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Die gamescom im Zeichen der Bewegungssteuerung!

23.08.2010 - eingestellt in gamescom, Jugendredaktion, News, Spiele & Trends

Teures Vergnügen und Platzmangel

Ein weiteres Manko stellen in meinen Augen die Kosten und Nutzungsvorraussetzungen der Bewegungssteuerungen dar. Kinect schlägt mit einem Preis von 149€ zu Buche, währenddessen Sonys Move Controller, im Bundle mit der Playstation Eye Kamera nur 59€ kosten soll. Während man für Kinect nur einmal bezahlen muss, braucht man für viele Spiele, die Playstation Move unterstützen, noch den Move Navigation-Controller (je 29,99€), oder gar einen zweiten Move Controller (je 39,99€). Wenn man diese Ausrüstung dann noch einmal für einen zweiten oder sogar einen dritten und vierten Spieler haben möchte, wird es schnell sehr teuer.
Des Weiteren fällt auf, dass für die meisten Spiele sehr viel Platz benötigt wird, gerade Kinect nimmt den gesamten Körper des Spielers auf. So wird ein Mindestabstand von zwei Metern obligatorisch.

Und was ist mit uns Gamern?

Während Sony und Microsoft an ihren jeweiligen Ständen ihre neue Technologie präsentieren und zahlreiche kleine Testboxen für die Besucher aufgebaut haben, sind die bis dato für die Playstation und Xbox so zugkräftigen Core Titel, also Spiele die eine intensivere Beschäftigung erfordern, in den Hintergrund gerückt. Sony präsentiert Titel wie Infamous 2, Motorstorm Apocalypse, Killzone 3 oder das Prequel God of War: Ghost of Sparta (PSP), an gerade einmal zwei oder drei Konsolen. Microsoft hat den Core Games noch eine etwas größere Ecke gewidmet und zeigt exklusiv für die Xbox 360, Halo: Reach und Fable III.
Ansonsten werden nur Titel von Drittherstellern gezeigt. Allerdings können die mit einigen interessanten neuen Videospielen aufwarten. Wie zum Beispiel das neue Action Game von Platinum Games (Bayonetta, Mad World), Vanquish, in dem die Spieler in einem futuristischen Setting gegen allerlei Cyborgs kämpfen. Sie bedienen sich dabei einer coolen Rüstung, die es ihnen erlaubt mit einem Affenzahn über das Schlachtfeld zu schlittern und dabei Gegnern ordentlich einzuheizen. Oder das Action-Adventure Enslaved von Ninja Theory (Heavenly Sword), welches einen auf die Reise in eine zerstörte Welt schickt, die unserer gar nicht so unähnlich ist. Dort schlüpft der Spieler abwechselnd in die Haut der Helden Trip und Monkey, die nachdem sie von einem Sklavenhändlerschiff geflohen sind, eine unfreiwillige Partnerschaft eingehen.

Ein Blick in die Zukunft

In meinen Augen ist das Vorgehen von Microsoft und Sony verständlich. Schließlich hat sich die Wii, trotz bescheidener Grafik und Mangel an großen Blockbustern, zur bestverkauften Konsole überhaupt gemausert, weil jeder einmal „diese neue Technik“ ausprobieren wollte. Nun wollen die beiden großen Firmen ebenfalls ein Stück von dem Kuchen ab haben und das große Geld machen. Die Einführung von Move und Kinect wird wohl auch für die Xbox 360 und die Playstation 3 eine endlose Flut an Tanzspielen, Minispielsammlungen und anderem Casual Titeln bedeuten. In erster Linie ist das nicht weiter tragisch, denn der Käufer hat immer noch selbst die Entscheidung für welches Spiel er sich später entscheidet.
Meine Sorge besteht eher darin, dass Sony und Microsoft ihre bisherigen Kunden, nämlich die Core Gamer, vergisst und auf die Entwicklung großer Exklusivtitel in Zukunft weniger Augenmerk legt. Dabei haben diese, die Kunden als auch die Spiele, die Marken Playstation und Xbox zu dem gemacht, was sie heute sind.

Weiterführende Links

Neue Bewegungssteuerung – Voller Körpereinsatz auch für Hardcoregamer?

E3 2010 – Die Zukunft ist dreidimensional!

Weblink

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