KIM-Studie 2008
Kinder und Computerspiele

18.02.2009 - eingestellt in Bücher & Materialien, Debatten & Studien, Familie & Schule, News

Welche Rolle spielen Medien im Alltag unserer Kinder? Mit dieser Frage beschäftigen sich die KIM-Studien alle 1 bis 2 Jahre. Pünktlich Zur Bildungsmesse didacta wurden nun die aktuellen Daten vorgelegt. Darunter auch neue Erkenntnisse zur Nutzung von Computer- und Konsolenspielen.

Der Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (MPFS) führt in regelmäßigen Abständen Basisuntersuchungen zum Medienumgang von Kindern und Jugendlichen durch und stellt die Ergebnisse kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die vorliegende KIM-Studie 2008 (Kinder + Medien, Computer + Internet) liefert aktuelle Daten für die Altersgruppe der 6- bis 13-jährigen. Neben Musik, Fernsehen und Bücher standen Computer, Internet und Handy mit Zentrum der mündlichen Befragung der Kinder, die im Mai 2008 durchgeführt wurde. Ein Elternteil wurde zusätzlich schriftlich befragt, im Bereich Computerspiele etwa zu den Alterskennzeichen.

Mehr als drei Viertel der Kinder haben bereits Erfahrungen mit Computern gemacht, so eines der Ergebnisse der Studie. Und deren Lieblingsbeschäftigung am Rechner ist eindeutig das Spielen. Fast zwei Drittel der jungen PC-User geben ab, mindestens einmal die Woche alleine zu spielen. Immerhin die Hälfte spielt einmal wöchentlich mit anderen. Jungen sind dabei stärker auf Spiele fokussiert als Mädchen. Diese nutzen dafür häufiger Lernprogramme und arbeiten am Computer öfters für die Schule.

Neben dem Computer sind Konsolen von zunehmender Bedeutung, bei Kindern vor allem tragbare Handheld-Konsolen wie Nintendo DS oder PlayStation Portable (PSP). Mittlerweile werden diese ähnlich oft genutzt wie Computerspiele, obwohl sie als Geräte eigens angeschafft werden müssen, während es den PC meist schon im Familienhaushalt gibt. 36 Prozent der Kinder spielen ein- bis mehrmals die Woche auf Handhelds, 16 Prozent sogar täglich und nur 29 Prozent nie. Feste Spielkonsolen wie Wii, PlayStation oder Xbox werden von 60 Prozent der Kinder zumindest gelegentlich genutzt.

Auf die Frage hin, woher sie die Computer- und Konsolenspiele erhalten, nennen die Kinder Mutter und Vater mit Abstand am häufigsten. Erst dann folgen bei dieser Altersgruppe die Freunde und weiter abgeschlagen die Geschwister. Dennoch geben 30 Prozent der spielenden Kinder an, schon einmal Spiel probiert zu haben, für die sie eigentlich zu jung waren.

» Grafik “Woher hast du eigene Computer-/Konsolenspiele?”

Vor diesem Hintergrund ist die Fragestellung Interessant, inwieweit die Eltern als Hauptbezugsquelle von Spielen auf die gesetzliche Alterskennzeichnung achten. Zwar sind 90 Prozent von ihnen der Ansicht, dass Altersangaben generelle eine gute Orientierung bieten. Beim Kauf aber achten nur gute 60 Prozent auf die Alterskennzeichnung, so ein Ergebnis der Elternbefragung. Knappen 30 Prozent der Eltern sind die Alterskennzeichen anscheinend mehr oder weniger unbekannt.

Eine Übersicht zu allen Ergebnissen sowie die vollständige Studie finden sich auf den Seiten des Forschungsverbunds.

Weiterführender Link

JIM-Studie 2008 – Spielvorlieben Jugendlicher

Weblink

Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest


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Einen Kommentar zu “KIM-Studie 2008
Kinder und Computerspiele”

  1. Die Zahl der Spielerinnen steigt schreibt:

    [...] die Computer- oder Konsolenspiele für sich. Unterschiede in der Nutzungshäufigkeit, wie sie die KIM oder JIM-Studien bei Kindern und Jugendliche belegen, werden mit fortschreitendem Alter tendenziell [...]

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