JIM-Studie 2012
Jugendliche spielen online & mobil

07.12.2012 - eingestellt in Bücher & Materialien, Debatten & Studien, News, Spiele & Trends

JIM-Studie 2012 DeckblattIm jährlichen Rhythmus gibt die JIM-Studie einen Überblick über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren. Die aktuellen Zahlen bestätigen den Trend zu Onlinespielen und Mobile Games. Die wichtigsten Ergebnisse der JIM-Studie 2012 gibt’s hier.

Seit 1998 veröffentlicht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest jährlich die JIM-Studie, ein Untersuchungsbericht zur Mediennutzung von 12- bis 19-Jährigen. Computerspiele sind nach wie vor selbstverständlicher Bestandteil der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen. Doch die Medienwelt von Jugendlichen ist dynamisch. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Spielen zunehmend ins (mobile) Internet verlegt wird. Eine Entwicklung, die das Angebot an verfügbaren Spielen deutlich vergrößert, aber auch Auswirkungen auf den Jugendschutz hat.

Junge Online Gamer

JIM-Studie Computerspiele unter den Tob 3 Apps
Bild: (c) JIM-Studie 2012

Onlinespiele sind bei Jugendlichen weiterhin im Trend. Laut JIM-Studie 2012 sind Onlinespiele bei Mädchen und jungen Frauen sogar die häufigste Art der Spielenutzung (11 Prozent). Bei den Jungen und jungen Männern stehen Multi-User Onlinespiele (30 Prozent) ganz vorn.

Die durchschnittliche Spieldauer liegt bei Jungen an Wochentagen bei 78 Minuten, am Wochenende bei 112 Minuten. Mädchen spielen weniger, und zwar durchschnittlich 33 Minuten unter der Woche und 41 Minuten am Wochenende.

Beliebteste Spiele sind wie in den vergangenen Jahren FIFA (22 Prozent), Die Sims (14 Prozent) und Call of Duty (14 Prozent). Schaut man sich die Spielpräferenzen nach Geschlecht an, so liegen bei den Jungen FIFA, Call of Duty und Minecraft unter den Top 3 der beliebtesten Spiele. Bei den Mädchen sind Die Sims, Mario Kart und Super Mario beliebt.

Junge Mobile Gamer

JIM-Studie 2012 Spielpräferenzen
Bild: Computerspiele gehören zu den drei wichtigsten Apps auf dem Smartphone Jugendlicher (c) JIM-Studie 2012

Spannend ist in der JIM-Studie 2012 in Bezug auf Computerspiele auch der Bereich Handy. Jugendliche sind im Besitz internetfähiger Handys und Smartphones. Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte Apps, kleine Programme die auf dem Handy oder Smartphone installiert sind. Computerspiele-Apps gehören zu den Top 3 der wichtigsten Apps auf dem Smartphone – bei Jungen wie Mädchen. Allerdings nimmt die Wichtigkeit der Mobile Games laut JIM-Studie mit zunehmendem Alter der Nutzer ab. Während noch jeder zweite 12- bis 13-jährige App-Nutzer Computerspiele zu den drei wichtigsten Apps zählt, sind es bei den 18- und 19-Jährigen nur noch ein Fünftel.

Jugendschutz?

Onlinespiele unterliegen nicht der gesetzlichen Alterskennzeichnung. Orientierungshilfen in Form von Alterskennzeichnungen gibt es derzeit nicht beziehungsweise nur unzureichend. Insbesondere Onlinespiele und Handygames mit Bezahlmodellen (Stichwort Micropayment, In-App-Käufe), Ortungsfunktionen, Datenpreisgaben setzen bei Kindern und Jugendlichen ein Risikobewusstsein voraus. Hier gilt es als Medienpädagogin oder Medienpädagoge aber auch als Elternteil die dynamischen Entwicklungen stets im Auge zu behalten und Aufklärungsarbeit bei Heranwachsenden zu leisten.

Über die JIM-Studie

Die JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-)Media ist eine als Langzeitstudie konzipierte Untersuchung zur Mediennutzung 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Jährlich wird sie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest herausgegeben. Die Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie beziehen sich auf eine repräsentative Stichprobe von rund 1.200 Jugendlichen, die 2010 telefonisch befragt wurden.

Schwerpunkte werden innerhalb der Studie unter anderem auf die Bereiche Musik, Bücher, Fernsehen, Radio und Handy gesetzt. Seit letztem Jahr ist auch das Thema Computerspiele fester Bestandteil innerhalb der Studie.

Die komplette JIM-Studie kann unter www.mpfs.de kostenlos herunter geladen werden.

Weiterführende Links

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JIM-Studie 2011

Weblink

Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest

Einen Kommentar zu “JIM-Studie 2012
Jugendliche spielen online & mobil”

  1. Petrus Weekers schreibt:

    Jetzt nehmen auch die Onlinespiele für smart-phones on mass zu.

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