spielbar-Jugendredaktion
gamescom 2009 – Die Nachbetrachtung
25.08.2009 - eingestellt in Aktionen & Events, gamescom, Jugendredaktion, News, Spiele & Trends
Mit offenen Augen und Ohren hat die Jugendredaktion die komplette Messe begleitet. Nun lassen die jungen Autorinnen und Autoren die Tage noch einmal Revue passieren. Dabei stellen sie der gamescom 2009 ein gutes Urteil aus.
Von Alina Dreesmann, Michael Lages und Philipp Tiimmer (Spieleratgeber NRW/spielbar-Jugendredaktion)
Die Messe
Vom 19.8. – 23.8.09 öffnete die Köln Messe die Tore ihrer Hallen, für Hunderttausende von Besuchern. Unter dem Motto „Celebrate the Games“ wurde die Messe vor kuzem nach Köln verlegt und mit ihr kamen Gamer, Computerinteressierte und Aussteller aus aller Welt in die Medienhauptstadt Nr.1 Deutschlands. Die gamescom wurde zu einer wahren Pilgerstätte, doch sie war lange Anfahrtszeiten wert. Mit 120.000m² Fläche und mehr als 400 Aussteller ist sie nicht umsonst Europas größte Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung. Über 100 Neuerscheinungen wurden vorgestellt und man konnte sie natürlich auch sofort anspielen.
Zwar begann die gamescom offiziell erst am Donnerstag, den 20. August, aber bereits am Mittwoch waren die Hallen gefüllt. Mittwoch war Eröffnungs- und Pressetag, es wurden unzählige Konferenz abgehalten und die Eröffnungsfeier fand ihren Platz. Am Abend des 19. August herrschte allerdings auch außerhalb der Messehallen reges Treiben: Die Toten Hosen gaben zusammen mit beispielsweise Gentleman und vielen Anderen ein Eröffnungskonzert. Ein gelungener Abendeinstieg für das größte Gamesevent der Welt, das bald seine Tore öffnen würde.
Wenn man die Hallen betrat wurde man fortgleich von einer Flut von Lichtern, Musik und Stimmen überwältigt, die einem schon in der Eingangshalle entgegenflogen. Die Hallen der Messe Köln waren gefüllt mit aufwendig dekorierten Ständen der bekanntesten Spieleherstellern, Veröffentlichern wie beispielsweise Nintendo oder Playstation, darüber hinaus viele Bühnen und Aktionsareale, auf den zum einem irre Shows vorgeführt wurden wie beispielsweise eine Halfpipe, auf der einige Skateboarder ihre Tricks zeigten, oder Bereiche, in denen die Besucher der gamescom selbst Hand anlegen konnten: hunderte von PCs standen in den Hallen verteilt, bereits mit den neusten Spielen, um getestet zu werden, oder mit ersten Demoversionen der Spiele, die dieses Jahr noch auf dem Markt erscheinen werden, wie beispielsweise „FIFA 10“ oder „DJ Hero“.
Aber nicht nur medienbezogene Dinge gab es zu erleben, es wurden auch viele ‘außertechnische’ Angebote gemacht, wie zum Beispiel eine Rallye mit Geschlicklichkeitsstationen, Kicker oder Parcour. Selbst für das wohl der jüngsten Besucher war gesorgt, mit Spielen zum ausprobieren, unter Anderem ‘My Pony’ oder das allseits bekannte „Super Mario“ für die Wii in neuem Gewand. So zeigt sich die gamescom in Köln gut geeignet, auch mal mit der ganzen Familie vorbei zuschauen. Scharen von begeisterten Eltern liefen durch die Hallen, die in Erinnerungen an ihre eigene Kindheit vom Remake des alten Klassikers ‘Streetfighter’ schwärmten.
Allgemein schien die Stimmung auf der gamescom in Köln eine besonders gute zu sein, denn abgesehen vom abwechslungsreichen Programm waren auch die Besucher sehr gut gelaunt, freuten sich auf das, was sie erwarten würde, und standen voller Enthusiasmus vor den Spieleständen und Bühnen, sangen ausgelassen zu den Liedern, die beim ‘Rockband’-Spielen gespielt wurden und feierten ausgelassen die Vorstellungen der neuen Spiele. Man könnte fast sagen, dass es eine fast schon familiäre Atmosphäre war, die einen da umgab, sobald man die „heiligen Hallen“ betreten hatte. Schließlich gab es Unmengen an Gleichgesinnten, die mit ihnen vor den Ständen standen, man konnte sich auch mal über das Spiel und die eigenen Erfahrungen austauschen, egal, ob man sich erst ein paar Minuten kannte. (vollständiger Text)
Fazit
Die gamescom war und ist ein Muss für jeden Gamer. Spieletechnisch hat sie unglaublich viel zu bieten, da alle bekannten Hersteller und Entwickler mit ihren neusten Kompositionen vertreten sind. Auch der Jugendschutz überzeugte. Die USK sorgte mithilfe der Angestellten der KölnMesse dafür, dass es gewährleistet war, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gefahrlos auf die Messe schicken zu können. Über die Atmosphäre konnte man sich ebenfalls nicht beklagen. Es stand alles im Zeichen des Gamings. Zuschauer-Highlights waren definitiv Spiele wie „Diablo 3“, „Need for Speed: Shift“, „Call of Duty: Modern Warfare 2“ und natürlich die vielen Stände, insbesondere der des Spieleratgebers-NRW. Mit rund 400 Ausstellern ist der Titel „Europas größte Computerspielmesse“ eindeutig gerechtfertigt.
Auch die Besucherzahlen konnten sich sehen lassen. Laut vielen Besuchern blieb ein pädagogischer Nebeneffekt aber aus („Es gibt keinen pädagogischen Wert, da die Computerspielindustrie einfach zu wenig darauf zielt.“), was in Anbetracht des wirklich gewaltigen Andrangs durch Jugendliche, etwas schade war. Für „Nichtgamer“ gab es auch auf der Gamescom einiges zu sehen. Diese konnten, zum Beispiel am Stand der USK, Infos zur aktuellen Jugendschutzbestimmung bekommen, oder sich bei vielen Quizspielen und den Liveacts amüsieren. Insgesamt kann man sagen, das die gamescom eine fazinierende Messe von bombastischen Ausmaßen ist, die in Organisation und Gestaltung überzeugt und für jeden Gamer ein riesiger Spaß ist.


Einführung zu Computerspielen.
Informationen zu Historie, Genres, Faszinationskraft und Jugendmedienschutz. Mit Glossar.
