Spielerisch ernst!
Womit beschäftigen sich Serious Games?

26.10.2007 - eingestellt in News, Serious Games, Spiele & Trends

cover_ff_150px.jpgDas Aufgreifen sozialer und politischer Anliegen ist typisch für Serious Games. Eines der bekanntesten Beispiele ist „Food Force”, eine Spielsoftware des Welternährungsprogramms. Andere Spiele wollen zunächst einmal ein grundlegendes Interesse für Politik wecken.

In „Food Force” bekommen es die Spielenden mit insgesamt sechs verschiedenen Aufgaben zu tun. Diese repräsentieren die einzelnen Schritte beim Ablauf der Nahrungsmittelversorgung in Krisengebieten. Dazu zählen die Luftaufklärung, die Erstellung eines ausgewogenen Ernährungsplans, die Beschaffung und der Transport von Lebensmitteln sowie Hilfe beim Wiederaufbau, um die Ernährung der Bevölkerung nachhaltig zu sichern. Als junges Mitglied in einem erfahrenen Team lernt man eine Menge über all diese Dinge.

Das dahinter stehende soziale Anliegen ist eindeutig. Die Macher wollen auf die notwendige Arbeit des Welternährungsprogramms aufmerksam machen. So erfährt man auf der Internetseite von Food Force nicht nur viel über das Spiel, sondern erhält auch wichtige Informationen über die Situation in der Realität, die Arbeit des Welternährungsprogramms und über das globale Problem Hunger.

Trotz dieses ernsten Themas kommt natürlich das Spielvergnügen nicht zu kurz. „Food Force” will bereits die jungen Gamer ansprechen und wird von seinen Machern für Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren empfohlen. Das Programm gibt es kostenlos zum Download auf der Internetseite des Spiels, von wo aus es weltweit bereits fünf Millionen Mal heruntergeladen wurde. » mehr

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4 Kommentare zu “Spielerisch ernst!
Womit beschäftigen sich Serious Games?”

  1. Mike schreibt:

    und hier der Link zu “Genius – Im Zentrum der Macht”:
    http://www.cornelsen.de/genius/politik/inhalt.html

  2. Ernst Spieler schreibt:

    Noch ein interessantes Serious Game auf der UNICEF-Seite, und zwar ein Online-Spiel: “Ayiti: The Cost of Life”,
    (http://www.unicef.org/voy/explore/rights/explore_3142.html) bei dem man sich um eine fünfköpfige Familie auf Haiti kümmert, der man Bildung und ein besseres Leben ermöglichen kann. Und eine Myspace-Seite gibt es auch zum Spiel: http://www.myspace.com/thecostoflife

  3. Spieleforscher schreibt:

    Wir hatten damals in der Schule “Hunger in Afrika”, siehe hier
    http://www.juergenhaller.com/2004/unterr/ewg/hunger/hunger.html.

    Mittlerweile gibt es das Konzept aber auch in einer zeitgemäßen Fassung:
    http://flash.plasticthinking.org/2007/01/3rd-world-farmer.html

    Das Spiel zeigt sehr gut, wie eine fleißige Familie unter den katastrophalen Umständen leiden muss. Ein Klassiker unter den Serious Games.

  4. Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

    Ebenfalls ein politisches Anliegen verfolgt das Browser-Game “Darfur is Dying”, welches auf den Genozid im Sudan aufmerksam machen möchte:
    http://www.darfurisdying.com/

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