spielbar-Jugendredaktion

„Spiele zeigen auch Dinge, die man sich selber gar nicht vorstellen kann“

04.11.2017
Ein Game spielen und gleichzeitig etwas über die Nachkriegszeit lernen? Im Workshop „Newsgames – Spiel mit den Nachrichten“ haben Schülerinnen und Schüler genau das geschafft: Die Verknüpfung von spannenden Spielerfahrungen mit bedeutenden Themen.
Die Gelegenheit bot ihnen das PLAY17-Festivals, wo sie mit Unterstützung des Game-Design-Studios the Good Evil an eigenen Spielkonzepten arbeiten konnten.
Dafür mussten sie sich zunächst den typischen Aufgaben und Fragen stellen, denen auch professionelle Spieleentwickler gegenüberstehen: Welche Hauptfigur gibt es im Spiel, welche Inhalte und Gegenstände, mit was kann man interagieren, welches Ziel verfolgen Spielende im Spiel?

Für die jungen Spieleentwicklerinnen und Spieleentwickler war vor allem die Interaktivität von Games spannend. Für sie bot sie die Möglichkeit, sich selbst ausprobieren zu können. Besonders das freie Entscheiden bei Handlungen und Antworten ließ sie sich in den Charakter hineinversetzen, sodass sie auch die Geschichte des Spiels intensiver fühlen konnten. Durch eben diese Verbundenheit zum Spiel konnten dann vor allem lebensnahe Themen, wie Freundschaft, aber auch ernstere Themen leicht verständlich vermittelt werden.

Die emotionale Komponente von Spielen


Das Mitfühlen mit Spielen und ihren Charakteren war besonders für Jonna (17), Gina (18) und Jule (19) wichtig. Für die drei Mädchen stellen Gefühle einen der Hauptgründe dar, wieso ein Game für unzählige Spielstunden fesseln kann. Darüber hinaus sehen sie besonders in der emotionalen Bindung das Potential, dass Spiele auch eine Wissensquelle darstellen und Lerninhalte vermitteln können. „Spiele zeigen auch Dinge, die man sich selber gar nicht vorstellen kann“, so Jonna. Dies spiegelt sich auch in ihrer selbstentwickelten Idee wider: Durch ihr Spiel über ein kleines, schwer krankes Mädchen soll der Umgang und die Akzeptanz mit dem Tod angesprochen werden.
Platzhalter
Dieser Artikel wurde verfasst von:
Carolin Martin, spielbar-Jugendredaktion