Ergebnisse der spielbar-Ferienumfrage

23.09.2009 - eingestellt in Aktionen & Events, Interviews & Umfragen, Mädchen & Computerspiele, News

fragebogen_gr_80Ende der Woche wird der 17. deutsche Bundestag gewählt. Beim großen Buhlen um die Wählergunst sind auch Computerspiele ein beliebtes Thema. Doch was würden die Befragten tun, säßen sie selbst an den Schalthebeln der Macht? Die Ferienumfrage zeigt eine eindeutige Tendenz.

Als Politikerin oder Politiker würden über die Hälfte der 370 Befragten endlich mal die Jugendlichen nach ihrer Meinung fragen, gute Computerspiele fördern und für Jobs in der Branche sorgen. Hier zeigt sich, dass sich die Spielenden von der Politik übergangen fühlen. Die öffentliche Debatte wird als einseitig erlebt und den Entscheidungsträgern wenig Fachkompetenz zugetraut.

Das bestätigen auch weitere Kommentare. Ein Befragter würde als Politiker beispielsweise „Computerspiele(n) wissenschaftlich erforschen lassen und nicht nur durch stumpfste Polemik als Zweck für politische Gesetzgebungsbemühungen missbrauchen.“ Ein anderer würde „endlich eine ernst gemeinte und vor allem vorbehaltlose Diskussion initiieren“. Ein generelles Verbot gewalthaltiger Spiele befürworten lediglich 14 Prozent der Teilnehmenden der Umfrage. Und fast genauso wenige würden ein Computerspiele-Schulfach einführen. Denn „Computerspiele gehören (…) in die Freizeit und nicht in die Schule“, so einer der Befragten.

Wenn ich Politiker/in wäre, dann würde ich …

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Computer spielen heißt für die Befragten dabei vor allem „mit anderen gemeinsam Spaß zu haben“. Nur jeweils 18 Prozent der Befragten wollen das eigene Können unter Beweis stellen oder assoziieren durchgemachte Nächte mit dem Spielen. Beides ist Männern etwas wichtiger als Frauen. Etliche Befragte suchen Entspannung und Ablenkung. „Frust und Ärger“ verbinden dagegen gerade einmal sechs Prozent mit Computerspielen.

An der Umfrage nahmen fast doppelt so viele Männer wie Frauen teil. Insgesamt verneint ein Drittel die Frage, ob Mädchen andere Spielevorlieben als Jungen haben. 26 Prozent gehen davon aus, dass Spielerinnen auf anspruchsvollere Unterhaltung stehen. „Mädchen spielen schon anders, aber das heißt nicht, dass sie nur gendertypische Sachen spielen.“ Allerdings bezweifeln immerhin sieben Prozent der Befragten die Tatsache, dass Mädchen überhaupt spielen.

Mädchen haben andere Spielvorlieben als Jungs? Stimmt das?

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Mit einem Anteil von 60 Prozent ist mehr als die Hälfte der Befragten zwischen 11 bis 20 Jahren alt. Die zweitgrößte Gruppe stellen die 21- bis 30-jährigen dar. Sie kommen immerhin auf 25 Prozent. Ein Großteil hat im Alter von sechs bis zehn Jahren das erste Mal mit dem Computer oder der Konsole gespielt. Jüngere Befragte hatten wesentlich früher Kontakt mit Spielen, als ältere.  Damit zeigt sich einmal mehr: Computer und Konsolen sind mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen geworden. Mit 18 Nennungen ist Pong das am häufigsten genannte erste Computerspiel. Auf den Plätzen folgen Löwenzahn, Age of Empires, Die Sims und diverse Ableger von Super Mario Bros.

Nur ein Drittel der Befragten hat eine Lieblingsspielfigur. Allerdings sind die Antworten auf die Frage, um welche es sich dabei handelt, höchst unterschiedlich. Nur wenige Spielfiguren wurden mehrfach aufgeführt. Mit gerade mal neun Nennungen ist Link, die Hauptfigur von Legend of Zelda, der Spitzenreiter. Super Mario, der berühmteste Klempner aller Zeiten, schafft es nur auf den zweiten Platz, den dritten teilen sich Sonic und der Möchtegernpirat Guybrush Trepwood aus Monkey Island.

Zur Umfrage

Wir wollen es von euch wissen! Was sind eure persönlichen Highlights? Welche Bedeutung haben Computerspiele für euch? Und was würdet ihr tun, wenn …?

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