Bewegung im Mobile Gaming

14.10.2010 - eingestellt in Debatten & Studien, Mobile Games, News, Spiele & Trends

Eine neue Studie belegt: Mehr und mehr Gamer entdecken das iPhone und den iPod für sich als mobile Spieleplattform. Die Spiele dafür sind preiswert und einfach über das Internet zu erwerben. In puncto Jugendmedienschutz ist das bedenklich.

 

Im mobilen Spielemarkt zeichnet sich eine Trendwende ab – weg von den traditionellen Handheldkonsolen wie Nintendo DS und PlayStation Portable hin zu ‚iOS‘-Geräten wie Apple iPhone oder iPod Touch. Das ergab eine repräsentative Studie des Marktforschungsunternehmens Newzoo zum Thema „Portable Gaming Devices“. Die Ergebnisse sind Teil der „International Gamers Survey 2010“, die Newzoo in Zusammenarbeit mit dem Global Market Insite, Inc. (GMI) durchführte. Im Juni 2010 wurden im Rahmen der Studie mehr als 10.000 Internetnutzer über zehn Jahren aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien zu ihrem Spielverhalten befragt. Neben Social und Online Gaming war unter anderem auch Mobile Gaming Thema der Befragung.

Demnach spielen über 40,1 Millionen Menschen in den USA auf Apple-Geräten. iPod Touch & Co liegen dort damit auf Augenhöhe mit den Handheldkonsolen von Sony und Nintendo. In Europa dominieren zwar noch die klassischen Handhelds, doch auch hier entdecken mehr und mehr Gamer die tragbaren Apple-Geräte für sich als Spiele-Plattform. In Deutschland beispielsweise spielen bereits sieben Millionen Gamer auf den iOS-Geräten. Zum Vergleich, auf dem Nintendo DS spielen zehn Millionen, die PlayStation Portable kommt hierzulande auf nur zweieinhalb Millionen Spielende.

Der entscheidende Vorteil der Apple-Produkte ist laut Studie die Möglichkeit, viele Spiele zunächst kostenlos über den App Store erwerben und spielen zu können. Erst im späteren Verlauf muss hier und da für eine umfangreichere Version gezahlt werden. Das ist vergleichbar mit den Erfolgsmodellen der Social- und Browergames. Auch der Preis für die Spiele selbst liegt mit durchschnittlich fünf bis neun Euro weit unter denen traditioneller Handheldkonsolen. Die Folge: Mehr und mehr Kinder und Jugendliche wünschen sich einen eigenen iPod Touch als mobile Spielkonsole.

Ganz unproblematisch ist die Entwicklung, die sich laut Newzoo-Studie abzeichnet, nicht, vor allem in Bezug auf den Jugendschutz. Denn Spiele für die Apple-Geräte werden im Internet über den App Store erworben. Damit fallen die Spiele nicht in den Zuständigkeitsbereich der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, die in Deutschland lediglich Alterskennzeichen für Spiele verteilt, die auf einem Trägermedium erscheinen.

Weiterführender Link

Handygames

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newzoo Pressemitteilung

4 Kommentare zu “Bewegung im Mobile Gaming”

  1. Robert schreibt:

    Nicht nur auf iGeräten ist dies möglich. Habe z.B. ein HTC mit Windows – auch hier funktionieren die Spiele super und verkürzen jede Bahnfahrt.

    Bedenklich ist es allemal, da ähnlich wie bei Browser-Spielen die USK nicht handeln kann. Selbst grafisch sehr detaillierte Ego-Shooter sind problemlos auf entsprechenden Spiele-Portalen spielbar. (Achtung Wortspiel) 🙂

    Es muss auf jeden Fall etwas passieren – auch hier muss der Jugendmedienschutz greifen!

  2. DerNixWisser schreibt:

    Ein sehr einseitiger Artikel, fast wie aus dem Apple Verkaufsprospekt.
    Neben dem iPhone und iPad gibt es bereits viele Spiele auf Android Basis (Sony Ericcson, Samsung, …).

  3. Anne Sauer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    Sicherlich gibt es auch andere Handyplattformen, auf denen gespielt wird.
    Der Artikel versteht sich hier keinesfalls als Empfehlung für Apple-Produkte. Er bezieht sich lediglich auf die Ergebnisse der newzoo-Studie.

  4. Robert schreibt:

    „Eine neue Studie belegt: Mehr und mehr Gamer entdecken das iPhone und den iPod für sich als mobile Spieleplattform.“

    Steht da eigentlich auch… und wenn die Items sich auf iProdukte beziehen bzw. diese signifikant heraus stachen, dann wird es nun mal auch mehr um iProdukte gehen als um Symbian, Android oder Windows-Smartphones.

    Deswegen habe ich oben auch mein Handy erwähnt, so wie du Android Produkte. Dazu gibts so eine Kommentarfunktion… Ich versteh die Kritik nicht so ganz.

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