Star Wars: The Old Republic

05.01.2012 - eingestellt in Onlinespiele, Spielebeurteilungen

SwtorIn Star Wars: The Old Republic werden die Spielenden gemeinsam mit tausenden Mitspielenden zur Heldin oder zum Helden ihrer eigenen Weltraum-Saga. Das umfangreiche MMORPG versteht sich im Geschichten erzählen und weiß somit lange Zeit zu unterhalten. Nicht nur für Star Wars-Fans.

Genre: MMORPG
Hersteller: Electronic Arts
Plattform: PC (getestet)
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
USK: ab 12 Jahren
spielbar: ab 14 Jahren

Star Wars hat nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Filmreihe eine riesige Fangemeinde. Auch zahlreiche Spiele sind bereits erschienen. Mit Star Wars: The Old Republic, oft auch nur mit SWTOR abgekürzt, können Spielenden nun die bekannte Weltraum-Saga um den Krieg zwischen Galaktischer Republik und dem Sith-Imperium gemeinsam mit tausenden Mitspielenden erleben.

Wie für ein Rollenspiel typisch erstellen die Spielenden zunächst einen individuellen Charakter. Sie wählen dabei zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht, können sich dann eine Rasse sowie eine Klasse mit unterschiedlichen Fähigkeiten auswählen. Anschließend begeben sie sich in der Rolle ihres Spielcharakters in die virtuelle Welt. Die Spielenden entscheiden ob sie die umfangreiche Welt allein oder gemeinsam mit anderen in der Gruppe erkunden.

Jede der insgesamt acht wählbaren Charakterklassen hat einen spezifischen Haupt-Story-Strang und unterschiedliche Startpunkte. Wählt man beispielsweise die Klasse Jedi-Botschafter, so beginnt man das Abenteuer als Padawan auf dem Planeten Tython. Dort wird dieser durch verschiedene Aufträge zum Jedi ausgebildet. Nach Abschluss der Ausbildung hat der Spielcharakter Level-Stufe zehn erreicht. Gleichzeitig haben die Spielenden die grundlegenden Handlungsmöglichkeiten verinnerlicht und sind bereit, sich größeren Herausforderungen auf anderen Planeten zu stellen. Sie können ihren Charakter nun auch spezialisieren. Beim Jedi-Botschafter beispielsweise fällt die Entscheidung zwischen dem Jedi-Gelehrten, der seine Gefährten mit heilenden und stärkenden Zaubern unterstützen kann, und dem Jedi-Schatten, der sich besonders in der eigenen Tarnung versteht und so unerkannt an seine Opfer herankommt.

Screenshots

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Star Wars: The Old Republic verlangt eine monatliche Grundgebühr von zirka 13 Euro. Im Kaufpreis enthalten sind das Spiel sowie ein 30tägiger Zugang. Um Star Wars spielen zu können ist ein entsprechender Account von Nöten. Bei Erstellung eines solchen Accounts muss ein Abonnement abgeschlossen werden, und zwar unabhängig davon, ob man nach den im Kaufpaket des Spiels enthaltenen 30 Tage Spielzeit weiter spielen möchte. Das abgeschlossene Abonnement kann aber direkt nach erfolgreicher Erstellung des Accounts wieder rückgängig gemacht werden.
Ist der Account erst einmal angelegt, besteht alternativ zu dem sich automatisch verlängerndem Abonnement auch die Möglichkeit, sogenannte Spielzeit-Codes zu nutzen. Diese kann man sich wie eine Art Prepaid-Karte vorstellen, die im Laden oder online erworben wird. Bei Einlösung wird dem entsprechenden Spielkonto eine bestimmte Spielzeit gutgeschrieben. Ist diese abgelaufen kann bei Bedarf ein weiterer Spielzeit-Code erworben werden. Ansonsten kommen auf die Spielenden keine weiteren Kosten zu.

Star Wars: The Old Republic benötigt eine dauerhafte Internetverbindung. Auch die Systemvoraussetzungen sind nicht zu unterschätzen. Vor einem Kauf sollten Interessierte in jedem Fall prüfen, ob der eigene Rechner die Anforderungen erfüllt.

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Einen Kommentar zu “Star Wars: The Old Republic”

  1. Päd. Beurteilung: Anne Sauer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    Star Wars: The Old Republic enthält alle Elemente eines typischen MMORPGs. Die größte Stärke jedoch ist die spannend erzählte und gleichzeitig nachvollziehbare Geschichte. Das gilt sowohl für die Haupt-Story-Stränge als auch für die Nebenquests. Betrachtet man es genau, laufen Quests zwar wie für MMORPGs typisch in wiederkehrenden Mustern à la „besuche Punkte A und B“, „sammle X Gegenstände“ oder „besiege Gegner Y“ ab, die Geschichte jedoch weiß diese Monotonie gekonnt zu verpacken und sorgt so für Langzeitunterhaltung. Durch die persönliche Geschichte und die Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen, die Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte und zum Teil auch auf das Aussehen des Spielcharakters haben, können sich die Spielenden mit ihrem virtuellen Avatar identifizieren. Zudem sind alle Gespräche mit computergesteuerten Figuren im Spiel nicht nur als Text zu lesen, sondern werden auch vollständig gesprochen. Das baut eine unglaubliche Atmosphäre auf.

    Distanzierungsmöglichkeiten zur Realität sind in Star Wars: The Old Republic dennoch gegeben – sei es beispielsweise durch den Schauplatz im Weltall, die fantasievollen Rassen oder auch die magischen Fähigkeiten der Spielfiguren. Kampfhandlungen sind zwar ein unausweichlicher Bestandteil im Spiel. Die Darstellung erfolgt jedoch ohne Brutalität und Blut. Auch lösen sich gefallene Gegner nach geraumer Zeit einfach in Luft auf. Jugendliche ab 14 Jahren kommen mit den Inhalten von Star Wars: The Old Republic zurecht.

    Der Einstieg in das Spiel erfolgt problemlos. Die ersten Aufgaben, die den Spielenden gestellt werden, dienen der Einführung in die Handlungsmöglichkeiten. Auch im weiteren Spielverlauf ist SWTOR so aufgebaut, dass die Spielenden selten Herausforderungen begegnen, denen sie nicht gewachsenen sind. Dennoch bedarf es bei dem einen oder anderen Gegner taktisches Vorgehen, der Fähigkeit Stärken und Schwächen wahrzunehmen und diese auszuspielen sowie Teamwork mit anderen Spielenden.

    Wie bei vergleichbaren MMORPGs spielt auch bei Star Wars: The Old Republic der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Die Story ist fesselnd, die Spielwelt ist riesig, scheinbar endlos. Auf jede abgeschlossene Aufgabe folgt eine neue. Insbesondere Quests, die in der Gruppe erledigt werden, bauen bei Spielenden zudem einen gewissen sozialen Druck auf. Wer hier vorzeitig aussteigt lässt sein Team im Stich. Eltern sollten hier zumindest ein Auge auf ihre Kinder werfen. Mögliche Regelungen bezüglich der Spielzeit sollten aber in jedem Fall in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Kind und Elternteil getroffen werden.

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