Genius – Im Zentrum der Macht

17.12.2007 - eingestellt in Serious Games, Spielebeurteilungen

Je nach Größe der Stadt ist das Finanzbudget schon bei kleineren Vorhaben, wie dem Bau einer Straße, schnell erschöpft. In größeren Städten reicht dieses sogar für den Bau eines teuren Flughafens. So gilt es für den Spieler jederzeit die Steuereinnahmen im Blick zu behalten um neue Bauvorhaben auch finanziell umsetzen zu können. Niedrige Steuern haben einen natürlichen Zuzug von Einwohnern und Geschäften zur Folge, können jedoch auch zu einem unausgeglichenen Finanzhaushalt führen.

genius-1_small.jpgIn jedem Spielabschnitt werden dem Spieler verschiedene Aufgaben gestellt, die es in einer bestimmten Spielzeit zu absolvieren gilt. In seinen Wahlversprechen kann der Spieler diese Spielzeit festlegen und somit den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben selbst bestimmen. Eine Aufgabe kann beispielsweise darin bestehen, einen Kindergarten zu errichten oder die Bevölkerungszahl deutlich zu steigern. Ziel in jedem Abschnitt ist es, durch die eigenen Handlungen einen bestimmten Grad an Zufriedenheit bei der Bevölkerung und dem Stadtrat zu erreichen.

Der Managerteil des Spiels erfolgt über einen virtuellen Amtssitz, an dem je nach Spielabschnitt, verschiedene Aufgaben erledigt werden müssen. Muss sich der Spieler zu Beginn des Spiels mit lokalen Werbemaßnahmen, störrischen Landräten und Umgehungsstraßen auseinander setzen, geht es als Kanzlerkandidat um das Bestehen als Ministerpräsident in einem Bundesland und das Absolvieren eines erfolgreichen Wahlkampfs.

Der Spieler lernt das politische Geschäft sozusagen von der Basis bis hin zur großen nationalen politischen Bühne kennen. Unterstützt wird der Spieler in seinem Karrierevorhaben von verschiedenen Begleitern und Journalisten, die ihm mit Rat und Kritik zur Seite stehen.

» Zur pädagogischen Beurteilung des Spiels


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6 Kommentare zu “Genius – Im Zentrum der Macht”

  1. Torben Kohring (Spieleratgeber NRW) schreibt:

    “Genius – Im Zentrum der Macht“ schafft eine gelungene Verbindung von Unterhaltung und einem lehrreichen Thema. Politische Zusammenhänge werden geschickt mit der spielerischen Ebene verbunden, ohne den Spieler dabei zu langweilen. Aufgrund der Komplexität des Spiels und dem vorausgesetzten politischen Wissen eignet sich das Spiel für Kinder ab einem Alter von 12 Jahren. Jüngere Kinder können das Spiel bedenkenlos spielen, werden es aber wahrscheinlich nicht verstehen. Ein Einsatz im Schulunterricht ist unter bestimmten o. g. Bedingungen denkbar.

  2. Frank schreibt:

    Dieses Spiel ist inkompatibel zur Hardware der Zielgruppe. Die Anforderungen an die Grafikkarte sind derart hoch, dass das Spiel selbst auf neuen Office-Computern nicht läuft. Spielbar ist das Spiel nur auf Gamer- Computern. Für Eltern, die ihren Kindern vernünftige Software anbieten woll(t)en, ist dieses Spiel eine maßlose Enttäuschung. Ob echte “Gamer” sich solche Software reinziehen bezweifle ich energisch. Zusammenfassung: für Normalos nicht spielbar, es sei denn man kauft sich eine neue Grafikkarte

  3. Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    Die Entwickler von “Genius – Im Zentrum der Macht” legten offensichtlich besonderen Wert auf eine wirklichkeitsnahe Grafik, da diese den (anspruchsvollen) Sehgewohnheiten der jugendlichen Zielgruppe gerecht wird.
    (siehe dazu den Beitrag “Auf ins Kanzleramt!” unter
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/710178/)

  4. Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    “Genius – Im Zentrum der Macht” kann seit Januar 2008 gegen eine Bereitstellungspauschale direkt bei der Bundeszentrale für politische Bilduing bestellt werden.

    Alle Informationen dazu finden sich hier
    http://www.bpb.de/publikationen/BB1X9Q,0,0,Genius_Im_Zentrum_der_Macht.html

  5. spielbar.de - Comenius-Auszeichnungen 2008 schreibt:

    [...] Preisträger dagegen selten. Eine der wenigen Ausnahmen ist „Genius – Im Zentrum Macht” (» Spielbesprechung). Das von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelte Serious Game erhielt sowohl das [...]

  6. Tim schreibt:

    Das Spiel ist für mich eine masslose Enttäuschung, da es wie schon gesagt auf einfachen Rechnern nicht läuft und auch mit den anderen Geniusspielen nicht mithalten kann.

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