spielbar-Jugendredaktion

Ein Game-Festival, viele Möglichkeiten

03.11.2017
Die ersten Schritte sind getan, die Suche hat ein Ende, man steht vor dem Eingang des Play17-Festivals. Der erste Eindruck scheint vielleicht nicht besonders spektakulär zu sein, zumindest nicht von außen. Aber wie war das nochmal: man sollte ein Buch nie nach seinen Cover beurteilen?

Nachdem man die Treppenstufen in den kahlen und gefühlt, trostlosen Treppenhaus überwunden hat, erreicht man endlich das Hauptgebäude. Hier soll es offene Workshops geben.

Workshop für Fleißige


Man wird am Eingang von kleinen, süßen Cake-Pops in Form von bekannten Videospielfiguren, wie zum Beispiel Kirby oder Super Mario, begrüßt. Das Beste ist, man kann diese Leckereien ganz leicht selbst machen – im „Games backen“-Workshop. Und wer auf Diät oder einfach kein Fan von der klebrigen Masse ist, kann sich auch handwerklich austoben. Indem man Bügelperlen im Form von, wer hatte das gedacht, Videospielfiguren zaubert.

Erstelle dein eigenes Spiel!


Mir fiel als erstes ein Pfeil auf mit der Aufschrift: "Work", welcher nach oben zeigt. Als erstes war ich etwas abgeschreckt. Ich meine arbeiten? Auf ein Videospielfestival? Aber die Neugier war wie immer stärker. Es war eine große Halle, wo verschiedene Gruppen in verschiedenen Bereichen saßen und wirklich gearbeitet haben. Am Ende der Halle, war ein Tresen und darüber ein Banner worauf stand: „Labourgames, work and play“.

Ich konnte mir nichts Genaueres darunter vorstellen, deswegen habe ich nachgefragt und konnte kurz mich mit dem Workshopleiter zu unterhalten. Er erklärte, dass die Schüler und Lehrer gegeneinander antreten und ein eigenes Spiel erstellen, und zwar über den Beruf, den sie vor zwei Tagen ausgesucht haben. Dieser Workshop soll den Schülern beibringen, selbstständig und vor allem verantwortungsbewusst zu arbeiten.
Diese erste Station hat mich schon mal sehr beeindruckt.

Let’s play – und zwar schnell


In der Zentralbibliothek, die keine drei Minuten von der Markthalle entfernt ist, finden parallel die Schüler-Workshop statt. Ich habe den „Speed Let´s Play“-Workshop besucht um zu schauen, was genau dort vor sich geht. In den Workshop sollen Schüler im Alter von 13-15 Jahren mithilfe eines Storyboards eine Review über ein Spiel erstellen, welches nicht länger als eine Minute dauern darf. Ein Speed-Let's play eben. Die Videos werden später auf dem Youtube-Kanal von spielbar.de veröffentlicht.

„Zukunftsspiel“


Nicht in allen Workshops muss man unbedingt etwas machen, in den Workshop: „Zukunftsspiel“, hatte man die Möglichkeit zusammen mit anderen Teilnehmer darüber zu diskutieren, wie sich Gaming in Zukunft noch mehr in unsere Gesellschaft etablieren kann und sogar einige Vorschläge präsentieren. Auch sehr spannend.

Letztendlich kann ich nur sagen: Play17 ist eine tolle Möglichkeit für Menschen egal ob Jung oder Alt, egal aus welcher gesellschaftliche Schicht man kommt, sich zusammenzutun und über ihre Leidenschaft zu diskutieren oder einfach nur gemeinsam zu zocken.
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Dieser Artikel wurde verfasst von:
Burak Doğaç (spielbar-Jugendredaktion)

Siehe auch

Die Schüler diskutieren angeregt über den Ausgang ihres eigenen Spiels
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Auch „Normalos“ können Helden sein: Einblick in die kreativen Workshops für Schulklassen

Eine futuristische Science-Fiction-Welt, ein Junge, der ein Portal in seinem Wandschrank findet oder eine Heldin, die versucht, ihren Freund aus den Klauen des Bösewichten zu befreien – so unterschiedlich waren die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler des Workshops „Textadventures spielerisch Geschichten erzählen“.