„Die Spielerinnen kommen!”
Neue Spiele für eine neue Zielgruppe
07.09.2007 - eingestellt in Mädchen & Computerspiele, News, Spiele & Trends
Spielerinnen und ihre Vorlieben
Die meisten Spielerinnen gehören statistisch gesehen zu denjenigen, die eher gelegentlich und zum Zeitvertreib spielen. Die Gruppe der so genannten „Freizeitspieler” ist laut der Studie Spielplatz Deutschland die einzige, in der beide Geschlechter gleichermaßen vertreten sind, ansonsten dominieren die männlichen Gamer.
Selbstverständlich gibt es auch Fantasiespielerinnen, Denkspielerinnen, Gewohnheitsspielerinnen und Intensivspielerinnen, jedoch machen die „Freizeitspieler” insgesamt (Frauen und Männer) mehr als die Hälfte aller Spielenden aus, und stellen damit die attraktivste Zielgruppe dar.
Damit dürften für die „Freizeitspieler” vor allem „Casual Games” von Interesse sein, die hinsichtlich Technik und Steuerung einfach gehalten sind und einen vergleichsweise geringen Zeitaufwand erfordern. Viele neue Spiele für Mädchen und Frauen wollen gerade diese Anforderungen erfüllen.
Doch warum sprechen „gewöhnliche” Games die Spielerinnen eher weniger an? Den Forschungsergebnissen von Hartmann und Klimmt zufolge, monieren Spielerinnen an Computerspielen vor allem den Mangel an sozialer Interaktion, die gewalthaltigen Inhalte und die Stereotypisierung von Geschlechterrollen im Spiel. Weniger angezogen finden sie sich ferner vom Wettbewerbscharakter vieler Games.
Trotz der zahlreichen neuen Produkte für Spielerinnen sind es natürlich gerade diese Eigenschaften, die für viele der Konsolen- und Computerspiele typisch bleiben.
Spielbesprechungen zum Thema:
- „Isabel Werth – Reitsport” (Beurteilung von spielbar.de)
- „Meine Tierklinik in Afrika” (Beurteilung von BUPP auf spielbar.de)
- „Mein Pferdehof 2 (Beurteilung von BUPP auf spielbar.de)
- „Nintendogs” (Beurteilung auf spielbar.dek)
Weiterführende Links:
- „JIM-Studie 2006″ des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest
- Studie „Spielplatz Deutschland” von Electronic Arts GmbH, Jung von Matt AG, GEE Magazin
- Webseite der Zeitschrift „play vanilla”





09.09.2007 um 11:31
Es reicht eigentlich nicht, dass die Industrie die Mädchen entdeckt. Die Frage ist, ob die Mädchen auch die Industrie für sich entdecken und auf die Sterotypen reinfallen. Grundsätzlich gilt: Jungs wollen gegeneinander spielen, Mädchen miteinander.