Mods – Gute Ideen von und für Gamer

01.03.2010 - eingestellt in News, Spiele & Trends, Spielkultur

Garry's ModModifikationen von Computerspielen, kurz Mods, bereichern die Spielewelt. Gleichzeitig sind sie kreativer Ausdruck für Gamer, die ihre Lieblingsspiele nach individuellen Ideen und Wünschen umgestalten. Ego-Shooter eignen sich besonders gut.

 

Von Anne Sauer (Redaktion spielbar.de)

Ist ein Computerspiel bis zum Ende durchgespielt, muss nicht zwangsläufig Schluss sein. So genannte Modifikationen, kurz Mods, können installiert werden und sorgen für länger anhaltenden Spielspaß. Gemeint sind damit Erweiterungen oder Veränderungen eines bereits veröffentlichten Computerspiels. Im Gegensatz zum Add-on werden Mods jedoch nicht von großen Spieleherstellern sondern von Gamern und Hobbyprogrammierern selbst erstellt und sind häufig kostenlos. Es beginnt bei kurzen Bonus-Leveln, grafischen oder auditiven Veränderungen und geht bis hin zu kompletten Neufassungen mit eigenständiger Handlung. Immer mehr Spiele bieten dafür einen integrierten Editor. Bei anderen wird die Software, mit der die Entwickler gearbeitet haben, freigegeben, so dass Fans die Möglichkeiten der Game-Engine nach Belieben kreativ ausreizen können. Programmier- beziehungsweise Grafikbearbeitungskenntnisse sind hier von Vorteil, wenn auch nicht zwingend notwendig. Das hängt immer davon ab, was man genau machen möchte.

Die Entwicklung eigenständiger Modifikationen ist seit Mitte der 90er Jahre zu beobachten. Seitdem steigt die Fangemeinde stetig. Jährlich erscheinen tausende neuer Mods, die meist auf Shootern wie Half Life 2, Unreal Tournament 3 oder Crysis basieren. Die wohl bekannteste Mod ist ist Counter-Strike, eine Multiplayer-Variante des Ego-Shooters Half Life, entwickelt von Minh Le („Gooseman“) und Jess Cliffe. Counter-Strike erlangte als eigenes Spiel Kultstatus, eben weil es aus der Spielergemeinde heraus entstanden ist. Die hohe Popularität des Spiels ist seit Jahren ungebrochen.

Ebenfalls unter Gamern bekannt und beliebt ist Garry’s Mod, benannt nach dem Entwickler Garry Newman. Sie bietet Spielenden die Möglichkeit, sich in einer Art virtuellem Sandkasten allein oder zusammen mit anderen kreativ auszutoben. Einzige Vorraussetzung ist der Besitz eines Spiels, das auf der „Source Engine“ basiert, einer Game-Engine des Entwicklers Valve, die beispielsweise in „Half Life 2“ und „Counter Strike: Source“ Anwendung findet. In Garry’s Mod können die Spielenden ein beliebiges Level des Source Engine-Spiels dank übersichtlichem Menü vergleichsweise unkompliziert verändern. Sie lassen Objekte erscheinen, schweben, bauen ganz neue zusammen, positionieren Charaktere aus dem Spiel und verändern deren Mimik und Blickrichtung. So entstehen ganze Szenen, die als Vorlage für Bildgeschichten oder Comics dienen können.
Die neueste Version von Garry’s Mod ist nicht mehr kostenlos, wie seine Vorgänger. Dafür stehen den Spielenden zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Die Vorgänger-Version ist weiterhin kostenlos erhältlich.

Garry's Mod, Bildquelle: ModDBGarry's Mod, Face Poser, Bildquelle: ModDB
Wer Games mit diesen oder anderen Mods erweitern möchte, muss das entsprechende Hauptspiel sein Eigen nennen, beziehungsweise im Fall von Garry’s Mod ein entsprechendes Source-Engine Spiel. Auch ist es ratsam, vorsichtshalber Sicherheitskopien des Spiels und der eigenen Spielstände anzulegen. Eine große Übersicht über bereits existierende sowie angekündigte Modifikationen bietet beispielsweise Mod DB.

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Einen Kommentar zu “Mods – Gute Ideen von und für Gamer”

  1. 0195 /// Das kreative Potential von Kinect-Modifikationen – Next Level Conference schreibt:

    […] Spiele wie des Kult-Klassikers Super Mario. Selbst die bekannte Modifikation von Half-Life 2, der virtuelle Sandkasten Garry’s Mod, kann mittlerweile mit der Kinect ganz ohne Maus und Tastatur gesteuert […]

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