Studie zu Social Games
Milliarden-Geschäft mit virtuellen Gütern

23.10.2012 - eingestellt in Debatten & Studien, News, Onlinespiele, Spiele & Trends

Social Network Games 2012 ReportSocial Games, Free2Play Games und Mobile Games haben eins gemeinsam: Sie finanzieren sich häufig durch den Verkauf virtueller Güter innerhalb des Spiels mittels Micropayment. Ein aktueller Report über Social Games zeigt auf, wie rentabel das Geschäft mit den virtuellen Gütern ist.

Es ist ein Geschäftsmodell, das Anklang bei Spielenden findet: Ein Spiel wird grundsätzlich kostenlos angeboten und finanziert sich durch den Verkauf virtueller Güter. Diese Güter können Statussymbole sein oder den Kaufenden gegenüber anderen Spielenden einen (kurzzeitigen) Vorteil verschaffen. Die Beträge für diese virtuellen Güter variieren von Kleinstbeträgen im Taschengeldbereich (Micropayment) bis hin zu größeren Ausgaben im zwei- und dreistelligen Bereich. Für viele Außenstehende unvorstellbar ist der Umsatz, der mit solchen Geschäftsmodellen erzielt wird. Dieser liegt längst im Milliarden-Bereich.

Die Casual Games Association (CGA), eine internationale Handelsorganisation der Casual Games Industrie, hat einen Report veröffentlicht, der den aktuellen Gaming Markt betrachtet. Die Casual games Associaltion bezieht ihre Daten aus verschiedenen, großen Casual Games Portalen, von Entwicklern und Herausgebern sowie in Zusammenarbeit mit anderen Marktanalyseunternehmen.

Umsatz Social Games
Bild: Steigende Umsatzzahlen im Social Media Markt (c) CGA

Ein Fokus liegt auf den Social Games. Demnach konnte laut Casual Games Association 2009 ein Umsatz von 1.84 Milliarden Dollar mit Social Games verzeichnet werden. 2010 waren es schon 3.65 Mrd. Dollar, 2011 4.94 Mrd. Schätzungen zufolge werden 2012 insgesamt 6,2 Mrd. Dollar innerhalb von Social Games ausgegeben, für 2013 werden 7.49 Mrd prognostiziert. Ein Großteil der Social Gamer gibt zwischen 1 und 5 Dollar im Monat innerhalb des Spiels aus. 25-40 Prozent der zahlenden Social Gamer geben zwischen 5 und 10 Dollar im Monat aus. Und lediglich 15 Prozent der zahlenden Social Gamer zählen zu den sogenannten „Big Spenders“, das heißt sie geben mehr als 25 Dollar im Monat für das Spiel aus. Sie sind es, die 50% des Gesamtumsatzes eines Social Games ausmachen.
Das Genre des Spiels ist offensichtlich auch entscheidend für die Investitionsfreude der Spielenden: In Puzzle, Arcades und Simulationsspielen beispielsweise wird durchschnittlich 1 bis 5 Cent täglich pro User ausgegeben. In Adventures sind es schon 3 bis 7 Cent. Rollenspiele und Glücksspiele verzeichnen den größten Umsatz mit durchschnittlich 5 bis 10 Cent pro Tag pro User.

Der Social Games Markt wächst, auch außerhalb des derzeit größten Social Netzwerks Facebook. Dem Report der Casual Games Association zufolge erreicht Facebook in puncto Social Games 2012 seinen Höhepunkt. Im wichtigsten Sozialen Netzwerk stagniert also das Wachstum. Als Gründe hierfür werden unter anderem steigende Social Games-Angebote in anderen Netzwerken genannt sowie Entwickler, die sich weniger überfüllte Märkte erschließen wollen.

Hinzu kommt sicherlich auch die steigende Anzahl an Spielen mit vergleichbaren Bezahlmodellen, wie es bei vielen neuen Browsergames und Mobile Games der Fall ist.

Weiterführende Links

Free2play auf dem Vormarsch

Social Games – Stupides Klicken in zeitlichen Intervallen

Weblink

Social Network Games 2012 – Casual Games Sector Report [PDF]

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