Independent Games Award 2010
15.03.2010 - eingestellt in Independent Games, News, Preise & Auszeichnungen, Spiele & Trends
Zum zwölften Mal wurden in San Francisco die besten Indie-Games des Jahres ausgezeichnet. Wieder bestachen die eingereichten Spiele mit unkonventionellen und innovativen Ideen. Die großen Gewinner des Abends waren „Monaco“ und „Limbo“.
Am 13. März fand die diesjährige Preisverleihung des Independent Games Award statt. Independent Games bereichern mit ihren innovativen und unkonventionellen Spielideen den Computerspielemarkt. Was für etablierte Spielehersteller ein unkalkulierbares Risiko darstellt, ist beim Independent Games Award gefragt: der Mut zum Experimentieren!
Durch die Preisverleihung erhalten unbekannten Programmiererinnen und Programmierern sowie unabhängigen Entwicklerteams die Möglichkeit, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.
Insgesamt lagen der Jury in diesem Jahr über 300 Einsendungen vor. In einer Vorauswahl wurden für jede der sechs Kategorien die fünf bemerkenswertesten Spiele herausgefiltert. In einem zweiten Durchgang wählte die Jury dann aus diesen Finalisten die besten Spiele. Neben den sechs regulären Kategorien wurden außerdem der Publikumspreis und ein Award für das beste Universitätsprojekt vergeben. Hierfür wurden nochmals 190 Spiele eingereicht. Erstmals wurde in diesem Jahr auch ein Preis für das beste Mobile Game verliehen.
Großer Gewinner war in diesem Jahr das Independent Game „Monaco“. Es gewann zum einen den Hauptpreis, den mit 20.000 Dollar dotierten „Seumas McNally Grand Prize“. Zum anderen konnte das Spiel die Jury in der Kategorie „Excellence in Design“ überzeugen. Vier Spielende gehen hier im Kooperationsmodus gemeinsam auf Diebestour. Einer schaltet Alarmanlagen aus, ein weiterer öffnet Schlösser, wieder ein anderer kümmert sich um die Wachen. Der Entwickler ließ sich dabei von klassischen französischen Gaunerfilmen inspirieren und projizierte diese in das Monte Carlo der Gegenwart.
Auch das Jump ‚n’ Run „Limbo“ gewann zwei Preise, zum einen für „Excellence in Visual Arts“ und auch für „Technical Excellence“. Das mehrfach nominierte Spiel TRAUMA des deutschen Entwicklers Krystian Majewski ging leider leer aus.
Die Gewinner in den einzelnen Kategorien:
- Monaco (Pocketwatch Games): Seumas McNally Grand Prize (Hauptpreis)
- Tuning (Cactus): IGF Nuovo Award (innovative Spielidee)
- Limbo (PlayDead): Excellence in Visual Arts (innovative Grafik)
- Closure (Closure Team): Excellence in Audio (innovativer Sound)
- Monaco (Pocketwatch Games): Excellence in Design (innovatives Spiel Design)
- Limbo (PlayDead): Technical Excellence (technische Perfektion)
- Continuity (Ragtime Games): Student Showcase (Universitätsprojekte)
- Spider – The Secret of Bryce Manor (Tiger Style): IGF Mobile Best Game
- Heroes Of Newerth (S2 Games): Audience Award (Publikumspreis)
- Max & The Magic Marker (Press Play): D2D Vision Award
Eine Beschreibung aller nominierten Spiele findet sich hier.
Weiterführende Links
Die Zukunft liegt in experimentellen Indie-Games
Weblink


Einführung zu Computerspielen.
Informationen zu Historie, Genres, Faszinationskraft und Jugendmedienschutz. Mit Glossar.
