Spielebeurteilung

Grand Theft Auto – San Andreas

09.03.2012
In dem Genre -Mix aus Actionadventure-, Rollen- und Geschicklichkeitsspiel steuert der Spieler Carl Johnson - CJ genannt. Dieser wuchs im Ghetto von Los Santos auf und sah mit an, wie rivalisierende Gangmitglieder seinen Bruder ermordeten. Er floh nach Liberty City (bekannt aus GTA 3), kehrt jedoch in die alte Heimat zurück, als auch seine Mutter der Gang "Ballas" zum Opfer fällt. Er schwört Rache zu nehmen.
Doch zunächst muss er das Vertrauen des noch verbliebenen Bruders und der alten Gang, der "Grove Street Families", zurückgewinnen. Denn keiner nimmt CJ die Rückkehr des verlorenen Sohns ab. CJ versucht sich Respekt zu verschaffen. Es fließt viel Blut und allerlei schmutzige Wäsche wird gewaschen. Nicht zu vergessen die korrupten Polizisten Tenpenny und Pulaski, die kräftig in der Szene mitmischen und immer wieder von CJ verlangen, für sie Handlangerdienste zu verrichten. Tenpenny und Pulaski sitzen am längeren Hebel - noch.

Zum überleben in den Straßen von Los Santos braucht CJ Geld, Waffen und einen fahrbaren Untersatz. Davon fahren zu seinem Glück mehr als ausreichend im Straßendschungel umher. Pickups, Limousinen, Sportwagen, Transporter, Cabrios, Oldtimer oder Motorräder klaut er sich ganz nach Bedarf. Zu Beginn steht da allerdings nur ein klappriges Fahrrad. Nach einer Weile schafft CJ mit dem Drahtesel auch die ersten Bunnyhops. Außerdem nehmen Kondition und Stärke zu.


Übel, wenn der Kleinkriminelle zunimmt von all dem fettigen Essen, welches Burger- und Pizzabuden verkaufen. In San Andreas spielt Essen eine nicht unwichtige Rolle. Hungert die Spielfigur, schwächelt sie und verliert Lebensenergie. Für zwei Dollar gibt es ein leckeres Mahl und eine gute Portion Lebenspunkte zurück.

Das Vertreiben anderer krimineller Kollegen mündet in einen ausgewachsenen Bandenkrieg, in dem es um die Kontrolle ganzer Stadtviertel geht. Dies läuft sehr gewalttätig ab, deshalb gab es nur eine USK-Freigabe ab 16 Jahren. Neben diesem Beitrag zur Gewaltdiskussion in Computerspielen gibt es hier einen sehr großen Spielumfang und immense Spielfreiheit. 100 Stunden Spielspaß (so Hersteller und Spieler) bietet allein der Hauptplot. All die Nebenmissionen, das Cruisen durch die Stadt und zahlreichen anderen Kleinigkeiten wie Basketball spielen im Hinterhof, ein paar Runden Billard in der Bar, die verlorenen Dollars im Casino oder das Zocken am Arcadeautomaten nicht mit eingerechnet. Abwechslungen abseits der Missionen finden sich fast an jeder Ecke.

10 Kommentare

Malte Beneken (16 Jahre) schreibt:

Mir gefällt die spielerische Freiheit, die einem das Spiel lässt. So muss man beispielsweise nicht von Mission zu Mission hetzen, sondern kann zwischendurch nach Lust und Laune durch die Stadt fahren. Mir gefällt nicht, dass man Zivilisten für Geld ermorden kann. Zusätzlich stören mich am Spiel die teils harten Bluteffekte, auch wenn sie den Realismus fördern. Mich interessiert besonders die Szenerie. Ich wollte schon immer mal wissen, wie es in Gangs so läuft, ohne einer beitreten zu müssen.

06.12.2005 um 14:43
Jens Wiemken (die pädagogen) schreibt:

Der Identifikationsgrad des Spielers mit dem "Gangsta"-Thema kann um einiges höher liegen als in anderen Actionspielen. Aufgrund des Spielprinzips bietet das Spiel zwar eine fast unvergleichliche Spielfreiheit, aber auch viel Gewalt, welche kaum sanktioniert, sondern eher belohnt wird.

Das Mannbild des "coolen Gangsta" sollte hinterfragt werden. Schade, dass es nicht Spiele gibt, welche die gleiche Spielfreiheit und ein ähnliches Spielprinzip bieten, aber ohne dieses Gewaltszenario auskommen.

Das Wichtigste in Kürze:

- problematischer Identifikationsgrad aufgrund des Szenarios
- immense Spielfreiheit
- hoher Bekanntheitsgrad bei Jungen

22.03.2006 um 14:44
Malte Stahl schreibt:

Ansatzpunkte zur Kritik sehe ich auch - gar keine Frage. Eine sinnvolle Altersbeschränkung macht hier natürlich Sinn. Ich sehe in jeder spielerischen Freiheit auch eine gewisse Gefahr, wenn die Spielwelt als Abbild der Realität verstanden werden kann.

19.09.2008 um 14:46
Jannik Oetzel schreibt:

Ich finde es toll, dass man eine freie Spielwelt hat.
Aber ich finde es etwas unlogisch, dass man mit CJ auf das hohe Gebäude mit dem Stern hinaufgehen kann und wenn man runterspringt nicht stirbt.

21.01.2009 um 22:26
Jannik Oetzel schreibt:

Ich finde Kritik zur Altersbeschränkung.
Da der etwas ältere Vorgänger GTA III schon ohne Jugendfreigabe war und es für GTA San Andreas schon ziemlich brutale Modifikationen(Downloads)gibt.

Da es viele Lebenssituationen in dem Spiel gibt die mit der Realität nicht übereinstimmen. (Z.b. Vom Auto überfahren zu werden und einfach wieder aufzustehen)

Es finde es auch nicht richtig, dass manche Kinder unter 10 Jahren dieses oder ähnliche Spiele spielen.

11.03.2009 um 23:17
John schreibt:

Ich finde das Spiel San Andreas cool und spanend bis zum schluss.

16.08.2009 um 09:45
Jan schreibt:

Wenn man auf das Gebäude mit dem Stern geht und dann herunterspringt, stirbt man übrigens doch!!! (vor allem an Jannik Oetzel gerichtet!!!!!!!!!)

03.12.2009 um 11:09
Tim Theurer schreibt:

Zwar war GTA 3 Ab 18, aber nur da man von GTA 2 zu GTA 3 von der Vogelperspektive in die 3D-Perspekitve wechselte, wodurch man alles rund ums Töten viel detaillierter darstellen konnte. Das ist übrigens bei GTA 4 der Fall: Es wurde lediglich der Detailgrad durch bessere Technik (in diesem Falle der
Euphoria-Engine) erhöht.

03.03.2010 um 13:28
S., 18 Jahre (Die Villa, Paderborn) schreibt:

GTA SA ist ein Autorennspiel, aber auch ein Actionspiel. Die Grafik ist ok. Man sieht Menschen, Verkehr, die Welt, Autos und andere Gegenstände. Man muss Missionen erledigen.Der Held ist ein erwachsener Mann. Ganz normal eigentlich. Mann klaut Autos um schneller zu sein. Das Spiel ist ab 16, weil es manchmal gewaltätig ist. Man kann am Anfang die Mission auswählen. Mit mehreren Spielern geht es nicht. Man kann leider nicht zwischendurch Pausen machen, weil man sich auf einer Karte bewegt, und nach der Pause eventuell das Ziel aus der Karte verliert. Man braucht vor allem Reaktionsgeschwindigkeit. Während des Spiels habe ich mich meistens angespannt gefühlt. Man konnte nie wirklich wissen, was als nächstes passiert. Ich denke, das Spiel ist eher für männliche Spieler geeignet. Ich fand das Spiel gut, weil man mit Autos und anderen Fahrzeugen fahren konnte und Missionen erfüllen musste. Mit dem Held konnte ich mich nicht identifizieren. Daher bekommt das Spiel von mir nur 55 von 100 Punkten.

04.11.2010 um 17:29
0350 /// Clash of Realities 2012: Schokolade oder Broccoli schreibt:

[...] dagegen fehle es an einer inhaltlichen Positionierung. In einem weiteren Beispiel widmet sie sich Grand Theft Auto: San Andreas, einem Spiel, indem Moral stärker implementiert [...]

18.06.2012 um 10:56


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