gamesCompetence!?
08.09.2010 - eingestellt in Aktionen & Events, gamescom, Medienpädagogik, News
Das Jugendforum-NRW wurde von 35 verschiedenen Institutionen mit Leben gefüllt und bot unterschiedlichste Angebote für die Messebesucher, die jedoch alle eins gemeinsam hatten: Sie setzen sich über den reinen Konsum hinaus mit Computerspielen auseinander. So bot sich die Möglichkeit den E-Sport kennenzulernen und den Verantwortlichen und Spielern von nfaculty Fragen zu stellen, die Game Parents informierten über ihre Informationsveranstaltungen, die Drogenhilfe Köln forderte die Jugendlichen Gamer mit einem gelungenen Quiz heraus und die Schreibox am Netzcheckersstand war stets gefüllt mit lauten Gebrüll. Der Artwork-Contest bot einen Einblick in das kreative Potenzial von Spielen aber auch von Spielern und ein Dungeon2GO wollte erst virtuell und letztlich auch real bezwungen werden. Die Stadt Köln bot den Jugendlichen einen chilligen Rückzugraum. Auch für das leibliche Wohl der Jugendlichen wurde auf dem Jugendforum gedacht: Rheinenergie bot kostenlos erfrischendes Wasser an und an der GUT DRAUF-Oase konnten Jugendliche gesundheitsbewusste Mahlzeiten kochen. Viele weitere Angebote von Tanzspielen, über den Fahrsimulator „Fuffy“ bis hin zu Präsentationen der Demoszene rundeten das Angebot des Jugendforums-NRW ab. Der erzieherische Jugendmedienschutz zeigt hier, wie vielfältig er ist, bot dabei Jugendlichen einen Rückzugsort zum verschnaufen und die Möglichkeit sich kreativ und kritisch mit ihrem Hobby auseinanderzusetzen.
Natürlich durften auch die Erwachsenen Besucher, in der Mehrzahl elterliche Begleiter der Kinder und Jugendlichen, ihre Kompetenzen erweitern. Viele Infostände boten ihnen Informationsmaterialien an, um sie bei der Medienerziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Die Initiative Klicksafe war mit einem Stand vertreten, der Stand „Medienkompetenz aus NRW bot sowohl Informationen zum gesetzlichen Jugendmedienschutz als auch zu praktischen pädagogischen Projekten und Fortbildungen.
Ein gewichtiger Bestandteil des gamesCompetenz-Bereichs waren zudem die vielfältigen Einrichtungen, die über die Möglichkeiten einer beruflichen Karriere in der Spiele-Branche informierten. Hier wurden Studiengänge vorgestellt und die Bundesagentur für Arbeit informierte die Jugendlichen über Ausbildungsmöglichkeiten.
Abgerundet wurde der gamesCompetence-Bereich von einer Ausstellung in der die jugendlichen Besucher die Möglichkeit hatten, die Spiel anzuspielen, mit denen ihre Eltern letztlich groß geworden sind und man konnte so manchem Gesicht das Staunen über die aus heutiger Sicht doch recht kargen Grafiken ansehen.
Im Rahmenprogramm wurden die Stände ergänzt durch einen Fachkongress, eine Eltern-Lan und ein play2gehter, bei dem Eltern und Kinder als Team gemeinsam virtuell auf Punktejagd gehen konnten.
Der gamesCompetence-Bereich der gamescom stellt einen wichtigen Bestandetil der Messe dar. Computerspiele sind in erster Linie ein Unterhaltungsmedium, doch aus genau diesem Umstand ergeben sich letztlich Chancen aber auch Risiken. Interessierte Jugendliche aber auch deren Eltern oder Lehrer hatten in Halle 8 letztlich die Möglichkeit, sich sehr geballt über einen möglichen Umgang mit dem Medium Computerspiele zu informieren und Kontakte zu knüpfen, um Inhalte aus der Messe hinaus in den Erziehungsalltag zu tragen. Und das muss letztlich bei all dem getriebenen Aufwand das Ziel dieses Bereichs sein: Einen vernünftigen Umgang mit dem Medium Computerspiele zu vermitteln, sowohl den Spielern, als auch den Eltern und Lehrern.
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