn du Lust hast, dass dein Sim ein bisschen meditiert oder eine Massage bekommt, kannst du dir alle Gegenstände auch im Homestore holen und über die Massagebank sogar einen Masseur/in anfordern.



Als nächstes geht es um das Pack Luxusaccesoires. Hier haben wir den Schokobrunnen, in den du sieben verschiedene Dinge einfüllen kannst (z.B. Schokolade, Fruchtpunsch, Käse).

Links auf dem Bild sieht man alle Getränke, die man sich vom Schokobrunnen holen kann (nicht alle sind sofort verfügbar, man muss Mix- und Kochfähigkeit voll aufleveln, um alle zu bekommen) und rechts sieht man alle Früchte die man eindippen kann.



Als drittes und letztes Pack vom ersten Bundle kommen wir zu Sonnenterrassenaccesoires. Hier ist der Whirlpool das besondere Stück. Man kann die Lichtfarbe einstellen und ein Techtelmechtel haben, aber sich auch von der Arbeit erholen.



Bundle 2: Outdoor-Leben, Coole Küchen-Accessoires und Grusel-Accessoires

Nun da wir jetzt bei Bundle 2 sind, gibt es wieder drei neue Packs, die den Spielspaß vergrößern und das Spiel erweitern. Wir beginnen mit dem Gameplay-Pack Outdoorleben, das im Gegensatz zu den anderen beiden nicht nur neue Objekte, sondern auch neue Aktivitäten bereithält. Die größte Spielerweiterung bringt dieses Gameplay-Pack aufgrund der Urlaubswelt namens "Granite Falls". Diese Welt findet man nur, wenn man in den Urlaub fährt oder wenn man unter "Welten verwalten" auf den Button "Reisewelten" drückt (oben links in der Ecke). Wenn man es sich aber zuhause gemütlich machen möchte, kann man sich Zelte, Lagerfeuer, Grill, jegliche Mini-Kühltruhen etc. im Homestore holen. Auf dem Bild unten sieht man das Lagerfeuer in Aktion. Am optimalesten ist es, sechs Hocker um eine Feuerschale herumzustellen. Man kann auch mehr herumstellen, aber dann kommen die Sims nicht mehr an das Feuer heran.



Das zweite Pack aus dem zweiten Bundle ist ein Accessoires-Pack. Es heißt "Coole Küchen-Accessoires". In diesem Accessoires-Pack geht es hauptsächlich um Küchen. Aber auch stylische Kleidung wurde in diesem Pack großgeschrieben. Das Highlight in diesem Pack ist eindeutig die Eismaschine. Wenn man die Geschicklichkeit maximiert hat (Lv. 10), kann man maximal 24 verschieden Eissorten herstellen und mit acht verschiedenen Toppings und zehn verschiedenen Garnituren jede Eissorte verzieren.



Das letzte Pack ist nicht nur das letzte aus dem zweiten Bundle sondern insgesamt das letzte Pack, was vorgestellt wird. Es handelt sich um das Pack Grusel-Accessoires. Hier steht neben vielen Laternen die neue Party namens Gruselparty im Vordergrund. Werden eure Sims zu einer Gruselparty eingeladen, sollten sie sich auf jeden Fall verkleiden. Perfekte Verkleidungen findet man im CAS-Modus (CAS=CreateASim). Das größte Highlight hier ist aber eindeutig die Schnitzbank wo deine Sims zehn verschiedene Kürbislaternenarten in vier verschiedenen Farben schnitzen können und dazu Geschicklichkeit Lv. 5 brauchen.



Für alle Bundles gilt: Tutorials werden als Hinweise oben rechts in der Ecke angezeigt. Man kann dann selbst entscheiden, ob man sich die Hinweise angucken beziehungsweise durchlesen möchte. Und kein Erweiterungspack von diesen sechs verändert das Hauptspiel. Also bleibt der Grundspielmodus so, wie er ist. Es kommen nur eben erweiterbare Steuerungen dazu.

Kommentar:

Ich persönlich finde alle Packs gut, aber mein persönlicher kleiner Favorit ist Wellnesstag. Das Gameplay-Pack hat es mir mit den entspannenden Möbeln und Aktivitäten total angetan. Aber auch die restlichen Packs finde ich sehr gut gelungen. Wie schon oben erwähnt, ist der Schokobrunnen zum Beispiel sehr gut gelungen und bringt mir sehr viel Spielspaß. Doch auch die Kleidung von Coole Küchen-Accessoires gefällt mir gut, da sie sehr stylisch und modern ist und sehr gut aussieht. Diese Erweiterungspacks sind für alle Spielenden empfehlenswert, die ihr Spiel gerne erweitern möchten und mit mehr Gameplayinhalt und Spielspaß bei Sims 4 weiterhin frisch, aktuell und auf dem neuesten Stand durchstarten wollen. Meinen Daumen hat sich EA damit auf jeden Fall verdient.

05.07.2016 um 13:46


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