Jens Wiemken
Computerspiele & Internet – Der ultimative Ratgeber für Eltern

23.11.2009 - eingestellt in Bücher & Materialien, Familie & Schule, News

Buch-CoverEltern sind im medialen Dschungel häufig überfordert. Unkompliziert und ohne Informationsflut gibt dieser Leitfaden unter anderem Antworten auf Fragen wie „Was fasziniert Kinder an Computerspielen?“ oder „Woran erkenne ich, welches Spiel gut für das eigene Kind ist?“

 

Viele Eltern wissen nicht, was ihre Kinder eigentlich vor dem Computer machen. Kein Wunder, haben doch ganze 71% der Jugendlichen (JIM 2008) einen eigenen PC in ihrem Zimmer, Spielkonsolen nicht mit eingeschlossen. Dort wird das Gerät nicht selten unkontrolliert genutzt. Die Eltern sind außen vor. Kommt es zu Diskussionen bezüglich des Computers, enden diese meist mit dem Satz der Kinder „Du hast doch sowieso keine Ahnung davon!“. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit „Computerspiele & Internet – Der ultimative Ratgeber für Eltern“ hat Jens Wiemken einen hilfreichen Leitfaden für Neueinsteiger geschrieben. In drei Teile gegliedert vermittelt Wiemken Wissenswertes rund um die Lieblingsbeschäftigung der Kinder. So sollen Eltern ihren Kenntnisstand mit der mit dem Computer aufgewachsenen Jugend in Balance halten.

Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit den Computerspielen, die laut Wiemken für viele Kinder den ersten Einstieg in die Medienwelt darstellen. Nach der thematischen Einführung widmet sich das Buch zunächst den verschiedenen Genres. Diese werden nicht nur definiert, Wiemken gibt auch Beispiele in Form von kurzen Spielanalysen. Näher betrachtet werde dabei zum Beispiel das Rollenspiel Baldur’s Gate, das Abenteuerspiel Monkey Island oder auch Kampfspiele wie Tekken 4 und Counter Strike.

Im Abschnitt Alterskennzeichnung geht es um das Thema Jugendschutz. Eltern erfahren unter anderem, wie sie selbst schon vor dem Kauf eines Spiels anhand der Verpackung grob einschätzen können, ob es für das eigene Kind geeignet ist oder nicht. Die USK-Symbole zum Beispiel aber auch Bilder des Spiels auf dem Cover lassen Rückschlüsse auf das Spiel zu.

Nach dem Kauf wird gespielt. Und gefällt das Spiel, ist es für viele Kinder schwer wieder aufzuhören. Das Resultat: Eltern fühlen sich verpflichtet, das Spielen zeitlich einzuschränken. Daher widmet sich das Buch auch der angemessenen Spielzeit. Die Einteilung von Spiel-Zeit pro Tag hält Wiemken beispielsweise für weniger sinnvoll. Er empfiehlt ein Wochenbudget. Hintergrund ist der unterschiedliche Zeitaufwand einzelner Spiele-Genre. Während die Spielenden bei einem Shooter zum Beispiel schon sehr schnell Erfolgserlebnisse verbüßen können, sind Aufgaben bei Rollenspielen meist zeitaufwändiger. Brechen die Spielenden vorzeitig ab, ist die bereits investierte Zeit verloren. Es ist dem Fall ist also eine längere, zusammenhängende Zeit von Nöten, was durch ein Wochenbudget gegeben ist. Die Kinder können dann selbst entscheiden, ob sie die zur Verfügung stehende Zeit gleichmäßig auf die Woche verteilen wollen oder lieber an ein bis zwei Tagen intensiver spielen.

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