Pokémon X/Y

28.10.2013
Die Pokémon-Saison ist wieder eröffnet. Mit neuen Pokémon aber auch neuen Spielinhalten versucht das aktuelle Pokémon-Abenteuer zu überzeugen. Und das gelingt. Pokémon X/Y weiß lange Zeit zu unterhalten und bietet dabei Inhalte, die unterschiedliche Spielertypen ansprechen.

Pokémon X und Pokémon Y heißen die beiden aktuellen Versionen der erfolgreichen Rollenspielreihe. Aufbau und Spielablauf sind zu den Vorgängern gleich geblieben: Man macht sich wahlweise als Held oder Heldin auf die Reise durch eine Welt (hier die Kalos-Region) voller fantasievoller, niedlicher Taschenmonster (die Pokémon), um der beste Pokémon-Trainer beziehungsweise die beste Pokémon-Trainerin zu werden und nebenbei die Welt vor den Missetaten einer mysteriösen Organisation namens Team Flare zu schützen.

Pokémon-Forscher Professor Platan gibt den Spielenden ihr erstes Pokémon und schickt sie damit auf eine Abenteuer-Reise durch Kalos.
Das erste Pokémon bekommt man zu Beginn des Spiels geschenkt. Die anderen, mittlerweile über 700 Pokémon kann man mithilfe von Pokébällen einfangen. Nicht alle sind direkt im Spiel zu finden. Es gibt Pokémon, die nur in der Version X und solche, die nur in der Version Y enthalten sind.

Jedes Pokémon gehört einem bestimmten Element-Typ an. Treten sie gegeneinander an, entscheidet das Elemente über die jeweilige Wirkung des Angriffs. So ist Wasser beispielsweise besonders wirkungsvoll gegen Feuer, Feuer gegen Pflanze, Pflanze wiederum gegen Wasser. Hier greift das Stein-Schere-Papier-Prinzip, nur dass es eben nicht drei Elemente gibt, sondern mittlerweile ganze 18. Durch Kämpfe sammelt man mit seinen Pokémon Erfahrungspunkte, die sie im Laufe des Spiels stärker werden lassen.

In Kämpfen stehen sich Pokémon gegenüber. Die Spielenden entscheiden welche Attacke das ausgewählte Pokémon ausführt.
Soviel zum Bekannten. Zu den Neuerungen in Pokémon X/Y zählen beispielsweise Pokémon des Typs Fee, die gegen die bislang als übermächtig geltenden Drachen und Unlicht-Typen einen Vorteil mit sich bringen. Zudem wurde die Mega-Entwicklung eingeführt, bei der ausgewählte Pokémon durch Einsatz eines Mega-Steins im Kampf neben einem veränderten Aussehen auch stärkere Fähigkeiten erhalten. Ebenfalls neu ist PokéMonAmi, eine Art Minispiel, bei der man seine Pokémon, ähnlich wie bei Nintendogs, kraulen, füttern oder mit ihnen spielen kann, um ihre Zuneigung zu gewinnen. Je zutraulicher das Pokémon, umso stärker ist es im Kampf. Ein weiteres Minispiel, das Supertraining, bietet zudem die Möglichkeit, gezielt einzelne Statuswerte zu verbessern.

Einige Pokémon konnen in Pokémon X/Y eine Mega-Entwicklung durchführen.
Dank des neuen PSS (Player Search System), dem Kampf-Plaza und der Global Trade Station ist es zudem in Pokémon X/Y möglich, über das Internet gegen andere Trainerinnen und Trainer weltweit zu kämpfen oder mit ihnen Pokémon zu tauschen. Wer andere Spielende tatkräftig unterstützen möchte, kann nun per Klick O-Kräften verschicken. Diese steigern zum Beispiel kurzfristig die Angriffskraft der Pokémon oder erhöhen die gewonnenen Erfahrungspunkte.
Anne Sauer
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Bildnachweis

[1]Nintendo[2]Nintendo[3]Nintendo

Pädagogische Beurteilung:

Seit über 17 Jahren faszinieren die Spiele um die Pokémon im niedlichen Anime-Look - anfangs auf dem Gameboy, mittlerweile auf dem 3DS. In den beiden aktuellen Versionen X und Y sind Motivation und Spieldauer wie bei den Vorgängertiteln hoch. Schnell stellen sich erste Erfolgserlebnisse ein, sei es in Form gewonnener Pokémon-Kämpfe oder neu gefangener Pokémon. Zu sehen, wie sich eigene Pokémon, auch optisch, weiterentwickeln und stärker werden, motiviert zusätzlich.

Dabei spricht Pokémon X/Y mit seinem Spielumfang ganz unterschiedliche Spielertypen an. Rollenspielfans kommen bei der motivierenden Hintergrundgeschichte auf ihre Kosten. Die Wettkampforientierten messen sich in Pokémon-Kämpfen mit tausenden, anderen Spielenden weltweit. Wer hier erfolgreich sein will, muss sich unter den verschiedenen Pokémon und ihren Stärken und Schwächen auskennen. Abwechslung ist hier aufgrund der unzähligen Möglichkeiten bei der Team-Zusammenstellung gegeben. Sammler dagegen tauschen gezielt Pokémon, um die eigene Sammlung zu komplettieren. Wer hier noch den Nervenkitzel sucht, kann im Wundertausch blind tauschen, ohne zuvor zu wissen, welches Pokémon man erhält. Fans von Tamagotchis oder Spielen wie Nintendogs werden wiederum an PokéMonAmi ihre Freude haben. Die Minispiele hier, die vor allem Geschicklichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit erfordern, sind zudem eine willkommene Abwechslung zum strategischen Pokémon-Kampf. Kreative Spielende haben die Möglichkeit, ihren eigenen Charakter in einem gewissen Rahmen individuell einzukleiden und zu gestalten. Daneben können sie ein Promo-Video für sich und ihre Pokémon aus vorgegebenem Filmmaterial erstellen, das sie nach außen repräsentiert.
Alteingesessene Fans der Serie werden sich beim aktuellen Pokémon X/Y übrigens freuen. Denn die Starter-Pokémon der ersten Generation - Schiggy, Glumanda und Bisasam - haben in Pokémon X/Y ein Comeback. Da kommen bei dem ein oder anderen sicher alte Erinnerungen hoch. Doch auch wer bislang noch keine Erfahrungen mit Pokémon gesammelt hat findet sich problemlos ins Spiel, vorausgesetzt grundlegende Lesekenntnisse sind vorhanden.

Fazit:

Pokémon X/Y spricht eine breite Masse an. Die Kombination aus altbekannten und neuen, abwechslungsreichen Spielinhalten sorgt für Langzeitunterhaltung bei Groß und Klein. Es eignet sich für kurze Spielrunden zwischendurch, macht es einem aber auch nicht immer leicht aufzuhören. Lesekenntnisse werden vorausgesetzt. Pokémon X/Y eignet sich für Kinder ab 8 Jahren.
Anne Sauer
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